Schwachhausen
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Wachmannstraße: Candlelight-Shopping lockt viele Besucher

Jutta Barth 28.11.2013 0 Kommentare

Wachmann Candelight
Birgit Dorow (links) hat die erste Flasche des Wachmannstraßenweins 2013 ersteigert. Ralph Saxe übergab eine Spende aus dem gesamten Verkaufserlös 2012 an Natalie Haas vom Frauen-Notruf. (Petra Stubbe)

In stimmungsvoller Atmosphäre wurde eingekauft, Glühwein getrunken und mit Nachbarn geplaudert: Zum siebten Mal haben Geschäftsleute und Bewohner der Wachmannstraße zum Candlelight-Shopping eingeladen. Bis 22 Uhr waren die Ladentüren für die Besucher geöffnet, die auch aus umliegenden Stadtteilen in großer Zahl herbeiströmten.

An vielen Stellen duftete es nach Glühwein, und die Fackeln in den Vorgärten sowie vor den Geschäften in der Wachmannstraße verbreiteten eine besondere Stimmung. Zahlreiche Besucher nutzten das Candlelight-Shopping, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. So auch Sven Clausing aus der Innenstadt, der mit seinen Eltern Monika und Gerd Clausing aus Schwachhausen auf der Flaniermeile unterwegs war. „Wir kommen immer wieder gerne zum Candlelight-Shopping“, berichteten sie, während sie sich an einer Hackfleisch-Gemüse-Suppe bei „Hubertus“ ein wenig aufwärmten. Andere Besucher liefen zielstrebig auf die Fachgeschäfte zu, um bei Kerzenschein einige Geschenke und Weihnachtsdekorationen einzukaufen.

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Künstler Kai Meise zeigte für einige Tage Skulpturen und Bilder im erhemaligen Geschäft „Kinderwelt“. (Petra Stubbe)

In den ehemaligen Räumen des Geschäftes „Kinderwelt“ in der Benquestraße 64 / Ecke Wachmannstraße konnten sich die Besucher an Kunst erfreuen: Als Zwischennutzung zeigte dort Kai Meise seine Skulpturen und Bilder.

Im Zelt auf dem Benqueplatz sorgten die „Beathovens“, vertreten durch die kleine Besetzung Kurt Bröker und Jens Schackies, mit Oldies und Rockmusik für eine tolle Stimmung. Angelina Trettin und Sascha Stubbe sind beide erst kürzlich ins Wachmannstraßen-Quartier gezogen und finden es toll, dass es sozusagen vor ihrer Haustür eine so schöne Veranstaltung gibt. „Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei“, versicherten beide. Dann wollten sie aber zur Weinversteigerung.

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Kurt Bröker und Jens Schakies, Mitglieder der Band Beathovens, heizten mit Oldies ein. (Petra Stubbe)

Punkt 19 Uhr war es soweit: Im Weinhandel Vinum wurde symbolisch die erste Flasche des Wachmannstraßenweins 2013 versteigert. „Eigentlich eine Luftnummer“, sagte Inhaber und Hobby-Kellermeister Ralph Saxe, denn der diesjährige Wein sei momentan noch trüb und könne erst im Frühjahr abgefüllt werden. Deshalb gab es zu einem Gutschein für die Flasche vom Jahrgang 2013 die allerletzte Flasche Wachmannstraßenwein des Jahrgangs 2012 dazu.

„2013 ist ein sehr schwieriger Jahrgang“, erklärte Saxe den Besuchern. Der Winter sei zu lang gewesen, und der Sommer mit fast acht regenfreien Wochen zu trocken. Dennoch rechne er mit 120 bis 130 Flaschen des Schwachhauser Tropfens, der geschmacklich an einen Spätburgunder erinnern werde, so Saxe: „Fein, mild und fruchtig im Charakter.“ Zum ersten Mal seien Trauben aus dem Bibelgarten zwischen Dom und Glocke hinzugekommen, dieser Wein trage den Namen „Cuvée Bibelgarten plus“.

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Christa Eckner und Hans-Jürgen Kayser genossen den Glühwein. (Petra Stubbe)

Dann ging es los mit der Versteigerung. Ralph Saxe hob den Holzhammer und setzte das Mindestgebot auf 15 Euro fest. Fast alle Besucher boten mit, und weil es diesmal zwei Flaschen sind, schossen die Gebote schnell in die Höhe. Hans-Jürgen Kayser aus Habenhausen war gut im Rennen, doch kurz bevor es „Zum Dritten!“ hieß und der Holzhammer heruntersauste, bot in allerletzter Sekunde Birgit Dorow, die Initiatorin des Wachmannstraßenweins, 65 Euro und erhielt den Zuschlag.

„Wir kommen jedes Jahr zum Candlelight-Shopping“, erzählte Christa Eckner aus Schwachhausen. Neben der Werbung für die Fachgeschäfte sei es eine schöne Gelegenheit, in stimmungsvoller Atmosphäre einen Abendbummel zu machen und hier und da etwas einzukaufen. Leona, Laßo, June und Alice gehen demnächst auf Klassenfahrt. Um die Reisekasse dafür aufzubessern, hatten sie lustige Cup-Cakes gebacken, die sie verkauften. „Wir haben in einem Rezeptbuch geblättert“, erzählt die 15-jährige Alice, die zur Waldorfschule geht. Bei den vielen Variationen der Cup-Cakes und Cup-Pops seien sie und ihre Freunde auf die Idee gekommen, beim Candlelight-Shopping mitzumachen.

Matthias Ren und seine Frau Corinna sowie Heidrun Busch wohnen in Schwachhausen und kaufen nach eigenen Angaben fast täglich in der Wachmannstraße ein. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, sagen sie. Jeder kenne jeden, das sei so ein bisschen wie in einem Dorf, ergänzten sie. Bei dieser Veranstaltung ließen sie sich einfach treiben: „Und wir genießen die tolle Atmosphäre und den Glühwein, wie die vielen anderen Besucher auch“, hieß es.

Nachdem die letzte Flasche des Wachmannstraßenweins 2012 den Besitzer gewechselt hat, konnte Saxe einen Spendenscheck über 1715 Euro an den Frauennotruf übergeben.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...
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