Werder Bremen Ärger und Personalsorgen bei der Eintracht

Bremen. Am 8. August 2009 sorgte Eintracht Frankfurt für die wohl größte Überraschung des ersten Bundesliga-Spieltags, als sie 3:2 bei Werder Bremen gewannen. Es war der perfekte Einstand für Trainer Michael Skibbe. Am Sonnabend steht nur das Rückspiel an.
13.01.2010, 15:29
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Ben Binkle

Bremen. Am 8. August 2009 sorgte Eintracht Frankfurt für die wohl größte Überraschung des ersten Bundesliga-Spieltags, als sie 3:2 bei Werder Bremen gewannen. Es war der perfekte Einstand für Trainer Michael Skibbe, der im Sommer Friedhelm Funkel bei den Hessen abgelöst hatte. Doch dann kam es, wie es in Frankfurt seit Jahren kommt: Die Eintracht tauchte ins graue Mittelfeld ab.

Sechs Siege, sechs Remis, fünf Niederlage, 24 Punkte, Tabellenplatz zehn. Frankfurt steht da, wo sie seit dem Wiederaufstieg 2005 immer standen: Im mehr oder weniger gesicherten Mittelfeld. Überraschungen gab es nach dem Coup an der Weser ebenfalls nicht mehr von Skibbes Team. Vier der fünf weiteren Saisonsiege wurden gegen schlechter platzierte Teams eingefahren, zudem wurde der punktgleiche Tabellennachbar Mainz 05 besiegt. Skibbes Eintracht steht da, wo auch Funkels Eintracht stand.

Im Winter wurde es dann aber einmal laut am Main. Als der von Skibbe angepeilte Transfer von Rafik Djebbour aus finanziellen Gründen platzte, drohte der Trainer offen mit seinem Abschied - sehr zum Unmut von Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Dem Disput folgte dann der Schulterschluss, doch ändert dies nichts an Skibbes Einschätzung: "Ich mache mir große Sorgen. Wir gehen gehandicapt in die Rückrunde."

Es war keine optimale Wintervorbereitung für die Eintracht. Wichtige Spieler wie Martin Fenin, Aleksander Vasoski und Zlatan Bajramovic fehlten im Trainingslager in Belek, zudem ist Stürmer Ioannis Amanatidis weiter das große Sorgenkind. Der Grieche, der zum Auftakt gegen Werder noch doppelt getroffen hatte, kam verletzungsbedingt nur zu acht Einsätzen und liegt weiter auf Eis. Nach einer Knie-OP ist Amanatidis in der Reha, ein Comeback-Termin steht noch nicht fest.

Die Suche nach einem Ersatz für den noch immer drittbesten Torschützen im Eintracht-Team läuft bislang erfolglos. Der Algerier Djebbour kommt nicht, das Geld ist knapp und die Zeit drängt. Zumindest gegen Werder am Sonnabend muss sich Skibbe mit seinem "ausgedünnten" Kader begnügen. Neben Nikos Liberopoulos, bei nur einem Tor in 14 Spielen alles andere als ein Torjäger, wird wohl erneut Alexander Meier stürmen. Und immerhin gab es von dem Offensiv-Allrounder eine frohe Kunde: Meier verlängerte im Winter seinen Vertrag bei der Eintracht bis 2014.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+