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Hans-Joachim Scharffetter erzählt dem Gesprächskreis der Siedlergemeinschaft Aumund 1 von der Geschichte des Brundorfer Hofs
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Zu Besuch bei Trakehnern und anderen Pferden

FR 09.12.2018 0 Kommentare

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Die Trakehner des Hofes haben bereits diverse Preise errungen.

Nach mehreren Besitzern, von denen ein Herr Addicks sogar kurz nach dem Krieg ermordet wurde, gelangte sie in die Hände des heutigen Betreibers Frank Scharffetter. Dessen Vater Hans-Joachim wusste bei einem Besuch durch Teilnehmer des Gesprächskreises der Siedlergemeinschaft Aumund 1 vieles über den Hof und den Betrieb zu berichten.

Teils in Auto-Fahrgemeinschaften, teils mit dem Fahrrad waren die Aumunder zum heutigen Reiterhof gefahren, um sich über die Anlagen zu informieren. Große Hallen mit Boxen für die Pferde, weitläufige Außengelände, eine Reit- und eine Longierhalle gibt es hier.

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Hans-Joachim Scharffetter (Dritter von links) konnte den Besuchern von der Siedlergemeinschaft Aumund 1 viel Interessantes über die Geschichte des Hofes erzählen.

So können die Reiter, die hier ihre Pferde in Pension geben, viele Möglichkeiten nutzen, um ihrem Sport nachzugehen. Nur um die Pferdepflege müssen sich die Besitzer selbst kümmern. Füttern, Ausmisten, auf die Weide bringen, wenn die Reiter nicht da sind – das wird vom Hof übernommen. 85 Pferde sind zurzeit in den Stallungen untergebracht. Interessant: Nur zwei Männer haben ihre Pferde hier untergebracht, die restlichen Besitzer sind weiblich.

„Kommen neue Pferde zu uns, so haben sie es nach zwei, drei Tagen bereits gelernt, ihre Box zu kennen und eigenständig dorthin zu gehen“, berichtete Scharffetter. Aber auch eigene Pferde halten die Hofbesitzer. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war der Vater von Hans-Joachim mit 16 Trakehner-Pferden in Richtung Westen geflohen. Elf eigene Pferde, die den berühmten Namen tragen, besitzen die Scharffetters heute noch und betreiben deren Zucht.

Es gibt Trakehner in allen möglichen Farben, erläuterte Scharffetter. Das Brandzeichen sei aus Tierschutzgründen nur noch in diesem Jahr erlaubt, konnte er die entsprechende Nachfrage eines Besuchers beantworten. Aber von jedem neuen Fohlen würden akribisch die Herkunft und die besonderen Kennzeichen in einem Pass festgehalten. Das Zuchtziel sei heutzutage das Reitpferd. Arbeitspferde würden kaum noch gebraucht; manchmal könnten die Pferde noch einmal zum Ziehen einer Kutsche eingesetzt werden.

Beim Rundgang durch die Stallungen konnten sich die Besucher von der Sauberkeit und der hellen, freundlichen Atmosphäre der Ställe überzeugen. Geräumige Boxen, teilweise sogar mit eigener „Terrasse“, garantieren das Wohlbefinden der Tiere, die gerade alle auf der Weide waren. Ein sehr interessanter Besuch, der durch ein Mittagessen in einem Restaurant im nahegelegenen Industriegebiet abgerundet wurde.


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Leserkommentare
werderfan am 23.10.2019 21:15
Ich versuche das mal kurz für die Demokratiefreunde zu erläutern:
1. Der Umweltausschuss des Beirats Blumenthal tagt am nächsten Montag ...
IhrenNamen am 23.10.2019 21:02
Ich bin mal sehr gespannt wie sich das auf die Spendensumme auswirkt.
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