Wetter: wolkig, 7 bis 14 °C
Bremen
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Von Fabriken und Explosionen

Maren Beneke 08.07.2016 0 Kommentare

1888

Bremen wird Teil des Deutschen Zollvereins. Weil fertige Produkte beim Weitertransport nun nicht mehr verzollt werden müssen, steigt die Attraktivität, Fabriken zu bauen. Davon profitiert die Hansestadt.

1891-1900

Für die neuen Fabriken wird ein eigenes Hafenbecken ausgehoben – der Holz- und Fabrikenhafen ist geboren. An der Südseite siedeln sich Holzhändler an.

1890

Die Hansamühle wird gebaut. In den darauffolgenden Jahren kommen die Bremen-Besigheimer Ölfabrik und die Bremen-Großenauer Ölfabrik dazu.

1897

Die Rolandmühle entsteht. 1910 errichten die Architekten Hildebrand & Günthel einen neuen Silobau für das Unternehmen. Mit seinen 45 Metern gilt das Werk damals als Europas höchster Industriebau. Es folgt ein Architekturwettlauf mit der Hansamühle Gercke & Deppen. Die Rolandmühle zieht 1925 nach und lässt einen neuen Silotrakt im Art-déco-Stil aus Ziegelstein errichten.

1906

Die Fabrik der Kaffee-Handels-AG, kurz Kaffee Hag, entsteht. Der Architekt Hugo Wagner bekommt von Kaffeehändler Ludwig Roselius den Auftrag, ein Produktionsgebäude am Fabrikenufer zu bauen.

1906

Zu den frühen Bauten gehört außerdem die Feuerwache 5 am Hafenkopf. Weil bei der Einlagerung von Getreide stets Mehlstaubexplosionen drohen, führt an einer Feuerwehr kein Weg vorbei.

1907

Der Hansakai wird gebaut. Heute gehört er zu einem der letzten noch aktiven Hafenteile in den stadtbremischen Häfen.

1910

Die Bremen-Besigheimer Ölfabrik an der Cuxhavener Straße bekommt ebenfalls einen Silo. Eine hochmoderne Fließbandbrücke verbindet den Bau mit den Mühlen auf der anderen Straßenseite.

1912

Die Baumwollschuppen entstehen in direkter Nachbarschaft zu Kaffee Hag. Sie werden durch hohe Brandmauern voneinander getrennt. Die Schuppen 21 und 27 werden in der NS-Zeit zu Quartieren für Zwangsarbeiter umfunktioniert.

1930

Die Rolandmühle übernimmt die Anlagen der benachbarten Hansamühle.

1960

Es sind noch sechs Kräne in Betrieb.

1979

Bei einer Explosion in der Rolandmühle sterben 14 Menschen, ein Teil des Gebäudes wird zerstört.

1998

Der Hafenbetrieb ist rückläufig. Landeten 1991 noch knapp 1200 Schiffe im Holz- und Fabrikenhafen an, waren es sieben Jahre später 587. Es sind noch 15 wasserseitige Betriebe ansässig.

Anfang 2000er

Mit dem Holz- und Fabrikenhafen geht es wieder aufwärts: Unternehmen wie
J. Müller investieren mehrere Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Anlagen.

2016

Noch immer kommen im Holz- und Fabrikenhafen Rohstoffe wie Getreide, Kaffee, Kakao und Fischmehl mit dem Schiff oder mit der Bahn an.

Quellen: ISH, Bremenports, Herbert Schwarzwälder „Das Große Bremen-Lexikon“, Nils Aschenbeck „Bremens alte Häfen und die Überseestadt“


Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 14 °C / 7 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/wolkig.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Community-Regeln des WESER-KURIER
Community-Regeln des WESER-KURIER

Um eine anregende, sachliche und für alle Parteien angenehme Diskussion auf www.weser-kurier.de sowie auf Facebook zu ermöglichen, haben wir folgende Richtlinien entwickelt, um deren Einhaltung wir Sie bitten möchten. 

Leserkommentare
reswer am 22.10.2019 09:01
Die wollen lieber ihre subventionierten Biogasanlagen behalten........Ihre Felder mit Nitrat verseuchen...zum Nachteil aller Menschen.......und ...
gorgon1 am 22.10.2019 08:55
@ManUD7... Schuld, ok, dass ist in erster Linie der Konsument ...

Moin, weshalb das denn? Würde nicht so rumgeaast in der Landwirtschaft ...
Sporttabellen & Ergebnisse
Sporttabellen & Ergebnisse

Welcher Verein wann in Bremen oder der Region spielt und wie die Begegnung ausgegangen ist, erfahren Sie in unserem Tabellenbereich. Auch die Ergebnisse der Spiele der höheren Ligen finden Sie dort.

Der WESER-KURIER bei Twitter
WESER-KURIER Kundenservice