Ortswehr Brinkum fährt 2018 mehr Einsätze als jemals zuvor innerhalb eines Jahres – zahlreiche Hilfeleistungen auf der Autobahn
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Von der Kleintierrettung bis zum Großbrand

FR 03.02.2019 0 Kommentare

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Bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Brinkum gab es eine Vielzahl von Ehrungen und Beförderungen. Auf dem Foto zu sehen sind (von links): Michael Kalusche, Thomas Erdt, Patrick Erdt, Hartmut Specht, Leo Hilbers, Adrian Gehle, Ewald Sittauer, Rald Harmann-Winkler, Janek Eggers, Marcel Drettmann, Jannik Wendt, Fabian Löhmann, Celia Bramkamp, Rolf Wiechmann, Patrick Menke und Rolf Martens.

Auf ein sehr einsatzreiches Jahr konnte Thomas Erdt in seinem umfangreichen Jahresbericht zurückblicken. Im Jahr 2018 hatten die Einsatzkräfte 163 Einsätze zu bewältigen. Dieses sind so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Ortsfeuerwehr. Die Brandeinsätze sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Insgesamt 50 Einsätze, die sich in 33 Kleinbrände, elf Mittel- und sechs Großbrände aufteilen, sind angefallen. Bei den Kleinbränden handelte es sich um Mülltonnen- und Fahrzeugbrände sowie um weitere Entstehungsbrände.

Bei den Mittelbränden mussten die Kräfte zu Zimmer- und Gebäudebränden, sowie zu nachbarschaftlichen Löschhilfen ausrücken. Auch sechs Großbrände haben die Kräfte beschäftigt. Im eigenen Ortsteil der Brand einer Tischlerei und in Stuhr ein Gebäudebrand, verursacht durch eine brennende Mülltonne. Zwei weitere Gebäudebrände betrafen ein Mehr- und ein Einfamilienhaus in Weyhe. Ein ausgedehnter Bahndammbrand in Syke sowie die Bereitstellung des Kommandowagens bei einem großen Moorbrand.

Neben den Brandeinsätzen mussten 76 Hilfeleistungseinsätze abgearbeitet werden. Allein 34-mal musste die Ortsfeuerwehr zu Unfällen mit Personenschäden oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei medizinischen Notfällen zu Einsätzen auf die Bundesautobahn 1 ausrücken. Mehr als 30 Personen wurden bei Unfällen auf der Autobahn mit der Drehleiter über die neuen höheren Leitplanken ins Baufeld geholt und dem Rettungsdienst übergeben.

Bei den weiteren 42 Hilfeleistungen verschiedenster Art, ging es um die Beseitigung von Sturmschäden, Unterstützung des Rettungsdienstes, erstmals wurde auch eine Reanimation durch die Feuerwehr unterstützt. Eine bunte Palette weiterer Einsätze, wie etwa Personensuchen, Befreien aus Fahrstuhl, Keller unter Wasser, auslaufender Kraftstoff sowie eine Kleintierrettung mussten abgearbeitet werden. Besonders zeitintensiv war der Pulverfund in Briseck. Auch 31 Fehlalarme gehörten im letzten Jahr dazu. Diese sind oftmals durch automatische Brandmeldeanlagen oder Heimrauchmelder verursacht worden. Zusätzlich wurden vier Brandsicherheitswachen bei verschiedenen Veranstaltungen sowie zwei Einsatzübungen durchgeführt.

Um für die Einsätze entsprechend gerüstet zu sein wurden von den aktiven Feuerwehrmitgliedern diverse Ausbildungsdienste absolviert. Zu den 29 regulären Übungsdiensten kamen zahlreiche Sonderdienste für Drehleitermaschinisten und Atemschutzgeräteträger. Darüber hinaus besuchten die Kameraden der Ortsfeuerwehr Brinkum 50 Lehrgänge auf Gemeinde-, Kreis- beziehungsweise Landesebene. Weiter berichtete Thomas Erdt über die Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeuges. Die Lieferung des neuen LF 20 wird voraussichtlich im März dieses Jahres erfolgen.

Vier junge Kameraden konnten aus der Jugendfeuerwehr übernommen werden. Sullivan Hansen, Finn Bösselmann, Alexander Urlacher und Marvin Frost werden zukünftig die Einsatzabteilung unterstützen. „Das wirkt sich auch gleich auf den Altersdurchschnitt der Ortsfeuerwehr aus“, so Erdt. Der liegt nun bei 38,9 Jahren und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. In diesem Zusammenhang sprach Thomas Erdt die Schwierigkeit in Bezug auf Wohnraum im Brinkumer Ortsteil an. Wir haben viele junge Kameraden in unserer Feuerwehr mit einem sehr guten feuerwehrtechnischen Ausbildungsstand. Einige wohnen noch bei ihren Eltern, andere überlegen, eine Familie zu gründen oder mit ihrem Partner zusammen zu ziehen. Bei den aktuellen Immobilienpreisen, ganz egal ob Miete oder Kauf, für viele Normal- und Geringverdiener kaum oder auch gar nicht zu leisten.

Und es ist zu erkennen, dass der Trend sich weiter ins Negative entwickelt. Erstmals werden in 2019 Funktionsträger die Feuerwehr durch einen preisbedingten Wohnortwechsel verlassen. „Rechtzeitig müssen durch die Gemeinde Voraussetzungen geschaffen werden, damit wir auch in Zukunft genügend Mitglieder in den Feuerwehren haben, die auch hier leben. Nur so können wir unsere Aufgaben erfüllen“, so Erdt weiter. Gemeindebrandmeister Michael Kalusche bestätigte den Trend auch in anderen Stuhrer Ortsfeuerwehren. Hartmut Martens hatte aufmerksam zugehört und versprach, das Thema im Rathaus zu diskutieren.

Jugendfeuerwehrwart Dennis Spörhase zeigte mit einer Bildershow die Aktivitäten der Jugendlichen im vergangenen Jahr. Gemeindebrandmeister Michael Kalusche berichtete von Einsätzen der Gemeindefeuerwehr sowie von den anstehenden Fahrzeugbeschaffungen für die Ortsfeuerwehr Groß Mackenstedt und Brinkum und den damit verbundenen Schwierigkeiten, die letztlich zu den verspäteten Auslieferungen führen werden. Gemeindejugendfeuerwehrwart Cord Tinnemeyer berichtete von Aktivitäten und Veranstaltungen sowie über die Neuanschaffung eines Kleinbusses für die Jugendfeuerwehren der Gemeinde. Das aktuelle Fahrzeug wird in einem anderen Fachdienst weiter Verwendung finden, erklärte Tinnemeyer. Fachbereichsleiter Hartmut Martens überbrachte die Grüße und den Dank aus dem Rathaus. Die Gemeinde verstehe sich als Partner der Feuerwehr, und dies gelte auch bei kritischen Themen, die wie in der Vergangenheit auch gemeinsam angepackt werden.

Celia Bramkamp wurde anschließend von Thomas Erdt zur Feuerwehrfrau ernannt, Patrick Erdt und Adrian Gehle zum Feuerwehrmann. Leo Hilbers ist nach Abschluss der notwendigen Lehrgänge nun Oberfeuerwehrmann, Jannik Wendt Hauptfeuerwehrmann und Patrick Menke Erster Hauptfeuerwehrmann. Michael Kalusche beförderte Fabian Löhmann zum Oberlöschmeister und Janek Eggers zum Hauptlöschmeister.

Hartmut Specht übernahm nach seinen Grußworten der Kreisfeuerwehr die Ehrung von Marcel Drettmann für 25 Jahre, Ralf Harmann-Winkler für 40 Jahre und Ewald Sittauer für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr.


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Leserkommentare
kkahle am 21.10.2019 15:04
Achtung, Achtung!
Der kleine Jan hat sich im Internet verlaufen und sucht jetzt seine Mutti.
Wer ihm begegnet, möge ihm den Weg nach ...
suziwolf am 21.10.2019 15:04
Weit weg ... @Jubi ... ist Erdogan.

Nicht nur geografisch, sondern auch
,Ihrer Vorfreude entsprechend‘ 🙀 !

Und, wenn ...
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