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1:0-Erfolg gegen die Schweiz
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Augustinssons Schweden im WM-Viertelfinale

Christoph Bähr 03.07.2018

(dpa)

"Ludde geht es extrem gut", hatte Werder-Trainer Florian Kohfeldt noch am Montag über Ludwig Augustinsson gesagt. Am Dienstagnachmittag bestätigte der Linksverteidiger diese Aussage eindrucksvoll. Augustinsson stand in der Defensive bombensicher und setzte auch Akzente im Spiel nach vorne. Der Bremer war somit einer der Garanten dafür, dass Schweden durch einen 1:0-Erfolg über die Schweiz das WM-Viertelfinale erreichte. Das goldene Tor in St. Petersburg erzielte Emil Forsberg.

Augustinsson traf auf dem Platz auf viele gute Bekannte. Acht aktuelle Bundesliga-Spieler standen beim Anpfiff auf dem Rasen, drei bei Schweden und fünf bei der Schweiz. Dennoch schafften es die taktisch enorm disziplinierten Schweden, ihren Gegner in der Anfangsphase zu überraschen, indem sie sofort voll auf Angriff setzten. Gleich in der zweiten Minute klärte die Schweizer Abwehr eine Augustinsson-Flanke. Dann verzog Marcus Berg aus guter Position (8.), ehe Albin Ekdal knapp über das Tor zielte (9.).

In der 29. Minute war dann Augustinsson wieder mittendrin. Eine Flanke des Bremers wehrte der Schweizer Michael Lang im eigenen Strafraum ab. Die Proteste der Schweden, die einen Handelfmeter forderten, blieben zurecht unerhört, denn Lang hatte den Arm angelegt. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit trauten sich die Schweizer auch nach vorne. Granit Xhaka schoss aus 30 Metern drüber (34.). Vier Minuten später bot sich Blerim Dzemaili die bis dahin beste Gelegenheit, als sein Schuss aus 15 Metern über die Latte strich. Ähnlich knapp war es im Gegenzug auf der anderen Seite: Ein abgefälschter Freistoß von Emil Forsberg ging haarscharf daneben (40.). Völlig freie Bahn hatte Sekunden darauf Ekdal, der den Ball jedoch nicht richtig traf. Somit stand es 0:0 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel agierten beide Teams zunächst vorsichtig – doch dann kam Forsberg. Der Leipziger hielt nach einem Doppelpass von der Strafraumgrenze drauf, der Schweizer Manuel Akanji fälschte ab und der Ball flog in den Winkel – 1:0 für Schweden (66.). Auch hinten war auf Forsberg Verlass: Nach einem Kopfball von Breel Embolo rettete er kurz vor der Linie (80.). In der Nachspielzeit flog Lang nach einer Notbremse gegen Martin Olsson noch vom Platz. Kurz darauf war Schluss, und die Schweden jubelten. Im Viertelfinale wartet nun am kommenden Sonnabend (16 Uhr) England oder Kolumbien als Gegner auf Augustinsson und Co. Dann werden auch viele Fußballfans in Bremen wieder ganz genau hinschauen, so viel ist sicher.


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