333 schönste Werder-Erlebnisse

Die besten Geschichten unserer Leser (7)

Bremen. Der WESER-KURIER sucht die schönsten, skurrilsten und witzigsten Geschichten rund um Werder Bremen. Viele Leser haben uns schon geschrieben, machen auch Sie mit - die besten Erlebnisse werden dann in einem Buch veröffentlicht.
01.08.2010, 12:00
Lesedauer: 14 Min
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Bremen. Der WESER-KURIER sucht die schönsten, skurrilsten und witzigsten Geschichten rund um Werder Bremen. Viele Leser haben uns schon geschrieben, machen auch Sie mit - die besten Erlebnisse werden dann in einem Buch veröffentlicht.

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Hier sind die Geschichten unserer Leser:

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Werder und Klaus Schröder haben einiges gemeinsam. Erstens: Sie sind in Bremen beheimatet. Zweitens: Sie geben richtig Gas, die Fußballer so wie gestern auf dem Platz, Schröder auf der Autobahn.

Der Mann ist Außendienstler und deshalb viel mit dem Auto unterwegs. Sein Dienstwagen trägt allerdings ein Kölner Kennzeichen – was für einen Fußball-Fan im allgemeinen schon mal eine ziemlich deprimierende, für einen Werder-Fan im besonderen aber eine richtig üble Sache ist. Um nun ja nicht mit den Kickern vom FC in Verbindung gebracht zu werden, hat Schröder heimatverbundene Gegenmaßnahmen ergriffen: Das Kölner Kennzeichen geht mit – HB 1331 weiter und in dem hinteren Seitenfenster des Minivans platziert er im Sommer stets Sonnenschutzblenden mit dem Werder-Emblem. „Die hat aber nie jemand großartig beachtet“, räumt Schröder ein. Was ja mal bei solchen sportlichen Erfolgen gar nicht geht. Also ist er in diesem Jahr selbst kreativ geworden und hat die Blenden in vorausschauendem Optimismus – es war Anfang April – um den Zusatz „Deutscher Meister 2004“ erweitert. Und seitdem ist alles anders.

Am Fahrverhalten von Schröders Ford Galaxy hat sich zwar nichts geändert, wohl aber am Fahrerverhalten auf den Straßen in der Republik. „So hat man sogar auf der Autobahn keinen Stress und mehr Spaß“, staunt Schröder, „auf jedem Parkplatz werde ich auf Werder angesprochen. Und das mit durchweg positiven Reaktionen aus allen Teilen der Republik. „Die drücken alle Werder die Daumen. ,Endlich mal nicht die Bayern’, sagen die meisten“, erzählt er.

Den Gipfel aber erlebte er nahe dem Gipfel. Auf einer Bergstraße im Süden parkte Schröder den meisterlich ausstaffierten Galaxy direkt neben einem Bus des FC Bayern. Und siehe: Selbst dessen Insassen zeigten sich wenig verblendet und bekundeten Sympathie für die Werder-Sonnenblenden. Mehr gibt es nun wirklich nicht zu wollen.

Klaus Schröder, Bremen

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Es muss um 1960 gewesen sein. In der Ostkurve beim Spiel Werder gegen Frankfurt. Mit unserem Auto, VW-Käfer, zum Stadion, dabei unser Onkel Egon, gut angezogen mit Kamelhaarmantel und Hut. Tolle Stimmung und dicht gedrängt standen wir in besagter Ostkurve.  Jemand sagte, es riecht hier wie verbrannte Wollsocken. Es wurde nicht weiter beachte, denn die Stimmung war gut, Werder war Sieger. Auf dem Weg dann zum Auto war Onkel Egon vor mir und hatte einen großen schwarzen Fleck auf seinem Kamelhaarmantel. Onkel Egon warte mal, du hast einen Fleck  auf deinem Mantel, sagte ich. Es war kein Fleck, sondern ein Brandloch so groß wie ein Fünfmarkstück. Nun es war die Erklärung für den Geruch der verbrannten Wollsocke. Wohl eine Zigarre oder Zigarette eines Zuschauers der stimmungsvollen Ostkurve, hat dieses schöne Loch gebrannt.

Karl-Heinz Vogt, Bremen

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Es ist schon ein paar Jahre her. Wir hatten unseren letzten Urlaubstag in Funchal (Madeira).  In einem kleinen Restaurant wollten wir an diesem Tag einmal die nationale Spezialität –Stockfisch- essen.  Wir waren spät dran. Nachdem wir das Lokal betraten, wurde das Lokal geschlossen. Wir konnten aber noch bestellen und bekamen unseren Fisch. Die Wirtsleute und das Personal machten es sich derweil vor dem Fernseher gemütlich. Auch ich machte einen langen Hals, um zu sehen was dort gesendet wurde. Fußball natürlich. Nun sah ich genauer hin, denn ich bin auch Fußballfan. Was ich sah war grün-weiß. Gerade wollte ich zu meiner Begleitung sagen: „Guck mal, die tragen die gleichen Trikots wie Werder, die haben sogar die gleiche Werbung.“ Doch dann sah ich es, es war Werder. Ein Heimspiel in Bremen – live in Funchal. Nachdem die Portugiesen mitbekommen hatten, dass wir aus Bremen waren und Werderfans, luden sie uns dazu ein, das Spiel mit ihnen zusammen bis zum Schluss anzusehen, auch sie waren eingefleischte Werderfans und verfolgten jedes Spiel ihrer Lieblingsmannschaft. Für uns war es ein unvergessener Abschluss eines Urlaubes.

Helga Müller Bremen

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Am vorletzten Spieltag spielte Werder gegen Bayern im Weserstadion. Bei einem Sieg wäre Werder vorzeitig Deutscher Meister geworden. Das Spiel wurde von SAT1 übertragen – nur nicht in Bremen. Auf  dem Domshof war aber eine große Leinwand aufgebaut. Also machte ich mich mit meiner Schwester auf, das Spiel auf dem Domshof anzuschauen. Da wir früh angekommen waren, hatten wir recht viel Platz um uns herum. Dachten wir!!

Mit der Zeit wurde es enger und enger und uns wurde ganz mulmig zumute. Wir dachten plötzlich an das Unglück, dass sich im Jahr zuvor im Heysel Stadion in Brüssel zugetragen hatte. Also entfernten wir uns aus der Menschenmenge und versuchten in der Obernstraße bei einigen Kaufhäusern, die Fernseher in den Schaufenstern aufgebaut hatten, unser Glück.

Schließlich machten wir uns auf zu Fuß auf den Heimweg nach Schwachhausen. Zum Glück hatten wir ein kleines Radio bei uns, so dass wir den Verlauf des Spieles verfolgen konnten. Unterwegs wurden wir von Fußgängern und Radfahrern immer wieder gefragt: „Wie steht es“? Als Kutzop den Elfmeter verschossen hatte, waren wir gerade in der Wachmannstraße angekommen. In der nächsten Gaststätte mussten wir erst einmal einen auf den Schreck trinken. Das Fazit von dem Tag war: „Fußball im Radio zu hören, war auch sehr schön.“

Marga Bruns und Renate Ronsör

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Ja, wieder die Champions League mit Werder Bremen, es war der 11 September 2006 freudig ging es los in diesen warmen Tagen, mit dem Bus von Bremen nach London. Ein Ereignis wurde entgegen gefiebert Chelsea London -Werder Bremen an der Stamford Bridge. Allein die Busfahrten mit Werder Bremen sind schon ein Europapokal-Highlight mit viel Spaß und Bier erreichte man mit der Fährfahrt inklusive England und damit London. Es lag was in der Luft , man glaubte an Werder , am Wochenende zuvor war man gegen FK Pirmasens im DFB-Pokal ausgeschieden, die Zeichen für dieses CL-Spiel waren nicht gut.Nach einem vergnügsamen Tag bei warmen Temperaturen ging es am Abend los.

Tausende Werder Fans waren anwesend. Werder kämpfte ab der ersten Minute und hatte gute Chancen ,mein Gefühl war sofort "Der SVW ist wieder da" gegen die große Mannschaft Chelsea (mit Drogba, Ballack usw.).Ja das ist Werder, sie haben gekämpft, angetrieben durch eine super Stimmung die von den Werder Fans kam. Das war ein einmaliges Europapokalgefühl.

Die Leistung und der Wille reichten am Ende nicht aus.Werder verlor das Spiel 0:2 ,aber das war den Werder Fans tatsächlich egal, die Bereitschaft und der Wille von Werder wurde von den Fans noch lange nach dem Spiel gefeiert. Werder verliert ein Spiel und die Werder Fans feiern.Das Stadion an der Stamford Bridge hörte ein lautes "You´ll never walk alone".  Das war ein schönes Werder Erlebnis trotz Niederlage zu feiern,so machen Werder-Spiele auch Spaß wenn man den Wille erkennen kann!

Björn Waizenegger, Bremen

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Es war das Jahr 1999, um genauer zu sein, der 11. Mai 1999. Jeder Werder Fan kennt dieses Spiel noch ganz genau: Das erste Spiel von Thomas Schaaf als Nachfolger von Felix Magath und die wohl letzte Chance für Werder, den Schalter gegen den Abstieg noch umzulegen. Es musste also ein Sieg her, sonst ... Ja, dieser Gedanke war entsetzlich und verboten. Ich befand mich wegen eines Studienaufenthalts in der pfälzischen Provinz, in Speyer. Also raus aus dem Seminar und rein in die Kneipe. Ja, welche Kneipe eigentlich und dann noch an einem Dienstag? Nach hoffnungslosen Anläufen rief ich laut in der Fußgängerzone: "Das gibt es doch nicht, dass in diesem Nest keine Sau Fußball guckt?!" Das war meine Rettung, denn eine ältere Dame drehte sich um und fragte mich, ob ich eine Premiere Kneipe suche. "Ja" flehte ich sie fast an. Flugs wies sie mir den Weg in eine kleine Seitengasse: "Da geht mein Sohn schon mal hin, der ist Lautern-Fan!" Kaum in der Kneipe angekommen, verschaffte ich mir eine Überblick: Fernseher da, nicht an. Zwei Männer am Tresen und ein Pärchen, das hier einen netten Abend verbringen wollte. Also allen Mut zusammen genommen. "Können wir den Fernseher anmachen? Ich komme aus Bremen und heute gibt es das wichtigste Spiel seit Jahren." Die Dame hinterm Tresen hatte Mitleid und sagte: "Aber nur ohne Ton."

Natürlich! Nach ein paar Bier und eine halbe Stunde später (und ein paar Gästen mehr) rief ein offensichtlicher Stammgast: "Dreh endlich den Ton an, der arme Junge macht hier den Live-Reporter für uns alle, der ist schon ganz fertig ...!" Aber auch mit Ton kommentierte ich natürlich lautstark weiter. Dann war Schluss: 1:0, Dabrowski Fußballgott! Es wurde ein rundum gelungener Abend, mit einigen Runden meinerseits. Aber das war noch nicht alles. Ich musste versprechen zum Pokalfinale wiederzukommen. Ein Wunsch, den ich den neu gewonnenen "Werder Fans" nicht abschlagen konnte. Was für ein

Saisonabschluss: Nichtabstieg, Pokalsieg und als "Fischkopp" wurde mir die Ehre zuteil, das pfälzische Nationalgericht serviert zu bekommen. Überraschendes Ergebnis: Werder und Saumagen, das passt!

Oliver Ladeur, Bremen

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Am Samstag den 13.02.1971 schwänzte ich mit meinem Kumpel Willi zum ersten und letzten Mal die Arbeit. Grund: Werder hatte ein Auswärtsspiel in Duisburg und wir wollten unbedingt hin. Unseren Chef – in einem Kaufhaus in Bremen – brauchten wir nicht zu fragen, er hatte unsere Bitte Werder nach Braunschweig begleiten zu dürfen bereits abgelehnt.

Bewaffnet mit Werder-Pullover, Werder-Hut und einer großen Werder-Fahne waren wir mit dem Zug nach Duisburg gereist.

Vor dem Spiel ging es erst mal auf die Toilette im Stadion. Dort sprachen uns zwei sehr nette MSV-Fans an und boten uns an mit in ihren Fan-Block zu kommen, es würde uns auch nichts passieren. Wir wollten nicht als feige gelten – obwohl uns nicht wohl in unserer Haut war – also gingen wir mit.

Das war das einzige Spiel bei dem ich mir wünschte, das Werder das Spiel verliert. Nachdem der MSV bereits drei Tore geschossen hatte, gelang Kalli Kamp fünfzehn Minuten vor dem Ende das Ehrentor. Unsere Duisburger Begleiter ermunterten mich, meine Werder-Fahne zu schwenken. Zum Glück blieb es beim 1:3 aus unserer Sicht.

Nach dem Spiel begleiteten uns unsere „MSV-Freunde“ zum Bahnhof. Dort trafen wir auf versprengte Bremer Fans, die von anderen MSV-lern gejagt worden waren, weil man sie verprügeln wollte. Wir kamen somit unbehelligt zum Zug und fuhren wieder gesund und trotz der Niederlage munter nach Bremen.

Am Montag in der Abteilung in der ich tätig war, sprach mich unsere Substitut an – er wusste ich bin Werder-Fan -. Er wäre am Samstag in Duisburg gewesen und da war doch tatsächlich eine Bremer Fahne mitten im Duisburger Fan-Block zu sehen gewesen. Ich habe nur still in mich rein gegrinst.

Jürgen Anders, Bremen-Lesum

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Meine Frau und ich fuhren im Mietwagen auf der Route 41, auch Tamiami genannt, ostwärts durch die Everglades von Naples in Richtung Key Largo. Die Straße ist einspurig, wenig befahren, ziemlich gerade und eintönig auch bedingt durch die Geschwindigkeitsbegrenzung von 35 bzw 45 mph Abwechslung bieten nur Abfahrten zu Aligator Beobachtungs Plätzen, und Airboot Verleih Stationen für Fahrten durch die Sümpfe.

Etwa auf halber Strecke sah ich im Rückspiegel wie mir ein Polizei Fahrzeug mit Blinklichtern folgte. Ich reduzierte die Geschwindigkeit bis auf ca 10 mph um den Einsatzwagen passieren zu lassen. Erst nach einer gewissen Weile überholte mich das Fahrzeug und der Polizist bedeutete mir mit Handzeichen rechts ran zu fahren und zu stoppen. Wie in USA üblich, blieb ich im Wagen sitzen, ließ die Seitenscheibe herab und wartete auf den Police Officer.Er kam langsam an unser Auto geschlendert und fragte: "Sind Sie Tourist"? - Ich :"Ja" - "Aus Europa"? - "Ja"

Daraufhin erklärte er mir, dass immer, wenn einem ein Polizeifahrzeug folgt, man sofort rechts ran zu fahren und zu stoppen hätte. Anders als  in Europa wo der Polizeiwagen eher überholt, eine Kelle raushält oder ein "Follow me " Zeichen aufleuchtet. Viele Touristen würden denselben Fehler machen.Und außerdem wäre ich viel zu schnell gefahren. Nämlich 75 mph wo nur 45 erlaubt waren.

Während er im Begriff war seinen Block zu zücken verlangte er meinen Führerschein und fragte aus welchen europäischen Land ich käme. "Germany". Er: "Oh,was war los mit Germany bei der WM"? Als ich ihm zu erklären versuchte, warum wir "nur" dritter geworden waren,meinte er: "No, das wäre nicht so wichtig. Aber daß wir Argentinien 4:0 besiegt hätten,das war fantastisch." und strahlte übers ganze Gesicht,aus welchen Gründen auch immer! Dann kam die Frage aus welcher deutschen Stadt ich käme. "Bremen" war meine Antwort.Er: "Oh, WERDER BREMEN, I know, a very good team, playing nice soccer"!

Nachdem wir uns eine Weile über soccer unterhalten hatten,steckte er seinen Strafzettelblock wieder ein, riet mir, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu beachten und wünschte mir eine gute Fahrt und nice holidays in US.

Fazit: Dank des erfrischenden Auftretens unser Nationalmanschaft bei der WM mit grandiosen Siegen und des weltweiten Bekanntheitsgrades des SV WERDER BREMEN blieb mir eine saftige Geldstrafe erspart.

Und die Moral von der Geschicht: Wenn Werder gewinnt, bezahlt man nicht!!

Klaus-Dieter Franke, Bremen

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Es war der 13. Juni 1999, mein 51ster Geburtstag, als meine Frau und ich mit Freunden gegen 11.00 Uhr zum Brunch in den Bremer Ratskeller gingen, zu einer kleinen Geburtstagsfeier. Der Bremer Marktplatz lag noch in sonntäglicher Stille in der Morgensonne.

Es begann mit einem Aperitif und setzte sich fort mit der Schlacht am Büfett. Nach dem Hauptgang durfte ich Geschenke auspacken. Wir feierten recht ausgelassen, nur unterbrochen durch das regelmäßige Rumpeln der Straßenbahnen, die oben am Bremer Rathaus vorbeifuhren.

Niemandem war aufgefallen, dass dieses Rumpeln schon seit geraumer Zeit ausgesetzt hatte, als wir gegen 15.00 Uhr aufbrachen und die Treppe hinauf ans Tageslicht stiegen. Wie groß war meine Überraschung, als im Augenblick, als die große Eingangstür sich öffnete, ein Höllenlarm mich umbrandete. Es müssen wohl Zehntausende begeisterter Bremer gewesen sein, die dort vor dem Rathaus standen und mir zujubelten. Mit Tröten aus Preßluftflaschen und Gesängen und Winken von grün- weißen Fahnen mit einem W in der Mitte. Und wie viele trugen selbst bei dieser sommerlichen Hitze grün- weiße wollenen Schals um den Hals. Woher wussten sie, daß ich Geburtstag hatte?

Das war also die besondere Überraschung, die ich vorher beim Auspacken der Geschenke so vermisst hatte. Toll von meinen Freunden, dass sie das so organisiert hatten, alle die begeisterten Menschen zur gleichen Zeit vor dem Rathaus zu versammeln, nur um mir zu zujubeln.

Als ich dann um die Ecke des Rathauses ging, um mich bei einigen der Jubelnden zu bedanken, hörte ich sie nicht meinen Name rufen, sondern sie riefen Thomas und Schaaf und Frank und Rost. Komisch. Auch Thorsten und Marco Bode wurde gerufen. Wieder komisch, ich hieß doch nicht Marco.

Dann sah ich auch den Grund, denn über die Brüstung des Rathausbalkons lehnten die Werder Fußballer und einer hielt einen Teller  hoch über die Köpfe. Es war Andy Herzog. Fast ließ er ihn fallen, so taumelte er.

Meine Enttäuschung war groß. Nicht ich wurde geehrt, sondern Werder für den Gewinn des DFB- Pokals 1999. Es war der denkwürdige 6:5 Sieg nach Elfmeterschießen über Bayern München. Basler flog vom Platz. Frank Rost schoß selber und hielt einen 11-m von Matthäus. Und das in dem Jahr, als Werder Tabellenletzter gewesen, der gesamte Vorstand zurückgetreten war und Thomas Schaaf erst vier Spiele vor Ende der Saison interim übernommen hatte."

Hans Bohde, Achim

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Im Juli 2008 bin ich mit meiner brasilianischen Freundin Ivone aus Bremen nach Brasilien geflogen um ihre Familie zu besuchen. Wir waren auch in Porto-Alegre bei ihrer Schwester Marlene und Cleo.

Ich hatte den Wunsch ein Fußballspiel von Gremio Porto-Alegre zu sehen.Marlene besorgte drei Karten für uns für das Spiel Gremio Porto Alegre - Cruzeiro Sao Paulo.

Ich machte mein Werder Halstuch um und los gings mit Marlene und Cleo.

Während des Spiels fragte uns ein Radio Reporter der durch die Reihen lief wo ich herkomme da er das Werder Halstuch entdeckte. Ich erzählte und Marlene übersetzte. Der Reporter fragte mich ob ich in der Halbzeitpause ein Interview für Radio Guaiba Brasil geben würde.Ich sagte ja und so gab ich in der Halbzeitpause ein Interview das von Werder und Diego und Ronaldinho handelte. Das Interview wurde live übertragen.

Marlene übersetzte wieder da mein Portugiesisch dafür noch nicht reichte.

Es war ein sehr schönes Erlebnis und Ivone konnte es auch hören da wir die Familie informierten.

Dörthe Schlaugk, Bremen

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Ich bin am Bodensee geboren und aufgewachsen. Seit der Saison 1976 / 77, als der VfB Stuttgart mit 100 erzielten Toren Meister der 2. Bundesliga Süd wurde und in die 1. Liga aufstieg, bin ich ein dunkelroter VfB-Fan. 1997 bin ich dann nach Bremen gekommen und ich habe hier meine heutige Frau und ihre Tochter Pia kennengelernt.

Am 13.10.1999 habe ich Pia im Alter von 6 Jahren zu ihrem 1. Fußballspiel mitgenommen: zum DFB-Pokalspiel Werder Bremen Amateure gegen VfB Stuttgart auf Platz 11. Von mir bekam sie ein schönes VfB-Trikot übergestreift. Zum Ausgleich bestand meine Frau darauf, dass sich Pia eine Werder Mütze aufsetzt. Als Pia und ich dann im Stadion an den VfB-Fans vorbeiliefen, rief einer: "Hey Madel, du hoscht jo die falsche Mütze uff". Mit unglücklichem Gesicht lief Pia weiter und fragt mich später bei unseren Plätzen ganz traurig: "Warum habe ich denn die falsche Mütze auf?" Ich antwortete, dass sie nicht die falsche Mütze aufhat, da ihre Mutter Werder-Fan ist und deshalb die Mütze gespendet hat und ich VfB-Fan bin und darum hat sie ein VfB-Trikot an und sie repräsentiert somit ihre Familie. Als Pia auch noch das einzige Tor des Spiels (für den VfB) verpasste, weil sie gerade Pommes aß, fand sie den Stadionbesuch nur noch doof und langweilig.

Heute haben wir 5 Kinder und alle Familienmitglieder sind Werder-Fans. Wirklich alle? Nein alle außer einem. Ich bin lebenslang weiß-rot.

Markus Jäger, Bremen

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Es muß Anfang der siebziger Jahre gewesen sein. Mein Mann wollte mit seinem Freund zum Spiel Werder-Uerdingen. Doch ein paar Stunden vor dem Spiel bekam mein Mann einen Arbeitseinsatz und somit bin ich mit dem Freund zum Stadion. Gleich in der ersten halben Stunde vielen drei Tore  für Uerdingen. Unsere Gesichter wurden immer länger.

Zur Halbzeit stand es 0:4 für Uerdingen. "Weiß was,"sagte der Freund" das tun wir uns nicht an,da gehen wir lieber schön essen." Wir in die City,doch vorher wir wollten zumindest meinen Mann auf der Arbeit anrufen und ihm mitteilen,wie schlecht Werder spielt. Der Freund in die Telefonzelle, und als er wieder rauskamen,schaute er etwas sparsam." Dein Mann fragt,ob wir überhaupt im Stadion waren,denn Werder führt mit 7:4.

Ruth Isensee, Bremen

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Bereits seit 1956, als meine Eltern mit uns Kindern nach Bremen zogen, bin ich Werder-Fan. Die Gruppenspiele zur deutschen Meisterschaft, bei denen aus dem Norden meist nur Werder und der HSV beteiligt waren, habe ich mit meinen Kumpels häufig von den Bäumen aus gesehen, die damals noch direkt neben dem Weserstadion standen und die Zuschauertribüne teilweise überragten.

Ein Ereignis, das mir sehr gut im Gedächtnis geblieben ist, ereignete sich allerdings viel später. Es war in der Spielzeit 1988/1989. Werder spielte im UEFA-Cup, und als Gegner für das Viertelfinale war Hellas Verona ausgelost worden. Als ich erfuhr, dass Verona der nächste Gegner für Werder sei, war sofort klar, dass ich mit einem italienischen Freund, der in Bremen ein Restaurant betreibt, nach Verona fahren würde. Das Spiel war für den 02.03.1988 angesetzt. Wir waren schon ein paar Tage vorher angereist und saßen jetzt spannungsgeladen auf der Tribüne. In der ersten Halbzeit tat sich nicht viel. Die zweite Halbzeit jedoch begann mit einem Paukenschlag: In der 48. Minute köpfte Neubarth das 1:0 für Werder. Ich sprang hoch und brüllte „Tooor“, jedoch blieb mir der Schrei fast im Halse stecken. Ich registrierte, dass niemand mit mir hochgesprungen war, stattdessen herrschte Totenstille um mich herum. Ganz schnell und ganz vorsichtig setzte ich mich wieder auf meine vier Buchstaben und freute mich nur noch insgeheim darüber, dass dieses 1:0 auch das Endergebnis blieb. Leider ist Werder später im Halbfinale gegen Leverkusen ausgeschieden.

Siegfried Lorenz

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