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Trauring: Symbol der Unendlichkeit

03.03.2014 0 Kommentare

Die Ringe sind nach wie vor DAS Symbol für die Ehe.
Die Ringe sind nach wie vor DAS Symbol für die Ehe. (Christian Valek)

Immer mehr Hochzeitspaare suchen sich deshalb ihren ganz persönlichen Trauring aus. „Individualität spielt bei Trauringen eine immer größere Rolle“, sagt Sylke Mann vom Hochzeitsportal „Weddix.de“ in München. So werden zum Beispiel immer häufiger persönliche Botschaften – und nicht nur die Hochzeitsdaten – in die Ringe eingraviert. Viele Goldschmiede bieten ihren Kunden auch an, bei den Entwürfen mitzuarbeiten, fügt Hans-Jürgen Wiegleb, Präsident des Zentralverbands der deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere in Osnabrück hinzu.

Meist werden schlichte Formen bevorzugt. Breite Ringe liegen nach wie vor im Trend, und die Frauen wünschen meist noch einen kleinen Stein, sagt Wiegleb. „Am besten wird aber eine Form gewählt, die praktisch und zeitlos ist.“ Denn schließlich soll das gute Stück ja nicht nur am Tag der Hochzeit, sondern noch Jahre danach gern getragen werden.

Die Bedeutung eines Eheringes war schon immer an tiefe Gefühle und Wertmaßstäbe gebunden. Der Ring als Symbol der Unendlichkeit hat bis heute seinen Sinn behalten: Ob als Trau- oder Verlobungsring oder als Ring zum Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit.

Nach alter Tradition ist der Ringkauf eigentlich die Sache des Bräutigams, die meisten Paare gehen aber heute gemeinsam zum Juwelier, um sich die Ringe auszusuchen – damit ist sicher gewährleistet, dass der Ring auch passt und gefällt. Verlobungs- oder Eheringe gibt es in vielen verschiedenen Preislagen und Ausführungen.

Der Ehering ist ein Liebesbeweis und ein sichtbares Zeichen für die Außenwelt, denn jeder erkennt sofort seine Bedeutung. Wenn ein Ring verloren geht, befürchten viele Paare auch heute noch Unglück, bezeihungsweise das nahende Ende der Ehe. Abwenden kann man dies nur mit dem Kauf neuer Eheringe, die von einem Pfarrer dann noch geweiht werden müssen.

Der Bräutigam kann seiner Liebsten zusätzlich zum Ehering eine Überraschung bereiten, indem er ihr einen zweiten Ring mit einem besonderen Edelstein schenkt. In die Innenseite des Ringes können dann beispielsweise die Namen der Partner, das Datum, der Ort der Trauung oder eine schöne Liebeserklärung graviert werden.

Der Ring gehört zu den Urformen des Schmucks. Seit frühester Zeit werden ihm mystische und geheime Kräfte zugeschrieben. Viele gefundene Ringe aus historischer Zeit, die noch aus Eisen gefertigt wurden, zeigten die Form eines Schlüssels. Eisen stand für die Tugenden und Pflichten der Vermählten, wie Sparsamkeit oder Treue. Ringe wurden dabei nur von den Ehefrauen getragen. Der Mann war weiterhin „schlüsselfrei“ und durfte umherziehen. Die alten Germanen kannten den Ring als Pfand der Liebe. Der Mythos des Nordens berichtet, dass sich Siegfried und die Walküre Brunhild mit einem Ring ewige Treue gelobt hatten.

Eine bischöfliche Anordnung im 12. Jahrhundert verbot jungen Männern, Mädchen aus Spaß einen Ring an den Finger zu stecken. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wird der Ring verstärkt mit in die Trauungszeremonie eingebaut. Im 14. bis 15. Jahrhundert wurde die Kraft der Bindung des Ringes verstärkt, indem man einen unlösbaren „Liebesknoten“ aus Golddraht hinzufügte.

Etwa im 15. bis 16. Jahrhundert kamen dann die ersten Zwillingsringe auf. Diese waren zwei in sich zusammenschiebbare Ringe, von denen jeder der Verlobten einen trug. Am Hochzeitstag wurden die beiden Hälften zusammengeführt und die junge Ehefrau trug ihn dann als Ehering.

Seine runde Form bedeutet das Nichtenden der Liebe und Neigung füreinander wie in einem Kreis fließend, von einem zum anderen und zwar für immer und ewig.

So beschreibt ein englischer Schriftsteller den Ring als Symbol für die Ehe. Die Kreisform des Rings übt eine andere geheimnisvolle Wirkung auf die Menschheit aus: Anfang und Ende fallen im Kreis des Rings in eins. Wo ist der Anfang, wo das Ende? Niemand weiß es, keiner vermag es zu bestimmen.

Ob der Ring nun in Gelbgold, Weißgold, Rotgold oder aus Platin gefertigt wird, glänzend oder matt, eventuell sogar durch einen faszinierenden Diamanten veredelt, ist reine Geschmacksache. (dpa)


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Leserkommentare
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...
Bremen99 am 21.10.2019 20:41
Das Parken in Wild-West-Manier rund um den Freimarkt hat Tradition. Vor über 40 Jahren konnte man auch schon regelmäßig beobachten wie dreiste ...
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