Werder kämpft um Johannes Eggestein Auch ManU will Werders Top-Talent

Werder hat mit Johannes Eggestein (17) einen Ausnahmekönner im Klub, doch dessen Vertrag läuft im Sommer aus. Mehrere Top-Klubs sollen um den Stürmer buhlen - aber auch Werder rechnet sich Chancen aus.
24.02.2016, 00:00
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Auch ManU will Werders Top-Talent
Von Thorsten Waterkamp

Kürzlich hat Johannes Eggestein mal wieder alles richtig gemacht. Im Spitzenspiel der A-Jugend-Bundesliga traf er für Werder gegen RB Leipzig dreimal.

Der Besuch von der Insel ist ein Indiz dafür, wie viel Talent in dem 17-Jährigen vermutet wird. Schon in Zahlen lässt es sich gut ausdrücken: zehn Tore in 18 U 17-Länderspielen, viermal erfolgreich in nur vier Partien bei der U 17-WM, 22 Treffer in gerade einmal 16 Spielen der A-Jugend-Bundesliga. Das macht neugierig.

Für Werder ist das Interesse der anderen – neben ManU sollen auch Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund um den U 17-Nationalspieler buhlen – Fluch und Segen zugleich. Nun haben sie mit dem jüngeren Bruder von Maximilian Eggestein offenkundig einen Ausnahmekönner im Klub, doch dessen Vertrag läuft im Sommer aus – und Gespräche über eine Verlängerung gestalten sich ob der namhaften Mitbewerber um Eggesteins Gunst schwierig. Was hat Werder dieser Konkurrenz überhaupt entgegenzusetzen?

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Ob Eggestein, der 2013 vom TSV Havelse zu Werder kam, derart freie Bahn in Manchester hätte, darf bezweifelt werden. Dort müsste er sich vermutlich über Ausleihen an Zweit- oder Drittligisten beweisen. In der Bundesliga sähe das anders aus, doch auch in Dortmund oder Leverkusen gäbe es genügend Konkurrenz auf Spitzenniveau. Andererseits: In Leverkusen hat sich zum Beispiel ein Julian Brandt etabliert. Der gebürtige Bremer, der Werder einst durch die Lappen ging, ist gerade einmal 19 und kommt in der aktuellen Saison schon auf 18 Bundesliga-Einsätze. Er wäre ein direkter Konkurrent für Eggestein.

"Wir werden das jetzt forcieren"

Das größte Bremer Manko aber ist die ungewisse sportliche Zukunft. Ist Werder in sechs Monaten noch erstklassig? Wird der Trainer dann noch Viktor Skripnik heißen? Und was gilt Eichins Zusage, Eggestein keine Konkurrenz vor die Nase setzen zu wollen, wenn ein neuer Chefcoach andere personelle Planungen fordert? Fragen, die sich auch Eggestein und sein Berater stellen dürften. Sei es drum: Werder verhandelt, die Gespräche sind nach Ende der Wintertransferzeit im Gang. „Wir werden das jetzt forcieren“, verspricht Eichin.

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