Werder Bremen Ärger um Pizarros Peru-Pläne

Bremen. Weil Werder-Stürmer Claudio Pizarro im Sommer mit Perus Nationalmannschaft bei der Copa America spielt, wird er zum Auftakt der Saisonvorbereitung in Bremen fehlen. Das sorgt bei den Werder-Verantwortlichen für Unmut.
13.05.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Klaus Allofs weiß, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen. "Am liebten hätten wir weltberühmte Spieler, die nur Werder Bremen zur Verfügung stehen", sagt der Werder-Sportdirektor, um sich dann gleich den Tatsachen zuzuwenden. "Wenn man gute Spieler im Kader hat, dann können sie auch in die Nationalmannschaft berufen werden - da können wir nichts machen."

Claudio Pizarro ist ein solcher guter Spieler. Und der Peruaner ist auch der Anlass für Klaus Allofs Exkurs ins Reich der Wünsche. Weil der Werder-Stürmer im Sommer die Copa America (1. bis 24. Juli) in Argentinien spielt, wird er zum Auftakt der Saisonvorbereitung in Bremen fehlen - sehr zum Unmut der Werder-Verantwortlichen.

"Wir würden uns wünschen, die neue Saison unter anderen Voraussetzungen starten zu können", sagt Thomas Schaaf, der gerne seinen kompletten Kader schnellstmöglich auf dem Trainingsplatz hätte. "Weil Claudio die Copa spielt, geht es ja schon wieder los mit dem versetzten Einsteigen ins Training."

Wenn Ende Juni die Bremer Saisonvorbereitungbeginnt, wird der Torjäger definitiv fehlen. Erst nach dem Ausscheiden der Peruaner wird Pizarro zurückkehren, so ist es zwischen Spieler und Verein abgesprochen. Dann aber braucht der 32-Jährige ein spezielles Trainingsprogramm und eine ausgewogene Belastung. Eine optimale Saisonvorbereitung sieht anders aus.

"Natürlich stört uns das", sagt Klaus Allofs, der aber Verständnis für den Spieler aufbringt: "Claudio will sich im Nationalteam rehabilitieren, er wird sein Land als Kapitän ins Turnier führen." Erst im März 2011 hatte Pizarro unter dem neuen Nationaltrainer Sergio Markarián sein Comeback für Peru gefeiert. Zuvor war er drei Jahre lang von Markariáns Vorgänger José del Solar aus dem Team verbannt worden. Für den 32-Jährigen wird die Copa America womöglich das letzte große Turnier in seiner Karriere.

Dass sich der Torjäger unter der Woche mit der fünften Muskelverletzung der Saison abgemeldet hat, verbessert die Laune der Werder-Bosse nicht. Allofs wünscht sich mehr Ruhephasen für die Bremer "Torgarantie" und kündigt an: "Wir müssen in Absprache mit unseren Ärzten klären, woran die vielen Verletzungen lagen." Mit Pizarros Peru-Plänen muss sich der Werder-Boss notgedrungen arrangieren.

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