Werder Bremen Bargfrede bleibt bis 2014

Bremen. Jetzt ist im Prinzip nur noch eine Frage offen: Behält er die Rückennummer 44? Wobei: Die Frage nach der Rückennummer ist von untergeordneter Bedeutung. Viel wichtiger ist: Philipp Bargfrede verlängert seinen Vertrag bei Werder vorzeitig bis 2014.
27.04.2010, 14:29
Lesedauer: 2 Min
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Bargfrede bleibt bis 2014
Von Marc Hagedorn

Bremen. Jetzt ist im Prinzip nur noch eine Frage offen: Behält er die Rückennummer 44? Oder nimmt er künftig vielleicht die '5' oder die '7', die bei Werder ja noch nicht vergeben sind. Wobei: Die Frage nach der Rückennummer ist von untergeordneter Bedeutung. Viel wichtiger ist: Philipp Bargfrede verlängert seinen Vertrag bei Werder vorzeitig bis 2014. Zwischen Spieler und Verein ist alles klar, die Unterschriften könnten laut Bargfrede noch in dieser Woche unter die Papiere gesetzt werden. Werder bindet damit seinen Senkrechtstarter der Saison langfristig.

Im Moment trägt Philipp Bargfrede die Rückennummer 44. Bei Profiklubs sind solch hohe Ziffern in der Regel für Ergänzungs-, Amateur- oder Nachwuchsspieler vorgesehen. Als Nachwuchsspieler könnte Philipp Bargfrede sogar noch durchgehen, er ist erst 21. Aber über den Status des Amateur- beziehungsweise Ergänzungsspielers ist er lange hinaus. So gesehen wird die Rückennummer 44 der Bedeutung von Philipp Bargfrede für Werder gar nicht mehr gerecht, und er müsste zur neuen Saison eigentlich ein grünes Trikot mit der '5' oder der '7' überziehen. Philipp Bargfrede ist unverzichtbarer Bestandteil der Werder-Stammmannschaft.

Warum hätte er Bremen überhaupt verlassen sollen? Hat sich Philipp Bargfrede auch gefragt und schnell eine Antwort gefunden. 'Andere Klubs kamen nicht in Frage', sagt er, 'denn bei Werder kann ich mich gut entwickeln.' Wie gut, das hat diese Saison gezeigt. In weniger als sechs Monaten hat Philipp Bargfrede es geschafft, sich unentbehrlich zu machen. Nach einer starken Vorbereitung im vergangenen Sommer wechselte ihn Cheftrainer Thomas Schaaf am ersten Bundesliga-Spieltag gegen Eintracht Frankfurt ein, seit dem vierten Spieltag stand er bis zu seiner Verletzung kurz vor dem Ende der Hinrunde immer in der Anfangsformation. Und das trotz gestandener Konkurrenten wie Tim Borowski, 2006 für Deutschland noch WM-Teilnehmer, oder Daniel Jensen, der mit Dänemark in ein paar Wochen zur WM nach Südafrika fährt. Auch als er sich nach längerer Verletzungspause Ende Februar wieder gesund meldete, dauerte es nur ein paar Trainingseinheiten, ehe er seinen Stammplatz zurück hatte.

Das passt zum Spielertypen Philipp Bargfrede. Er besitzt eine sehr gute Technik, was manchmal aber gar nicht so auffällt, weil andere Dinge in seinem Spiel erstmal mehr hervorstechen: seine Dynamik am Ball, sein Biss im Zweikampf, sein enormes Laufpensum, das er absolviert. Die Tempofußballer Aaron Hunt, Marko Marin und Mesut Özil können Philipp Bargfrede bedenkenlos in ihre Kombinationen miteinbinden, ohne dass es zu einem Bruch in Werders Direktpassspiel kommt. Philipp Bargfrede gefällt diese Art von Fußball, von Haus aus ist er ein offensiver Mittelfeldspieler. 'Das war ich bis zum Sommer meine ganze Karriere lang', hat er kürzlich dieser Zeitung erzählt.

Thomas Schaaf indes sieht ihn im Mittelfeld lieber ein Stückchen weiter hinten. Das Duo Torsten Frings/Philipp Bargfrede ist die erste Option des Trainers, wenn es gilt, das Mittelfeld dichtzumachen. An der Seite des robusten Mannschaftskapitäns Torsten Frings bringt der robuste Aufsteiger Philipp Bargfrede seine physischen Qualitäten am besten ein. Sehr zur Freude der Werder-Fans wird er das nun noch ein paar Jahre länger tun.

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