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„Caffee – Liebe – Leben– Gänsehaut“

Susanne Lürssen-Semken 27.01.2019 0 Kommentare

„Caffee – Liebe – Leben – Gänsehaut“: Das ist das Motto, nach dem Geschäftsführer Christian Ritschel die Lloyd Caffee GmbH, Fabriken-
ufer 115/Ecke Hagstraße im Bremer Holzhafen, führt. „Wer einen Menschen rettet, rettet die Welt“, könnte er auch auf seine Fahne schreiben. Mit unterschiedlichen Projekten unterstützt der Kaffeeröster ausgewählte Kooperationen durch Direct Trade. Damit leistet er Hilfe zur Selbsthilfe. Seine Projektkaffees stehen für Nachhaltigkeit, soziales Engagement – und Gänsehaut. „Wir sind überzeugt davon, viel Gutes zu tun“, sagt Ritschel.

Das Unternehmen importiert die Bohnen hauptsächlich aus Mittelamerika. Die Kaffeeplantagen in Honduras, Peru und Guatemala hat er alle besucht. Ritschel weiß sehr genau, wie produziert wird, ohne Kinderarbeit. „Zusätzlich zum Preis, den wir an den Kaffeebauern zahlen, überweisen wir im Namen dieses Erzeugers Gelder direkt auf das Konto eines sozialen Projekts vor Ort.“ So werden der Bau neuer Schulen, Krankenstationen oder eine funktionierende Wasserversorgung unterstützt.

Der Projektkaffee Bio Organico Aprolma stammt aus Honduras. „Eine ehemalige Entwicklungshelferin hat dort vor vielen Jahren ein soziales Kaffeeprojekt aufgebaut. Durch sie bekamen wir den Kontakt.“ Die Organisation stellte Ehefrauen, die unter häuslicher Gewalt
litten, ein Stück Land zur Verfügung und brachte ihnen den Kaffeeanbau bei. Dadurch wurden sie selbstständige Familienernährerinnen, und selbstbewusst. Inzwischen arbeitet die sechste Generation in der Kooperative Aprolma. „Es ist sensationell, wie die Enkel die Plantagen bewirtschaften.“ Wenn die Frauen ihre Projekte vorstellen, rolle manchmal eine Träne der Rührung bei dem 63-Jährigen. „Wir sind ein Teil dieser Entwicklung. Das motiviert, weiterzumachen.“

Das aktuelle Projekt ist im heimischen Bremen: Innerhalb der kommenden zwei Monate erweitert Lloyd Caffee seine Räumlichkeiten. Der erste Schritt verlagert das Rohkaffeelager und einen Teil der Produktion in die oberen Stockwerke. Dadurch wird im Laden mehr Platz geschaffen. Zum Sommeranfang steht für das Café die Erneuerung und Erweiterung der Terrasse an. Dann wird der Laubengang verglast und mit einem Dach versehen. Dieser Wintergarten ist für die kühlere Jahreszeit gedacht und für Gäste, die ein entspanntes Gespräch ohne Röstlärm suchen.

Denn die Bohnen werden direkt im Café geröstet. Das Aroma schlägt dem Gast bereits beim Betreten des Ladens entgegen. Ritschel kauft qualitativ hochwertigen Rohkaffee. „Wir rösten jeden Kaffee sortenrein und verkaufen ihn auch so“, erläutert er. Im Angebot gebe es zudem diverse Mischungen.

Mit Kaffeeseminaren steigerte Lloyd Caffee seinen Bekanntheitsgrad. „Durch den Verkauf der ehemaligen Kaffee HAG Fabrik haben wir jetzt wieder die Möglichkeit, den Marmorsaal in die Seminare einzubeziehen.“ Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstage können ebenfalls gebucht werden.

Lloyd Caffee hat montags bis freitags von 8.30 bis 17 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.