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Nostalgie auf dem Schreibtisch

Kristina Bumb 17.09.2019 0 Kommentare

Lilienthal verkaufsoffener Sonntag Flohmarkt Schreibmaschine
Bis heute findet die Schreibmaschine, hier ein mechanisches Reisemodell, begeisterte Anhänger. (Hans-Henning Hasselberg)

sehnen sich viele die entschleunigte alte Zeit zurück. Statt die Finger rasant über die PC-Tastatur fliegen zu lassen und sich mit seinem Geschriebenen in den überwältigenden Strom von Mails, Posts und News einzureihen, erinnert man sich an die Jahre, als das Wort noch Gewicht hatte: Schwarz auf Weiß mit doppeltem Durchschlag. Es ist also kein Wunder, dass alte Schreibmaschinen aus Metall wie kleine Schätze aufbewahrt werden. Wer auf der Suche nach einer Antiquität aus der Anfangszeit der getippten Wörter ist, könnte im Extra-Markt fündig werden.

Bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert wurden erste Maschinen entworfen, die Buchstaben per Tastendruck auf das Papier brachten. Einige von ihnen wurden gezielt für Erblindete gebaut, mit der Idee, dass sie mithilfe eines solchen Geräts genauso schnell schreiben konnten wie Sehende per Hand. Als Erfinder der Schreibmaschine machte sich der Tiroler Zimmermann Peter Mitterhofer einen Namen. Er baute in den 1860er-Jahren die ersten Geräte aus Holz. Die fünfte von ihm konstruierte Maschine, das Wiener Modell aus dem Jahr 1869, war mit einer Volltastatur und einer Walze sowie mit Lettern als Typen ausgestattet. Sie stellte eine gebrauchsfähige Schreib-
maschine dar. Eine von den beiden US-Amerikanern Carlos Glidden und Christopher
Latham Sholes konstruierte Schreibmaschine, später als Remington bekannt, erwies sich als tauglich für die Serienproduktion. Am
23. Juni 1868 wurde sie patentiert. Ab etwa 1885 wurden die Remington- Schreibmaschinen in Nordamerika zum selbstverständlichen Hilfsmittel in den Schreibstuben.

Wer ein antikes Schreibutensil erwerben oder verkaufen möchte, sollte eine gründliche Preisrecherche vornehmen. Manche Maschinen, die mit ihrem schwarzen Metallaufbau und den runden Tasten viel hermachen, sind bereits für unter 100 Euro zu haben. Besonders seltene Modelle, Prototypen und Einzelstücke erzielen dagegen Sammlerpreise von mehreren 10 000 Euro. Findet man also beim Aufräumen ein nostalgisches Stück auf dem Dachboden, sollte man einen Verkauf nicht überstürzen. Der Seltenheitswert des Modells und der Erhaltungszustand fließen bei der Wertermittlung ein. Außerdem die Herkunft, denn manche Schriftsteller waren eng mit ihrem Schreibwerkzeug verbunden. Als Blaue Mauritius unter den Schreibmaschinen gilt die nach ihrem Konstrukteur benannte Malling-Hansen. Die Tasten des in den 1860er-Jahren hergestellten Modells sind kugelförmig angeordnet. Eine Malling-Hansen kann laut Experten Preise von mehr als 50 000 Euro erzielen. Als wertvolle Sammlerstücke gelten auch die erste serienmäßig in Deutschland hergestellte Schreibmaschine vom Typ Hammonia aus der Hamburger Nähmaschinenfabrik Guhl & Harbeck sowie die ersten Sholes-&- Glidden-Typenhebelmaschine, die spätere
Remington No. 1. Hierfür zahlen Sammler 10 000 bis 20 000 Euro.


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Leserkommentare
onkelhenry am 19.10.2019 18:12
74 Jahre SPD!

Nirgendwo ist die Kluft zwischen arm und reich größer.
Schlechte Wirtschaft, schlechte Bildung ... von vielen ...
peteris am 19.10.2019 17:47
Das Affentheater geht also in die nächste Runde. ...
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