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Den TSV Bramstedt gibt es seit 1948, heute ist das Sportabzeichen in diesem Verein der große Renner
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Größter Erfolg: Kreispokalsieger 2017

Peter Cordes 11.11.2018 0 Kommentare

Mein Verein: TSV Bramstedt
Nicht nur theoretisch gut: TSV-Vorsitzender Reinhard Simon kann’s auch am Kicker. (Peter Cordes)

Rund 2000 Einwohner haben das Dorf, das direkt an der Landesstraße 333 zwischen Syke und Bassum liegt, zu ihrem Lebensmittelpunkt bestimmt und genießen die vielen Vorzüge des Ortes. Ein Angebot dieser Vorzugspalette ist der Turn- und Sportverein (TSV) Bramstedt. 

Stattliche 665 Mitglieder zählt der Verein im Jahr 2018, weiß der erste Vorsitzende Reinhard Simon zu berichten. „Wir können unseren Vereinsmitgliedern in der Sparte Fußball zwei Großfeldplätze und einen Kleinfeldplatz für das Training und die zu leistenden Spiele bieten – und das alles auch unter Flutlicht." Die Sparte Fußball ist die größte Sparte des TSV Bramstedt. Am Punktspielbetrieb nehmen die Herrenmannschaften 1 bis 3, die Altligamannschaft sowie die Jugendmannschaften G, F1 und F2 teil. Größter Erfolg für die Kicker des TSV war 2017 der Gewinn des Kreispokals durch ein 3:1 gegen die Zweitvertretung des TuS Sudweyhe. Nicht nur die Torschützen Daniel Zimmermann (2) und Iven Lehner haben sich damit einen Platz im Bramstedter Geschichtsbuch erarbeitet. Das steht online unter www.tsvbramstedt.de.

Kreisliga Diepholz
Unter Flutlicht: Die Erste des TSV Bramstedt (blaue Trikots) spielt immer freitagabends zu Hause. (Viola Heinzen)

Für die Tennisspieler hält der Verein zwei Tennisplätze vor und das Turnen – wie auch Badminton, Basketball und Yoga – finden in der Sporthalle beziehungsweise in Kooperation mit der Grundschule in Teilen der dortigen Räume statt. Wer Spaß an Bewegung hat und seine Fitness verbessern möchte, ist bei uns genau richtig“, informiert der erste Vereinsvorsitzende Reinhard Simon weiter. 

Besonders stolz ist Simon auch über die sich jährlich wiederholende Möglichkeit, das Sportabzeichen zu erwerben. Karin Holtorf bietet an mehreren Terminen die verschiedenen vorgeschriebenen Disziplinen, bestehend aus Leichtathletik, Turnen, Schwimmen und Radfahren an. Erst im vergangenen Jahr wurde der Verein durch den Kreissportbund Diepholz für dieses anhaltende Engagement ausgezeichnet. Ein kleines Zahlenspiel, um die von Karin Holtorf geweckte Begeisterung der Bramstedter für das Sportabzeichen zu verdeutlichen: Im Jahr 2014 hatten die Verantwortlichen 237 Urkunden zu vergeben.

Sportler, die eine Alternative zum Joggen suchen, finden diese beim Nordic Walking. Auch hier gibt es beim TSV Bramstedt eine Trainingsgruppe, die sich regelmäßig zu diesem Sport trifft. Turnen ist in Bramstedt nach dem Fußball die Sportart mit den meisten aktiven Sportlern. Das Turnangebot ist breit gefächert. Im Kinder- und Jugendbereich werden sowohl Turngruppen in vier verschiedenen Altersklassen als auch für den Wettkampf- und Leistungsbereich angeboten. Es gibt drei Kurse im Bereich der Gymnastik – bis 40, bis 50 und über 50 Jahre. Wirbelsäulengymnastik inklusive Rückenschule mit Atemtherapie ergänzen das gesamte Angebot. 

Nach Abschluss der Wirrungen des Zweiten Weltkriegs gründeten 30 Sportinteressierte im damaligen Gasthaus Ehlers am 1. September 1948 den Turn- und Sportverein Bramstedt. Es kann angenommen werden, dass gerade damals, kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges, der Wunsch nach sportlicher Betätigung und friedlichem Miteinander der tragende Gedanke für den Zusammenschluss zu einer Organisation war.

Wobei der Wunsch nach sportlicher Betätigung auch schon nach dem Ende des Ersten Weltkrieges in Bramstedt Früchte trug. Bereits am 17. Juli 1920 wurde der Turnverein „Armin“ im Gasthaus Ehlers gegründet. Die fast 25 Männer des Vereins wählten Johann Focke zu ihrem Vorsitzenden. Nachdem die Gemeinde Bramstedt eine einmalige Beihilfe von 2000 Reichsmark bewilligt hatte, konnten ein Pferd, ein Reck und ein Barren gekauft und im Saal des Gasthauses Ehlers benutzt werden. Das erste Mal trat der Verein am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1920 mit einem Schauturnen öffentlich in Erscheinung. 

Auch in Bramstedt steigerte sich die Anzahl der fußballbegeisterten jungen Männer. Schon 1931 folgte die Gründung des FC Bramstedt, des Fußballclubs in Bramstedt, mit seinem Vorsitzenden W. Stegemann. Gespielt wurde auf einer Weide an der heutigen Landesstraße von Bassum nach Syke in der Nähe der Westermark, zur heutigen Vorweihnachtszeit auch als das Tannenparadies bekannt. Während das Interesse am Fußballspiel immer größer wurde, nahm das Interesse beim Turnverein „Armin“ ab und es folgte 1933 die Auflösung dieses Vereins. Aber auch mit dem FC Bramstedt nahm das Schicksal seinen Lauf: Noch vor Kriegsbeginn löste auch diese Vereinigung sich 1939 auf.

1948 nahmen viele Bramstedter den Wunsch nach sportlicher Betätigung wieder auf und gründeten den TSV Bramstedt. Die Leitung des neuen Vereins übernahmen von 1948 bis 1949 Albert Hadeler, von 1949 bis 1956 Johann Höft, von 1956 bis 1964 Willi Ott, von 1964 bis 1993 Heinrich Steding und von 1993 bis 2004 Ewald Mordhorst. Reinhard Simon übernahm 2004 die Vereinsverantwortung und leitet die Geschicke auch heute noch. 

In Eigenleistung wurde schon 1950 der erste Sportplatz bei der Tischlerei Bothe, Zum Jedenbruch 5, gebaut. Es folgten 1964 der Bau eines neuen Sportplatzes bei der Schule und bis 1985 der Bau einer zusätzlichen Sporthalle mit Jugendraum. 1994 kamen auch noch zwei Tennisplätze und 1999 Umkleideräume und Duschen hinzu. Nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern auch den Besuchern bietet sich heute in Bramstedt eine charmant, in idyllischer Natur eingebundene Sportanlage mit benachbarter Grundschule, Kindergarten und Feuerwehr.

Dass die gesamte Anlage beliebt ist, zeigen die Nutzungswünsche von Platz und Halle durch den  Bassumer Mittelaterverein „De Bovelzumft“ zum Schwertkampf. Auch die Bogenschützen nutzen die Anlage gerne, um mit Pfeil und Bogen die gestellten Ziele zu treffen. Auch die Spieler vom AS United – ein recht neuer Sportclub aus Albringhausen und Schorlingborstel – trainieren und spielen ihren Fußball in Bramstedt.

„Wer rastet, der rostet“, so der heutige erste Vorsitzende Reinhard Simon. „Wir suchen weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten.„ So laufen schon die Planungen für den Bau einer Überdachung in Stahlausführung vor den unteren Kabinen. Die dort bereits vorhandenen Bänke sollen den Sportlern die Möglichkeit bieten, in den Pausen im Trockenen sitzen zu können. “Wenn unsere Finanzmittel danach noch nicht restlos verbraucht sind, soll auch der Außentreppenaufgang eine Überdachung erhalten“, so Reinhard Simon die Vereinsplanungen zusammenfassend.


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Leserkommentare
elfotografo am 22.10.2019 18:55
"Es ist doch ein Märchen, dass man mit einer Loge Geschäftskontakte akquiriert oder pflegt, geschweige denn Geschäfte abschließt."

Haben ...
FloM am 22.10.2019 18:51
@gorgon1:
Abgedroschen ist es den x-ten Kommentar mit undifferenzierten Anschuldigungen zu schreiben.

Die Erkenntnis, daß man Teil ...
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