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Trotz 2:0-Führung
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Osakos Japaner scheitern knapp an Belgien

Benjamin Born 03.07.2018

(imago)

Die Rollen des Favoriten und des Underdogs waren klar verteilt. Aber lange sah es aus, als käme es anders. Trotz einer 2:0-Führung durch Tore von Genki Haraguchi und Takashi Inui verlor Japan am Montagabend im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit 2:3. Neu-Bremer Yuya Osako kam dabei über die volle Distanz als einzige Spitze zum Einsatz.

In der ersten Hälfte schienen die Belgier ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Doch das Star-Ensemble vergab mehrere Großchancen durch Vincent Kompany (18. und 20. Minute) sowie Romelu Lukaku (25.), während Japan sich defensiv nach Kräften wehrte und auf Konter lauerte. In der 44. Minute gab es eine Schrecksekunde für die Belgier als Yuto Nagamoto von links flach in den Strafraum der Belgier spielte. Dort konnte der überraschte Adressat Osako den Ball jedoch nicht richtig auf das Tor bringen. Torhüter Thibaut Courtois kullerte der Ball aber dennoch fast durch die Beine ins Tor und konnte ihn erst im Nachgreifen sichern. Allerdings wäre der frisch gebackene Werderaner wohl auch im Abseits gewesen.

Nach Wiederanpfiff gab es die kalte Dusche für Belgien: Gaku Shibasaki schickte Neu-Hannoveraner Genki Haraguchi auf die Reise. Der Japaner ließ Jan Vertonghen stehen und schloss von rechts ins lange linke Eck ab. Belgien konterte anschließend beinahe durch Eden Hazard, der eine Direktabnahme an den Pfosten setzte (50.). Nun war wieder Japan an der Reihe – und machte es besser: Inui wird vor dem Strafraum von Shinji Kagawa bedient und zieht ab. Der Ball landet unhaltbar für Courtois im rechten Eck.

Belgien schlug zurück

Doch Belgien blieb cool und drehte auf. In der 70. Minute landet ein verunglückter Befreiungsschlag der Japaner bei Vertonghen, der aus spitzem Winkel den Ball per Bogenlampe zum 1:2 ins lange Eck köpft. Nur vier Minuten später fiel dann auch der Ausgleich. Der emsige Hazard tanzt am Strafraumeck einen Japaner aus und flankte in die Mitte. Dort fand er Marouane Fellaini, der seinen Größenvorteil gegenüber der japanischen Verteidigung mit einem Kopfball zum 2:2 zu nutzen wusste.

In der 86. Minute musste Japans Keeper Eiji Kawashima sein Team zweimal vor dem 2:3 retten. Kopfbälle von Nacer Chadli und Lukaku lenkte er von der Linie sowie über das Tor. Kurz darauf entschärfte der Torhüter auch noch einen Fernschuss von Vertonghen (87.).

Nach einer Ecke der Japaner kam dann doch noch der Lucky Punch: Courtois rollte den Ball zentral zu Kevin de Bruyne. Der spielte den Ball nach einem langen Lauf in die gegnerische Hälfte auf die rechte Seite, wo Thomas Meunier den Ball flach in den Sechzehner spielte. Dort ließ Lukaku für Chadli durch, der zum umjubelten 3:2 einschob. Belgien trifft damit nun auf Brasilien und Osako fährt nach Hause.


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