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Wirbel um Jubiläums-Festival „Woodstock 50“

30.04.2019 0 Kommentare

Woodstock
Es bleibt die Erinnerung. Foto: UPI (UPI / dpa)

Es gibt eine Idee für einen Ausrichtungsort und Vorstellungen zur möglichen Organisation. Aber wenige Monate vor dem geplanten Riesen-Event fehlt das Geld und es ist unklar, ob das Festival überhaupt stattfinden wird.

Das ist nach internen Querelen der aktuelle Stand zum geplant dreitägigen Musikfestival „Woodstock 50“ im August - die Streitereien erinnern überraschend genau an Probleme bei der inzwischen legendären Originalveranstaltung vor 50 Jahren.

In diesem Jahr ist vor allem unklar, wer für die hohen Gagen von Superstars wie Jay-Z, Santana und Miley Cyrus aufkommen soll. 30 Millionen Dollar Auftrittsgelder sind laut US-Branchenseite „Billboard“ schon gezahlt worden, nun fehle weiteres Geld. Am Montag hatte der Hauptinvestor Dentsu Aegis Network den Stecker gezogen und mitgeteilt, dass das Festival nordwestlich von New York abgesagt sei. Es sei nicht möglich, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die dem Markennamen „Woodstock“ gerecht werde und die Sicherheit von Künstlern und Zuschauern garantiere, so die offizielle Formulierung.

„Billboard“ berichtete zudem, dass es neben Finanzierungsproblemen auch wachsende Bedenken gab, ob der geplante Veranstaltungsort Watkins Glen im Norden des Bundesstaats New York auf die kalkulierten 100.000 Besucher ausgerichtet sei. Das Festival in diesem rund 180 Kilometer entfernt vom ursprünglichen Woodstock gelegenen Örtchen war bisher vom 16. bis 18. August geplant. Offizielle der Stadt bestätigten dem „Poughkeepsie Journal“ am Montag die Absage.

Schnell folgte eine öffentliche Antwort der Veranstalter. Sie wollten auch nach der Absage des Investors weitermachen, zitierten mehrere US-Medien ein Statement des Festival-Teams. Darin heißt es: „Wir haben vor, neue Partner zu finden.“ Das Team wolle die harte Arbeit und die Unterstützung des Staates New York würdigen. „Es wird ein Jubiläums-Festival Woodstock 50 geben, so wie es sein sollte. Und es wird spitze.“ Von den beteiligten Künstlern gab es zunächst keine Reaktion.

Tatsächlich gibt es auch für externe Beobachter einige Ungereimtheiten: Der Vorverkauf für Tickets war verschoben worden und hat rund dreieinhalb Monate zuvor noch nicht begonnen - reichlich ungewöhnlich in Zeiten anderer Groß-Konzerte, deren Eintrittskarten teils eineinhalb Jahre vor der Veranstaltung verkauft werden. Außerdem sei die angepeilte Teilnehmerzahl von 100.000 auf 75.000 heruntergeschraubt worden, berichtete die lokale Nachrichtenseite syracuse.com. Auf den üblichen Social-Media-Kanälen Facebook und Twitter haben sich die Organisatoren dazu seit knapp zwei Wochen nicht mehr geäußert.

Michael Lang, einer der Ausrichter, der auch schon 1969 an Bord war, versuchte sich am Dienstag an Durchhalteparolen. „Es sieht so aus, als ob die Geschichte sich wiederholt“, erklärte er in einem Statement an US-Medien. „Im Juli 1969 hatten wir unseren ursprünglichen Austragungsort in Walkill verloren und mit nur einem Monat Vorbereitungszeit haben wir es geschafft, nach Bethel zu gehen. Woodstock sollte passieren, egal wie.“

Damit bezieht er sich auf die wechselhafte Geschichte der Marke „Woodstock“: Nachdem ein Jubiläumskonzert 1994 geglückt war, hatte es bei einer weiteren Neuauflage 1999 einige Brände, viel Chaos und einige Vorwürfe von sexueller Gewalt auf dem Veranstaltungsgelände gegeben.

Das ursprüngliche Woodstock-Festival im August 1969 gilt mit seiner besonderen Atmosphäre und geschätzt 400.000 Besuchern heutzutage zwar als Höhepunkt der Hippie-Bewegung, Konzerte von Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who sind legendär. Auch damals hatte es bereits Streit um den konkreten Veranstaltungsort rund 150 Kilometer nordwestlich von New York gegeben. Anwohner in Woodstock fürchteten die Hippie-Horden und schließlich wurde das Festival in das etwa 70 Kilometer entfernt gelegene Städtchen Bethel verlegt. Dort soll es im August ein weiteres Jubiläumskonzert geben - deutlich kleiner als das dreitägige Festival mit unklarer Finanzierung. (dpa)


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Leserkommentare
linde79 am 20.10.2019 17:58
Wie wäre es denn, wenn man auch mal die Qualität der Lehrer und Lehrerinnen hinterfragte? Wie wäre es in Anbetracht der Bildungsmisere, die ...
Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Grundschüler brauchen Unterricht, der ...
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