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Der Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea

11.10.2019 0 Kommentare

Abiy Ahmed erhält Friedensnobelpreis
Auf dem Meskel-Platz in Addis Ababa versammeln sich Unterstützer von Ministerpräsident Abiy Ahmed. Die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises an den äthiopischen Ministerpräsidenten ist in seiner Heimat mit Jubel aufgenommen worden. «Das ist eine wohlverdiente Anerkennung für den Ministerpräsidenten», erklärte ein prominenter Aktivist der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Mulugeta Ayene/AP/dpa (Mulugeta Ayene / dpa)

Äthiopien und Eritrea, das einst zu seinem großen Nachbar gehörte, führten 1998 bis 2000 einen blutigen Grenzkonflikt. Um den Streit der Grenzziehung nach dem Krieg zu lösen, legte eine Expertenkommission 2002 unter anderem eine Kompromiss-Linie fest. Das Abkommen wurde aber nicht akzeptiert und die Staaten blieben verfeindet. Familien wurden getrennt, es gab keine diplomatischen Beziehungen und bewaffnete Oppositionsgruppen etablierten sich in dem jeweiligen Nachbarland.

Im Zuge etlicher Reformen in Äthiopien verkündete Abiy im Juli 2018 dann ganz plötzlich Frieden mit Eritrea. Die Regierung erklärte, man würde das Abkommen, das den Grenzkonflikt damals beendete, akzeptieren und umzusetzen. In einem symbolträchtigen Treffen schüttelten sich Abiy und Eritreas Präsident Isaias Afwerki die Hände, es wurden Botschaften in den beiden Ländern eröffnet und die Grenze wurde geöffnet. Zudem hoben die Vereinten Nationen die rund zehn Jahre lang bestehenden Sanktionen gegen Eritrea auf.

Allerdings hat sich seit den ersten historischen Entwicklungen wenig praktisch getan. Inzwischen sind die Grenzübergänge weitgehend wieder geschlossen. Es gibt bislang noch keine Abkommen etwa zum Handel oder zur Einwanderung. Experten zufolge haben seit vergangenem Sommer kaum Gespräche zwischen Addis Abeba und Asmara stattgefunden.

Vor allem in dem repressiv geführten Staat Eritrea sind wenige Veränderungen spürbar. Experten und Menschenrechtlern zufolge gibt es kaum Anzeichen dafür, dass sich die Menschenrechtslage verbessert hat. Vor allem, wenn es um den nationalen Arbeits- und Wehrdienst geht: Der zeitlich unbegrenzte Dienst wird oftmals als moderne Sklaverei bezeichnet und ist die Hauptfluchtursache der nach UN-Angaben mehr als 500.000 eritreischen Flüchtlinge weltweit. (dpa)


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?
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