Werder II Bremer Pannenschau in Erfurt

Erfurt . Vielleicht liegt es ja auch am Spieltag. In der vergangenen Saison verlor Werder II in der vierten Runde der 3. Liga nach einer unterirdischen Leistung mit 0:4 in Kiel. Am Sonnabend setzte es ein 1:2 (0:1) bei Rot-Weiß Erfurt .
08.08.2010, 06:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Erfurt . Vielleicht liegt es ja auch am Spieltag. In der vergangenen Saison verlor Werder II in der vierten Runde der 3. Liga nach einer unterirdischen Leistung mit 0:4 in Kiel. Am Sonnabend setzte es ein 1:2 (0:1) bei Rot-Weiß Erfurt .

Das Ergebnis ist erträglicher für die Bremer - das Spiel war es nicht. 'Maßlos enttäuscht', zeigte sich Trainer Thomas Wolter dann auch angesichts einer Partie, in der seine Mannschaft eigentlich keine Chance auf einen Sieg hatte.

Dabei schienen die Voraussetzungen doch eher für den Gast zu sprechen: Das 1:1 gegen Aalen mit einem Gegentor in der Schlussphase am Dienstag sollte das Selbstvertrauen stärken - und zudem ging es gestern zu einem Gegner, der schlecht in die Saison gestartet war. Doch dass Erfurt mit einem Zähler aus drei Partien noch auf den ersten Sieg wartete, merkte man der Elf nicht an. Der Gastgeber war aktiv, übte Druck aus und besaß bereits in den Anfangsminuten gute Chancen. Diesen Auftakt verdankten die Rot-Weißen einerseits ihrer Motivation, andererseits wurde er begünstigt durch schwache Bremer. 'Wir waren einfach nicht da' meinte Wolter. Verunsichert und bisweilen sogar lustlos stolperte sein Team über den Rasen. Schon nach 14 Minuten lag man 0:1 zurück.

Ihren Höhepunkt fand die Bremer Pannenschau in der 41. Minute: Bereits mit einer Gelben Karte verwarnt, legte Innenverteidiger Dominic Schmidt den Erfurter Marcel Reichwein an der Seitenlinie. Weil er mit der Entscheidung des Schiedsrichters auf Foulspiel nicht einverstanden war, sah Schmidt anschließend die zweite Gelbe Karte, musste gehen und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst. Doch wenn man so will, brachte er die Kollegen auch etwas in Schwung. In Unterzahl steigerten die Bremer nämlich zumindest ihre Laufbereitschaft und zeigten in dieser Hinsicht 'Charakter' (Wolter) - an Torchancen der Gäste hatten sich die Erfurter Zuschauer dagegen auch nach rund einer Stunde noch nicht gewöhnen müssen.

Die besaß weiterhin nur Erfurt, und deren beste wurde vom besten Bremer vereitelt: In der 56. Minute parierte Felix Wiedwald einen Strafstoß von Reichwein. Dass dem eingewechselte n John Thöle der Ausgleich gelang, kam den meisten Erfurtern deshalb wie ein schlechter Scherz vor. Für Thomas Wolter kam der Treffer dagegen 'vielleicht einen Tick zu früh.' Man ahnt es: Der überlegene Gastgeber hatte noch genug Zeit, um die Verhältnisse gerade zu rücken und traf zum hoch verdienten Sieg.

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