Enttäuschung bei Vertretern der TSG Wildeshausen / Stadt sucht jetzt Kontakt zu Nachbargemeinden Zukunft des Tierheim-Neubaus ungewiss

Wildeshausen (jul). Die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) ist mit großen Erwartungen in die Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie gegangen. Auf ein klares Zeichen hatten die Verantwortlichen gehofft, ein Zeichen dafür, dass der Weg frei gemacht wird für einen Tierheimneubau durch die TSGW.
19.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marco Julius

Die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) ist mit großen Erwartungen in die Sitzung des Ausschusses für Ordnung, Soziales und Familie gegangen. Auf ein klares Zeichen hatten die Verantwortlichen gehofft, ein Zeichen dafür, dass der Weg frei gemacht wird für einen Tierheimneubau durch die TSGW. Ein Grundsatzbeschluss sollte her. Der fand sich auch im Beschlussvorschlag der Verwaltung wieder: Der Rat solle der Tierschutzgruppe für den Bau eines Tierheims auf eine Fläche neben dem städtischen Klärwerk das Grundstück auf Erbpachtbasis übertragen und einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 140 000 Euro gewähren, festgezurrt im Haushalt 2016. Voraussetzung dafür: Neben der Stadt Wildeshausen beteiligen sich auch die Gemeinden Dötlingen, Großenkneten und Hatten an dem Vorhaben. So weit ist es denn aber nicht gekommen, denn die Politik hatte andere Pläne. „Wir sind enttäuscht, weil hier eine Chance vertan wurde“, sagte Edith Kaminski, Sprecherin der TSGW.

Die SPD-Fraktion stellte den Antrag, dass die Stadt selbst das Tierheim bauen solle, um es dann an die Tierschützer als Betreiber zu vermieten. Die CDU konnte diesem Anliegen folgen, ergänzte den Antrag aber um den Passus, dass, sollte sich herausstellen, dass dabei keine ausreichende finanzielle Beteiligung aus Dötlingen, Großenkneten und Hatten zu erwarten sei, doch – wie von der Verwaltung vorgesehen – die TSGW als Bauherr auftritt. Für den neuen Beschlussvorschlag gab es dann ein einstimmiges Votum. Die Verwaltung hatte die Auffassung vertreten, dass die Stadt Bau und Betrieb eines Tierheimes in kommunaler Trägerschaft nicht übernehmen könne und zugleich dafür plädiert, Planungssicherheit für die TSGW zu schaffen. „Die haben wir leider nicht bekommen“, sagte Kaminski.

Die TSGW geht bei der Realisierung eines Tierheims von einem Invest von 550 000 Euro aus. Das Gebäude solle den Bedarf der kommenden 20 bis 30 Jahre decken. In den Kosten ist das Geld enthalten, dass für eine Aufbereitung des Geländes notwendig ist. Da das Gebiet neben dem Klärwerk in einem Überschwemmungsgebiet liegt, muss das Gelände um zwei Meter aufgeschüttet werden. Die TSGW ist bereit, einen Eigenanteil von 130 000 Euro zu leisten, den Rest müssten die Kommunen aufbringen. Der Eigenanteil werde aber nur gezahlt, wenn die TSGW Bauherrin und Betreiberin des Tierheimes werde.

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