333 schönste Werder-Erlebnisse Die besten Geschichten unserer Leser (11)

Bremen. Der WESER-KURIER sucht die schönsten, skurrilsten und witzigsten Geschichten rund um Werder Bremen. Viele Leser haben uns schon geschrieben, machen auch Sie mit - die besten Erlebnisse werden dann in einem Buch veröffentlicht.
15.08.2010, 14:00
Lesedauer: 15 Min
Zur Merkliste

Bremen. Der WESER-KURIER sucht die schönsten, skurrilsten und witzigsten Geschichten rund um Werder Bremen. Viele Leser haben uns schon geschrieben, machen auch Sie mit - die besten Erlebnisse werden dann in einem Buch veröffentlicht.

Mehr zu der Aktion finden Sie hier.

Hier sind die Geschichten unserer Leser:

---

28. Februar 1989: Es war der Vorabend des Viertelfinalspiels im Europapokal der Landesmeister und Werder erwartete den AC Mailand mit den Europameistern Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank Rijkaard. In der Stadt waren der Stolz sich nach der Meisterschaft 1988 mit den ganz Großen messen zu dürfen und die Anspannung, ob Werder gegen die seinerzeit stärkste Mannschaft Europas mithalten kann, an jeder Ecke spürbar. Es schien so als gäbe es in Bremen nur ein Thema und auch ich dachte gerade an das innerhalb kürzester Zeit ausverkaufte Spiel als ich durch die Sögestraße ging. Ich war enttäuscht, dass ich keine Eintrittskarte mehr bekommen hatte und überlegte, was ich machen kann, denn ich wollte diese historische Begegnung auf keinen Fall verpassen.

Plötzlich fiel mir in der Nähe der Schweine eine Gruppe südländisch aussehender Herren in teuren Anzügen ins Auge und ich war neugierig, ob es sich hierbei um italienische Fußballfunktionäre handelt. Dessen war ich mir schnell sicher, denn ich entdeckte auch Willi Lemke, der den Gästen die Stadt zeigte. Was dann in mich, den eher schüchternen Zivildienstleistenden, der ich damals war, gefahren ist, kann ich mir heute nicht genau erklären. Ich ging nämlich spontan auf den Werder-Manager zu und fragte ihn, ob es noch irgendeine Möglichkeit gäbe, für morgen an Karten zu kommen. Darauf hin antwortete er „Anundfürsich nicht!“, grinste und griff in seine Manteltasche. Und ehe ich mich versah drückte er mir mit den Worten „Viel Spaß morgen Abend!“ eine Stehplatzkarte in die Hand. Ich war sprachlos und konnte mein Glück kaum fassen.

Das Spiel endete eher unspektakulär mit 0:0. Im Rückspiel benötigte der AC Mailand dann einen zweifelhaften Elfmeter um sich mit 1:0 durchzusetzen. Somit konnten wir Bremer uns damals immerhin damit trösten sehr unglücklich gegen den späteren Titelträger ausgeschieden zu sein. Aber das empfand ich gemessen an meinem persönlichen Erlebnis als eher nebensächlich...

Jörn Gattermann, Weyhe

---

Es geschah am 14. Mai 1966. Im Bremer Weserstadion stand ich als junger 25jähriger BW-Soldat auf der damals noch Nord-Stehtribüne! Werder gegen Dortmund! In der 89. Minute 1:0 Werder, der Sieg.

Welchen ich aber nicht mehr erlebte. Und das kam so: In letzter Minute, angereist aus Kaserne Barme, noch in Uniform, wusste keiner aus der Familie wo ich war, einschließlich meiner hochschwangeren Ehefrau Dorothee! Mein Schwager hatte vielleicht so eine Ahnung, und mobilisierte den damaligen Stadionsprecher Richard Oßenkop. Etwa zehn Minuten vor der Halbzeit folgende Durchsage: Achtung, Achtung: Herr Dieter Fink aus der Bexhöveder Str. 22, sofort in die Entbindungsstation des grossen Krankenhauses St. Jürgenstraße kommen. Um mich herum die Leute: Mann was für´n Fan, wo läufter denn? Bis zur Halbzeit blieb ich eisern stehen. Angekommen im Krankenhaus, grosse Überraschung: Falscher Alarm! Meine Tochter Sabine ließ sich noch 14‚Tage Zeit! Nachzulesen Archiv Weser-Kurier und Bremer Nachrichten vom Montag 16. Mai 1966.

Dieter und Dorothee Fink, Bremen

---

Uns ist 2005 folgendes passiert: Ich fuhr am 21. Dezember 2005 nach Hannover um mir das DFB-Pokalspiel Hannover 96 gegen Werder Bremen anzusehen. Beim Einlaß herrschten Hektik und Gedränge weil noch viele Menschen ins Stadion wollten. Die automatische Drehtür akzeptierte meine Eintrittskarte trotz mehrerer Versuche nicht. Daraufhin ließ mich ein Ordner durch eine Tür daneben ins Stadion und ich freute mich auf einen guten Sitzplatz auf ein spannendes Spiel. Da kam ein Zuschauer und behauptete ich säße auf seinem Platz. Was war passiert? Ich war auf einer alten Eintrittskarte vom Punktspiel im Oktober ins Stadion gelangt, die gültige Karte lag zuhause in Bremen. Freude kam dann doch noch auf, denn von einem Stehplatz sah ich den 4:1 Sieg der Grün-Weißen.

Peter Dassler, Bremen

---

Seinerzeit war Rune Bratseth ein gefeierter Spieler der Werderelf. Drum nannte ein Elternpaar den 1996 geborenen Sohn Rune. Eines Tages im Jahre 1999 steht das Ehepaar nebst Sohn in der Halle des New-York-Airport. Auf der Breitwand ist ein Match des American Footballs zu sehen. Rune erkennt einen Ball und viele umherlaufende Männer. Seine Augen leuchten, und voller Begeisterung ruft er lauthals: „Werder, Werder!“

Bodo Dierk, Bremen

---

Vor etlichen Jahren war, wie vielen sicherlich noch bekannt, bei Werder der Profifußballer Norbert Meier unter Vertrag. Aufgrund der Namensgleichheit mit mir und der Tatsache, dass es in dem damaligen Bremer Telefonbuch nur eine Eintrag „Norbert Meier“ mit meiner Adresse gab, erhielt ich gelegentlich Post, die für den Fußballer Norbert Meier bestimmt war. Eines Tages erhielt ich einen Brief mitsamt den Gehaltsabrechnungen des Profis Norbert Meier. Selbst dem SV Werder war wohl die richtige Anschrift ihres Angestellten nicht bekannt. Naturgemäß habe ich den ja an mich gerichteten Brief geöffnet, da ja nicht ersichtlich war, dass er nicht für mich bestimmt war. Daraufhin habe ich mich beim SV Werder telefonisch gemeldet, um den Sachverhalt zu klären und um weitere Zustellungen an mich zu verhindern. Anfängliches Unverständnis (wieso haben sie denn die Post geöffnet?) dann aber einsichtig (Erklärung siehe oben) bat man darum, dass die genannten Gehaltssummen nicht publik gemacht werden. Für mich war dies eine Selbstverständlichkeit. Der SV Werder bot folgenden Weg an: Zum nächsten Heimspiel sollte ich eine Freikarte erhalten und die Gehaltsabrechnung in „getreue Hände“ übergeben. Es geschah dann auch, Gehaltsabrechnung und Ticket wechselten am nächsten Spieltag, an der Kasse, ihren Besitzer.

Norbert Meier, Weyhe

---

Es war Mitte der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts, kurz nach Kriegsende. Oberliga-Zeiten. Werder wollte seinen Zuschauern vor der neuen Saison einen Fußball-Leckerbissen bieten: Die Mannschaft Athletico Minero aus Brasilien war zu einem Freundschaftsspiel eingeladen worden. Das Stadion war proppevoll. Noch bevor die Werderaner zum Aufwärmen erschienen, waren die Brasilianer schon da. Sie boten dem Publikum etliche Kostproben ihres technischen Könnens. Man merkte ihnen die Freude bei Umgang mit dem Ball an. Natürlich war auch Show angesagt. Als schließlich auch die grün-weißen Farben sichtbar wurden, kam als erster der Ex-Nürnberger Pöschl, mit seinem Ball jonglierend, aufs Spielfeld. Er war dabei sehr geschickt und hatte sofort die Zuschauer auf seiner Seite. Mit seiner kleinen Provokation wollte er den Brasilianern sicherlich zeigen, wie selbstbewußt die neue Werdermannschaft das Spiel angehen wird. Das Spiel war sehr gut. Werder erwies sich als schwieriger Gegner für die Südamerikaner. Das Ergebnis habe ich leider vergessen, ich meine aber, daß Werder gewann. Das Spiel werde ich nie vergessen.

Reelf Menkhoff, Osterholz-Scharmbeck

---

Es war ein Sonnabend im Mai 1966, ein heißer Frühlingstag. Seit Jahren hatte ich eine Dauerkarte und ging regelmäßig mit meinem Schwager zu den Werder-Heimspielen ins Stadion. Diesmal ging es gegen den 1. FC Nürnberg, aber mich plagten heftige Bauchschmerzen. Als ich meinen Schwager anrief um abzusagen sagte er mir: Ob du zuhause Schmerzen hast oder im Stadion, das wäre ja wohl egal. Dies hatte mich überzeugt und wir verabredeten uns. Vorsichtshalber ging ich nochmal zu meinen Hausarzt Dr. Bollmann. Dieser stellte folgende Diagnose: entweder sie haben starke Blähungen oder eine Blinddarmreizung. Er gab mir etwas gegen Blähungen und eine Einweisung ins Krankenhaus mit. Auf dem Weg von der Sielwallfähre wurde mir in der Hitze schon etwas mulmich. In der Halbzeit war es dann soweit und mir wurde schlecht und ich kollabierte. Von den Sanis wurde ich ins St. Jürgen-Krankenhaus gebracht. Mein Schwager, der mitgefahren war, hatte mich dort einmal aus seinen Augen verloren und fragte eine Schwester nach mir. „Der wird gerade rasiert“ sagte sie. Darauf mein Schwager: „Das ist doch ein gepflegter Mann, der rasiert sic jeden Tag.“ Als ich aus der Narkose erwachte, war ich meinen Blinddarm los und Werder hatte 1:0 gewonnen. Am nächsten Tag berichtete der Weser-Kurier über einen Werder-Fan, der trotz Krankenhauseinweisung das Spiel nicht versäumen wollte.

Reinhard Walter, Bremen

---

Anfang der 50er Jahre lud mich mein Onkel zu einem Werder Spiel gegen den HSV nach Bremen ein.In Brake 1941 geboren kannte ich damals nur den VfL , TuS und RSV Brake.Also fuhr ich mit der Bahn,in Hude umsteigen,erwartungsvoll nach Bremen.Am Hbf,wurde ich mit der Frage,ob ich denn wohl eine Bockwurst und eine Brause möchte,empfangen,natürlich mochte ich.Mit dem Freund meiner Cousine,der in A-Jugend bei Werder spielte,ging es zum Weser-Stadion und ich erlebte zum ersten Mal ein Spiel in der Oberliga-Nord und das war schon aufregend !! Werder gewann das Spiel gegen den HSV,was damals wirklich nicht häufig vorkam.Am Hbf.wurde ich wieder verabschiedet,aber nicht ohne nochmal zu zwei Bockwürsten mit Salat und Brause "genötigt" zu werden.Da saß ich nun glücklich über diesen Sieg im Zug nach Brake,mit Umsteigen in Hude,hatte zwar Bauchschmerzen und mir war schlecht,aber stolz wie ein König !

Gero Gerdes

---

Es war der 34. Spieltag der Saison 2005/2006. Werder hatte ein Auswärtsspiel in Hamburg, welches von der Brisanz kaum zu überbieten war. Beide Mannschaften hatten die Möglichkeit den zweiten Tabellenplatz zu erreichen und sich damit direkt für die Champions-League zu qualifizieren.

Wir machten uns zu zweit auf den Weg nach Hamburg. Wir waren guter Dinge dort den direkten Einzug in die CL klar zu machen. In Hamburg angekommen, über Stellingen zu Fuß zum Stadion, begaben wir uns zum Ticketschalter, wie das Jahr zuvor, wo wir unsere Schiedsrichterkarten abholen wollten. Doch als wir von weitem bereits die ca. 200m lange Schlange sahen, ahnten wir schon, dass dies nicht gut gehen konnte. Nach einer halben Stunde wurden die Leute immer nervöser und uns wurde klar, dass wir heute mit unseren Schiedsrichterausweisen keine Karte bekommen würden. Schließlich wurde der Schalter auch geschlossen und alle Karten waren vergeben.

Nun waren wir ratlos. Wir stellen uns die Frage, was wir nun machen sollten. Wir hatten ungefähr 30 Euro Bargeld mit und niemand konnte uns sagen, wo sich der nächste Geldautomat befindet, um Geld abzuheben, um uns noch Karten kaufen zu können. Wir unterhielten uns noch mit einigen Werderfans und auch mit unserem Stadionsprecher Stolli. Nachdem er uns unsere Verzweiflung ansah, drückte er uns 50€ in die Hand und wir tauschten unsere Adressen aus, um ihm das Geld zurück zu überweisen. Wir hatten wir eine kleine Hoffnung und besser gelaunt irrten wir auf dem Stadiongelände herum und schauten uns die ganze Zeit nach Karten um. Plötzlich wies uns jemand darauf hin, dass sich in der „Colour Line Arena“ ein Geldautomat befindet, wir rannten sofort dort hin und plünderten das Konto. Nun hatten wir genug Geld um uns zwei Karten zu kaufen. Als wir kurz vor Anpfiff unsere zwei Eintrittkarten besaßen, war die Freude riesig und wir gingen zum Gästeblock, wo wir das ganze Spiel verfolgten. Schließlich sahen wir ein klasse Nordderby in dem Werder verdient siegte. An dem Tag war das Glück ganz auf unserer Seite, nicht nur das wir unsere Karten noch bekommen haben, sondern auch das Ailton kurz vor Schluss, eine 100% Chance für Hamburg nicht verwertete. Ein unvergessliches Erlebnis, das geprägt von anfänglicher Enttäuschung bis hin zur exzessiven Freude über den Sieg gegen den Hamburger SV und den tollen Erlebnissen dieses Tages war.

O.R. und M.S.

---

Wir haben eine traumhafte Erinnerung an der Werder-Ball 1997 im damaligen Marriot Hotel in Bremen. Am Eingang kauften wir zwei Lose für die Tombola und haben dann den Abend mit Tanzen und klönen verbracht. Wir haben uns dann auch mit mehreren Werderspielern sehr nett unterhalten. Nachdem die Ziehung der Gewinne erfolgte, welche wir aber nicht verfolgt hatten denn wir saßen an der Bar, sind wir dann morgens gegen ein Uhr nach Hause gefahren, haben uns zwar noch über die Ziehung der Gewinne unterhalten und waren beide der Meinung, wir hätten sowieso nichts gewonnen. Am darauf folgenden Montag, ich war bereits im Büro, rief mich meine Frau ganz aufgeregt an und teilte mir mit, dass wir den Hauptgewinn, eine Kreuzfahrt mit der „MS Europa“ gewonnen hätten, was ich zunächst natürlich nicht geglaubt habe. Im Weser-Kurier gab es den Bericht über den Werderball und gleichzeitig der Aufruf „Wo steckt nur das Los Nummer 1014?“, der Hauptgewinn, nämlich eine Kreuzfahrt mit der „MS Europa“. Und es war tatsächlich unser Los, das gesucht wurde. Helle Aufregung bei meiner Frau und mir. Die Losnummer 1014 war von der „Glücksfee“ Frau Eva Dörner (Gattin des damaligen Trainers Dixie Dörner) am Samstagabend gezogen worden, und man wartet ungeduldig auf den Hauptgewinner, der aber nicht erschienen war und das war ein Novum auf einem Werder-Ball. Ich habe mich dann umgehend telefonisch mit Werder Bremen in Verbindung gesetzt und wir wurden noch am gleichen Tag ins Weser Stadion zur feierlichen Übergabe der Reisedokumente eingeladen. Wir standen auf dem Spielfeld, welches ich eigentlich nur von der Tribüne kannte, und das war schon ein einmaliges Erlebnis. Auf dem Spielfeld nahmen wir dann, total aufgeregt, unseren Preis entgegen, überreicht durch Herrn Barkhausen und einem Vertreter vom Reisebüro. Einige Wochen später haben wir dann die Kreuzfahrt angetreten, es war gleichzeitig unsere erste gemeinsame Kreuzfahrt und unsere verspätete Hochzeitsreise, und es sollten noch viele Kreuzfahrten folgen. So haben wir immer noch eine sehr enge Bindung an Werder Bremen und sind natürlich große Werderfans geworden und geblieben, und besuchen auch weiterhin jeden Werderball und verfolgen jedes Spiel mit Interesse. Auf jeder Kreuzfahrt trinken wir ein Gläschen auf unseren Verein Werder Bremen.

Bärbel und Heiner Niehoff, Bremen

---

Meine Frau und ich waren in Bad Salzuflen zur Asthmabehandlung. Bei einem Spaziergang kam Manager Willi Lemke im BMW vorgefahren. Wir sprachen ihn an, und erhielten ein Bild mit Autogramm! Die ganze Werdermannschaft kam aus dem Hotel. Sie mußten zum Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld antreten. Machte Fotos und erhielten auch Autogramme. In meinem Urlaubsbuch findet sich folgende Eintragung: Sonnabend 23. Januar 1982. Werder Bremen Aufstellung: Burdenski (Tor), (Reserve Klaus Funk?), Fichtel, Okudera, Rigobert Gruber, J. Otten, Kalli Kamp, Benno Möhlmann, Rautiainen der Finne, Uwe Reinders, Erwin Kostedde, Norbert Meier (Thomas Schaaf war auch dabei und Trainer Otto Rehhagel!). 2. Halbzeit: Noch führt Werder 1:0. Hoffentlich bleibt es so. Wer wohl das Tor geschossen hat? (Meier 20. Minute) Zehn Minuten vor Schluß immer noch 1:0. Zwei Ecken für Werder. Eineinhalb Minuten noch. Werder greift an! Norbert Meier! Schießt das 2:0 in der 89. Minute (flach in die linke Ecke).

Rolf Wagner, Bremen

---

Vorausschicken muß ich, daß ich seit 1950 zum ersten Mal – noch zu Oberligazeiten und als Schülerin – ins Stadion ging und seitdem – teils mit Dauerkarte – ein echter Werderfan geworden bin. Im Oktober 1978 erschien im Werder-Echo folgender Artikel: „Superschuß“-Premiere mit Werder - u. a. stand dort zu lesen: „Die Nummer 11 des Vereins ist heute eine Dame, wobei Manager Assauer den Namen allerdings noch als Geheimnis behandelt.“ Das zu lesen und den Wunsch zu spüren – das wäre ich gerne – war eins. Am nächsten Morgen klingelte das Telefon und mein Mann sagte: „Herr Assauer für dich“. Ich glaubte er mache Spaß, aber ich hörte wirklich die Stimme des Managers, der mich fragte, ob ich Lust hätte, mit nach Saarbrücken zu fahren! Ich konnte es nicht glauben, aber er hatte meinen Namen und Adresse von seiner Sekretärin, bei der ich zu der Zeit immer meine Dauerkarte abholte. Nach einem Gespräch bei ihm in der Geschäftsstelle war alles geregelt und ich fuhr am 19.10.1978 nach Saarbrücken zu einer unvergeßlichen Veranstaltung, wo ich Gelegenheit hatte, Spieler und Offizielle des Vereins persönlich kennen zu lernen, u. a. den unvergessenen Präsidenten Dr. Böhmert.

Anita Knocke, Bremen

---

Es war am Samstag, der 10. April. Glücklich über den Sieg Werder – Freiburg 4:0 traf ich in meiner Fußballstammkneipe auf Simon /11-12 Jahre) und seine Eltern aus der Nähe von Freiburg. Simon machte keinen allzu unglücklichen Eindruck im Gegensatz zu seinen Eltern. Schnell kamen wir ins Gespräch. Es dauerte nicht lange, da hob Simon vorsichtig sein Sweatshirt hoch. Auf was fiel mein Blick? Er trug darunter ein T-Shirt mit dem Werder-Emblem. Da gab´s kein Halten mehr! Es wurden noch tolle ein bis zwei Stunden mit Simon dem Werderfan und seinen Eltern aus der Nähe von Freiburg. Vor wenigen Tagen erhielt ich seinen Bericht, den er extra für das Werder-Magazin verfasst hatte und einen der zauberhaftesten Liebesbriefe, den ich je erhalten habe. Und glauben sie mir, ich habe nicht wenige erhalten. Mein Mann war in dieser Hinsicht auch sehr fleißig. 2009 feierten wir unseren vierzigsten Hochzeitstag im Berliner Olympia-Stadion. Werder – Leverkusen 1:0! DFB-Pokal!

Heidi Schnautz, Bremen

---

Mein schönstes Werder Erlebnis ereignete sich im Jahr 1999 am 12. Juni – Pokalfinale Werder gegen Bayern. Was war das für ein emotional aufwühlendes Jahr! Drei Trainer, von unten in der Tabelle ins Mittelfeld und wieder nach ganz unten, kurz vor Ende der Saison dann die Rettung mit Thomas Schaaf und dann auch noch POKALFINALE! Und dieses als krasser Außenseiter gegen Bayern, die gerade mit 15 Punkten Vorsprung Meister und Vize-Champions League-Sieger waren. Mein bester Kumpel Arnd hatte Malte Jansen und mir Karten besorgt. Allerdings über einen Freund in Gelsenkirchen. Und so saßen wir beide in grün-weiß und mit Werder-Fahne überraschend mitten in der Bayernkurve. Das dramatische Spiel mit früher Werder Führung und späterem Ausgleich der Bayern wurde bekanntlich im Elfmeterschießen entschieden. Und auch das war nichts für schwache Nerven. Nachdem Jens Todt gleich den zweiten Werder Schuss versemmelt hatte und ansonsten alle trafen, brauchte Effenberg nur noch den letzten Schuss verwandeln und Bayern wäre Pokalsieger gewesen. Aber es kam ja anders. Effenberg schoss in die Wolken und Frank Rost wurde zum Helden. Nach Schlusspfiff hatten sich die pöbelnden Bayernfans um uns herum schnell verdrückt und wir standen Fahne schwenkend und genossen das Feuerwerk über dem Olympia Stadion.

Holger Rullhusen

---

Als jetziger Buten Bremer, begann mein Herz für Werder zuschlagen, als ich 1988 als Azubi meine erste Bude am Osterdeich hatte.

Otto Rehagel und sein Team schenkten uns die Wunder von der Weser, und ich war infiziert vom Werdervirus. Das Weserstadtion vor meiner Haustür herrlich. Eines meiner schönsten Erinnerungen war, das ich am Osterdeich lang ging auf dem Weg zur Arbeit und der Mannschaftsbus des FC Bayern vorbei fuhr, da hatte ich Augenkontakt zu Lothar Matthäus “und ich wie ein römischer Imperator gleich den Daumen nach unten gezeigt “, Herr Matthäus grinste und tatsächlich wir haben gewonnen und bekanntlich sind die Siege gegen Bayern die wunderschönsten.

Heute bin ich mit meinen HUNTLOSER WERDERFREUNDEN immer dabei, wir haben diverse Auslandsfahrten begeleitet und für mich persönlich war die Tour 2006 gegen Chelsea ein Highlight. Die englische Stadionatmosphäre ist eine ganz besondere, vor allem andere Werderfans aus dem ganzen Land kennenzulernen gibt eine tolles “ Wir Gefühl “...

Für mich gilt “ Lebenslang Grün Weiß “ in diesem Sinne ein erfolgreiche Saison unter den ersten drei Plätzen.

Hans Dirk Harms

---

Für mich war, und ist, jedes Heimspiel bei Werder ein neues und immer wieder einzigartiges Erlebnis. Es fing 1967 an, als mich mein Vater, beruflich bedingt, immer mit zum Stadion nahm. Er war Zeitungsreporter bei einer grossen Tageszeitung , leitete das Büro in Bremen.

Seit dieser Zeit geniesse ich die Atmosphäre vor allem vor jedem Spiel. Wie die Väter mit ihrem Söhnen, natürlich auch die Mütter.....die tolle Stimmung eines sich füllenden Stadions erleben. Mein Vater prägte mich, seinen Satz werde ich nie vergessen: Lass uns Werder fühlen und zwar lange vor dem Anpfiff .

Nun, mein Vater ist leider schon verstorben. Aber nun habe ich selbst drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Seit 1998 gehe ich nun als Vater mit meinen Kindern zu jedem(fast) Heimspiel und zu vielen Auswärtsspielen. Mit meinem Vater saß ich in der Südkurve, mit meiner Tochter in der Nordgraden,mit meinen Söhnen in der alten Ostkurve, nun in der Westkurve . Alle Bereiche haben ihren Reiz , wir wollen immer wieder hierher, ins Leben. Die Tradition , lange vor dem Spiel, Werder zu fühlen habe ich weiter geführt. Meine Kinder lieben es, mit Fahnen und Schal das "Leben" des Stadions zu erleben. Wir fahren mit dem Fahrrad, dem Zug, dem Bus oder dem Auto. Die Stimmung unter uns Werderfans ist toll, jeder hat die Songs, die Fangesänge im Ohr . Alle lachen, Vater und Söhne und Vater und Tochter. Aber, und gerade deswegen, lange vorher, die Begeisterung fühlen auch nach einer Niederlage, immer wieder hierherkommen jetzt auch mit meiner neuen Frau....den SVW leben und erleben , als Mitglieder die Tradition fortführen, lange Zeit.

Dr. Sören Arens

---

Eigentlich interessiere ich mich nicht so sehr für Fußball. Von Werder-Bremen wusste ich zu der Zeit nicht all zuviel, außer, dass sie immer oder jedoch meistens in grünen Trikots spielten. Bei meinem Mann sah das ein wenig anders aus. Das ist schon, ein echter Werder Fan gewesen. Besuche im Stadion gehörten dazu und dabei habe ich ihm einmal ganz schön geschockt.

Und das kam so: Im November 1968 kam unser Sohn Christoph zur Welt. Mein Mann wurde immer unruhiger, er wollte auch mal wieder ins Stadion. Am 1. Februar 1969 hatte er dann die Möglichkeit dazu. Er hatte von Seppl Piontek, die beiden arbeiteten in einer Firma, eine Freikarte bekommen und zwar für das Spiel gegen den Erzrivalen aus Hamburg, dem HSV. Bei den Hamburgern spielten damals u.a. Uwe Seeler, Charly Dörfel und Willi Schulz. Auf diese freute er sich besonders. Er zog dann los und ich habe mich um unseren Junior gekümmert.

Wie bei Baby`s so üblich, fällt viel Wäsche an. Ich hatte diese im Hof zum trocknen aufgehängt. Als ich wieder vor der Wohnungstür stand, ich hatte diese offen gelassen, stand ich vor der verschlossenen Tür, denn sie war zugeschlagen. Ein glühend heißer Schreck ging durch meinen Körper, denn ich hatte keinen Schlüssel mitgenommen. Junior allein in der Wohnung und Tür zu und Mann im Stadion. Wat nu? Alarmierte Nachbarn konnten auch nicht helfen, aber die hatten wenigstens ein Telefon.

Kurz entschlossen habe ich dann im Stadion angerufen und meinen Mann ausrufen lassen. Das ging auch ganz problemlos. Hierfür, nach 41 Jahren, meinen herzlichen Dank an den SV Werder.

Nach einer endlosen Zeit, so schien es mir, war er dann auch ganz schnell zu Hause und die missliche Situation war gerettet. Sohnemann lag glücklich und zufrieden im Bettchen. Später wurde er noch öfter auf diese Durchsage angesprochen. Übrigens, Ende gut, alles gut. Das Spiel endete 1:1. Heute haben wir einen Enkel, 8 Jahre alt, der sehr interessiert an Werder ist.

Ingrid Möllering

---

Schicken Sie uns ihr Werder-Erlebnis!E-Mail: werdererlebnisse@weser-kurier.de; Fax: 0421/36711022, Brief: Weser-Kurier, Sportredaktion, 28189 Bremen

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+