EU vor Anerkennung Guaidós
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Machtkampf in Venezuela: Maduro warnt vor Bürgerkrieg

01.02.2019 0 Kommentare

Nicolas Maduro
«Ich bin der wahre Präsident Venezuelas. Und wir werden weiter regieren», ließ Nicolas Maduro seine Anhänger wissen. Foto: Ariana Cubillos (Ariana Cubillos / dpa)

Im Machtkampf gegen den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó schließt Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro einen Bürgerkrieg im südamerikanischen Ölland nicht aus.

Niemand könne heute mit Sicherheit sagen, wie groß die Wahrscheinlichkeit eines Bürgerkriegs sei, erklärte Maduro im Interview des spanischen Fernsehsenders La Sexta. „Alles hängt vom Grad der Verrücktheit und der Aggressivität des Imperiums des Nordens (USA) und von dessen westlichen Verbündeten ab“, sagte er.

Juan Guaidó
Oppositionsanführer Juan Guaidó auf einer Kundgebung in Caracas. Mehr als hunderttausend Venezolaner haben Schätzungen zufolge in Caracas für den selbsternannten Interimspräsidenten demonstriert. Foto: Rafael Hernandez/sincepto (Rafael Hernandez/sincepto / dpa)

Der linksnationalistische Politiker betonte: „Wir leben einfach in unserem Land und verlangen, dass sich niemand in unsere internen Angelegenheiten einmischt. Und wir bereiten uns darauf vor, unser Land zu verteidigen.“ In den Fabriken, in den Universitäten und in verschiedenen anderen Bereichen sei „das Volk dabei, sich (zum Schutz der Regierung) zu bewaffnen“, betonte Maduro. Es handele sich um „Milicianos“, die militärisches Training absolviert hätten.

Interviewer Jordi Évole, einer der angesehensten TV-Journalisten Spaniens, sagte dem Staatschef: „Das, was Sie sagen, macht mir Angst, Herr Maduro.“ „Wirklich? Mir nicht. Wir werden Venezuela nicht hergeben“, antwortete der Machthaber. US-Präsident Donald Trump habe ja die militärische Option auf dem Tisch. „Was soll ein Land da machen? Sich ergeben?“, fragte Maduro. Es gebe eine Kampagne, um Venezuela „als Monster, als Diktatur darzustellen.“

Massenprotest
Rund Hunderttausend Demonstranten sind in Caracas gegen Staatschef Nicolás Maduro auf die Straße gegangen. Foto: Rafael Hernandez/sincepto (Rafael Hernandez/sincepto / dpa)

Das am Sonntag ablaufende Ultimatum Deutschlands und sechs weiterer EU-Staaten wies Maduro energisch zurück. „Wir akzeptieren von niemanden Ultimaten!“. Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien, die Niederlande und Belgien wollen Guaidó als legitimen Übergangsstaatschef anerkennen, falls Maduro keine freie Präsidentenwahl ausruft. „Das ist so, als ob ich der EU sagen würde: “Ich gebe Euch sieben Tage Zeit, um die Republik von Katalonien anzuerkennen, oder ich ergreife Maßnahmen„“. Die internationale Politik könne nicht auf Ultimaten basieren.

Das Interview wurde nach Angaben von La Sexta am Freitag geführt. Es soll am späten Sonntagabend ausgestrahlt werden. Auszüge wurden am Sonntag in verschiedenen Medien veröffentlicht. (dpa)


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Leserkommentare
bremenkenner am 21.10.2019 18:08
Leider sehen das hier sehr viele genau anders herum und sind im festen Glauben dass Afrika zig mal in Europa reinpasst. Und viele Afrikaner glauben ...
peteris am 21.10.2019 17:36
Der Erdteil Afrika ist so groß, da passt Europa zig mal rein.

Es fallen dort nicht überall den Menschen Bomben auf den Kopf. ...
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