Amt für Straßen und Verkehr will Benutzungspflicht für zwei Radwege aufheben
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Radfahrer dürfen auf Borgfelder Allee fahren

Klaus Göckeritz 25.11.2013 0 Kommentare

Bremer Radfahrer haben seit rund 16 Jahren an vielen Stellen der Stadt die Wahl, ob sie den Radweg oder die Straße benutzen wollen. Allerdings ist diese Regelung in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Wahlfreiheit haben auch Radfahrer im Ortsteil Borgfeld, wie Ernst Kittlaus vom Amt für Straßen und Verkehr (ASV) im Verlauf der jüngsten Beiratssitzung erläuterte. Die Ortspolitiker nahmen die Erklärungen des Verkehrsexperten erstaunt zur Kenntnis.

Der Systemwechsel wurde bereits 1997 eingeläutet. Damals griff eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, wonach die Radfahrer in weiten Bereichen zwischen Radweg und Straße wählen können. Inzwischen gilt die strikte Benutzungspflicht nur noch für rund 240 des insgesamt 700 Kilometer langen Bremer Radwegenetzes. Demnächst ist den Radlern auch in zwei Borgfelder Bereichen freigestellt, ob sie den Radweg oder die Fahrbahn nutzen wollen. Und zwar in einem Abschnitt zwischen dem Lehester Deich und der Einmündung zum Distelkampsweg und dem Abschnitt der viel befahrenen Borgfelder Allee zwischen den Einmündungen gegenüber der Daniel-Jacobs-Allee und der Wiedereinmündung gegenüber vom Borgfelder Deich.

Die Borgfelder Allee ist Hauptverkehrsachse von Bremen ins niedersächsische Umland – und erfüllt trotzdem die rechtlichen Voraussetzungen für die Wahlfreiheit der Radfahrer. Bei zweispurigen Straßen müssten mehr als 18 000 Autos täglich, bei vierspurigen Straßen 25000 Autos bei einem jeweiligen Anteil von sechs Prozent Schwerlastverkehr unterwegs sein, um Radfahrer auf den Radweg zu verbannen. Diese Werte würden auf der vierspurigen Borgfelder Allee nicht erreicht, wie Ernst Kittlaus erklärte. Der Beirat war erstaunt. „Das kann ich nicht nachvollziehen. Wie soll das gehen, wenn Radfahrer auf der Borgfelder Allee fahren“, fragte Jürgen Schilling (CDU). „Wie wollen sie die Borgfelder auf diese Änderun

gen vorbereiten“, sagte Gerd Ilgner (SPD) und auch Zuhörer Heiko Wagener hielt die beabsichtigte Regelung für viel zu gefährlich.

„Die Änderung wird kommen, wir müssen bestehendes Recht umsetzen“, erklärte Kittlaus. Derzeit befinde man sich im Anhörungsverfahren, vermutlich Anfang nächsten Jahres sollen die blauen Schilder an den betroffenen Radwegen hinter dem Lärmschutzwall an der Borgfelder Allee und in Höhe des Distelkampsweg abgebaut werden. Und wo Gebotsschilder abgebaut sind, haben Radfahrer die freie Wahl, ob sie die Heerstraße und Allee oder den Radweg nutzen wollen.


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Leserkommentare
kretzschmar am 23.10.2019 15:04
So sieht das aus, 9 Millionen arbeiten im niedrig Lohn Bereich, (Mindestlohn) das sind die zukünftigen Renten Aufstocker. Was eigentlich eine ...
holger_sell am 23.10.2019 14:58
Dann schreiben Sie doch einfach mal nichts.
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