Grafttherme Delmenhorst

„Eine Anlage, die auf ihre Gäste wartet“

Herbst und Winter sind normalerweise die Hochsaison für die Grafttherme, der zweite Corona-Lockdown lässt den Betrieb ruhen und wird zu Verlusten führen.
10.12.2020, 17:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Lina Wentzlaff
„Eine Anlage, die auf ihre Gäste wartet“

Guido Becker und Edgar Sauer (von links) mussten die Grafttherme Anfang November erneut schließen.

INGO MÖLLERS

Gähnende Leere, wo vor Kurzem noch Kinder um die Wette schwammen und rutschten. Der zweite Corona-Lockdown legt die Grafttherme erneut total lahm. Herbst und Winter sind normalerweise die Hochsaison für die Therme. Das Ziel ist die Öffnung, sobald es im angemessenen Rahmen wieder möglich ist.

„Eine Anlage, die auf ihre Gäste wartet“, sagt Geschäftsführer Guido Becker und lässt seinen Blick über das Becken schweifen. Die spiegelglatte Oberfläche des Beckens erinnert an den ersten Lockdown im Frühjahr. Anstatt der üblichen 30,5 Grad Celsius beträgt die Wassertemperatur nur 23 Grad, und auch die Raumtemperatur ist um einiges niedriger als gewohnt. Trotzdem läuft die Heizung noch auf einem Minimum weiter. „Die Anlage würde ansonsten zu sehr auskühlen, und dann nimmt die Einrichtung Schaden“, erklärt Badleiter Edgar Sauer. Diesen Fehler habe die Grafttherme im Frühjahr gemacht und daraus gelernt, berichtet er.

Bis zum erneuten Lockdown Anfang November hatte sich das Hygienekonzept bei Besuchern und Mitarbeitern eingespielt, sagt Badleiter Edgar Sauer. In allen Bereichen galten die allgemeinen Abstandsregelungen von mindestens 1,50 Metern. Des Weiteren war nur eine eingeschränkte Personenzahl in den Umkleiden, im Sanitärbereich und Becken erlaubt, erzählt Becker. Vom Eingang der Therme bis zur Umkleide bestand zudem die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Wer den Erlebnisbereich seit dem ersten Corona-Lockdown besuchen wollte, musste die Eintrittskarte im Onlineshop erwerben. „Und trotz all der Einschränkungen hatten wir einen super Sommer“, betont Sauer. Rund 130 000 Gäste durften die Mitarbeiter dieses Jahr begrüßen. Sonst waren es jährlich rund 420 000. „Wir werden definitiv Verluste machen. Aber durch den guten Sommer wird es wahrscheinlich weniger sein, als zuerst erwartet“, sagt Becker. Die rund 100 Angestellten der Grafttherme befinden sich nun zum größten Teil in Kurzarbeit. Nur die Auszubildenen, Reinigungskräfte und Techniker seien weiterhin an Ort und Stelle und erledigten interne Arbeiten.

Wie lange es noch bis zur Wiedereröffnung dauere, könne er nicht sagen, betont der Geschäftsführer. Er geht von einer Woche Vorbereitungszeit aus: „Wir konnten beim ersten Mal üben.“ Bis dahin können Therme-Liebhaber im Onlineshop Gutscheine unter shop.grafttherme.de erwerben.

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