Berliner Kultursenator
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Klaus Lederer mahnt Aufarbeitung der Kolonialgeschichte an

05.01.2019 0 Kommentare

Klaus Lederer
Klaus Lederer (Die Linke), Berlins Kultursenator und Vorsitzender des Bauhaus-Verbundes, hat eine umfassende Aufarbeitung der Kolonialzeit angemahnt. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild (Britta Pedersen / dpa)

Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer hat eine umfassende Aufarbeitung der Kolonialzeit angemahnt. „Die Verantwortung nur auf die ethnologischen Museen abzuschieben, würde viel zu kurz greifen“, sagte der Linken-Politiker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

„Koloniale Abhängigkeiten und Machtverhältnisse wirken bis heute fort. Und diesem Thema müssen wir uns mit aller Ernsthaftigkeit und Beherztheit widmen.“ Dazu gehört nach Ansicht von Lederer nicht nur das Eingeständnis von Schuld und die Übernahme von Verantwortung gegenüber den Ländern des Südens. Es gehe auch um anhaltende koloniale Denkweisen bei uns. „Der Kolonialismus ist in der Gesellschaft immer noch präsent. Auch im Berliner Stadtbild gibt es noch eine ganze Menge - angefangen von der Diskussion um die Mohrenstraße bis zu Bildern an Häuserfassaden, in denen sich die Ideologie von Über- und Unterordnung ausdrückt.“

In den kommenden Jahren soll die Kolonialgeschichte der Stadt möglichst gründlich aufgearbeitet werden. Dabei sind alle Museen gefordert, ihre Sammlungen auf koloniales Unrecht hin zu durchforsten. Ein erster dringender Schritt sei die Digitalisierung der Bestände, sagte der Kultursenator. In einem zweiten Schritt müssten Rückgabeforderungen der Herkunftsländer ernst genommen werden. „Wir können die Ansprüche nicht immer nur mit der schwierigen Rechtslage kontern.“ (dpa)


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Leserkommentare
linde79 am 20.10.2019 17:58
Wie wäre es denn, wenn man auch mal die Qualität der Lehrer und Lehrerinnen hinterfragte? Wie wäre es in Anbetracht der Bildungsmisere, die ...
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
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