Werder Bremen in München Der Nord-Süd-Gipfel wird zur Routine

Bremen. Bayern gegen Werder - diese Paarung steht für Rivalität, packende Duelle und guten Fußball. Nicht einmal vier Monate nach dem letzten Duell ist es am Sonnabend wieder soweit: Werder tritt bereits zum dritten Mal in diesem Jahr gegen den Rekordmeister an.
10.09.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Bayern München gegen Werder Bremen - diese Paarung steht für Rivalität, packende Duelle und guten Fußball. Am Sonnabend (18.30 Uhr im Liveticker), nicht einmal vier Monate nach dem letzten Duell, ist es wieder soweit: Werder tritt mit großen Personalsorgen beim Rekordmeister an der Isar an. Es ist bereits der dritte direkte Vergleich seit Jahresbeginn, aber noch nicht das letzte Duell in 2010.

An das letzte Duell der beiden Dauerrivalen denkt man nur in München gerne zurück - es war das für Werder bittere 4:0 im DFB-Pokalfinale. Es war eine Demonstration Münchner Selbstvertrauens und Spielkunst, Werder kam über die Rolle des überforderten Sparringspartner nicht hinaus. "Jetzt ist eine neue Saison", wischt Trainer Thomas Schaaf auch die letzten Erinnerungen an das Debakel vom Tisch, die Niederlage vom Mai bedeute gar nichts für das anstehende Spiel.

Die Karten werden neu gemischt - wohl auch, weil die Bayern am Sonnabend ohne Arjen Robben auskommen müssen. Zwar geht Schaaf aus gutem Grund davon aus, dass sich die Offensive des Rekordmeisters auch ohne den verletzten Niederländer sehr stark präsentieren wird, doch ist Robben der Superstar im Münchner Ensemble. Oft genug machte er im Vorjahr den Unterschied, so auch in den Partien gegen Werder. Beim 3:2-Erfolg der Bayernin der Rückrunde spielte der pfeilschnelle Angreifer seinen überforderten Gegenspieler Aymen Abdennour schwindelig und schoss zudem noch das späte Siegtor. Im Pokalfinalewar erneut Robben der beste Mann auf dem Platz.

6500 Werder-Fans reisen mit nach München

Am Sonnabend, so viel ist klar, wird es zumindest in Sachen "Mann des Spiels" anders kommen. Robben ist seit der WM, bei der er ebenfalls zu den großen Stars zählte, verletzt. Trainer Louis van Gaal hat allerdings genug Optionen. Toni Kroos, Ivica Olic, Franck Ribery, Miroslav Klose und Thomas Müller - Münchens Offensive gehört auch ohne den Tempodribbler noch zur Weltklasse. Und dass Werders komplette Innenverteidigung mit Per Mertesacker und Naldo ausfällt, macht die Sache für die Bremer nicht leichter.

Sollte Werder in München verlieren, bietet sich schon bald die Chance zur Revanche. Schon am 26. Oktober muss Bremen in der zweiten DFB-Pokalrunde erneut in der Allianz-Arena ran. Die Neuauflage des Vorjahres-Finals ist dann das vierte Duell der Rivalen binnen zehn Monaten. Der Klassiker wird langsam zur Routine, die Fans sind aber nach wie vor heiß auf den Nord-Süd-Gipfel. So darf sich Werder am Sonnabend auf die lautstarke Unterstützung von 6500 Fans freuen. Der Verein hat das komplette Auswärts-Kartenkontingent an den Mann gebracht.

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