Werder Bremen Die Profis arbeiten an den Grundtugenden

Bremen. Im Training von Werder Bremen wird viel gegrätscht, geredet und aufgemuntert. Die Profis arbeiten daran, die Grundtugenden des Fußballspiels wieder zu beherzigen. Es wird auch Zeit, den am Sonnabend starten die Bremer in die Rückrunde.
13.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Die Profis arbeiten an den Grundtugenden
Von Marc Hagedorn

Bremen. Werder ist zurück in Bremen nach acht Tagen im türkischen Belek. Vielleicht lag es an der langen Werder-freien Zeit, dass sich am Mittwoch trotz Nieselregens überraschend viele Zuschauer auf den Weg zum Weserstadion gemacht hatten. Vielleicht lag es auch an den schlechten Testspielergebnissen, und die Fans wollten sich selbst ein Bild vom Zustand der Mannschaft machen. Wenn dies die Motivation für den Trainingsbesuch war, dann sind die Werder-Anhänger mit folgender Erkenntnis nach Hause gegangen: Es wurde ungewöhnlich intensiv gearbeitet, so als wollten Spieler und Trainer beweisen, dass sie wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Cheftrainer Thomas Schaaf, der sonst oft als schweigender Beobachter am Spielfeldrand steht, rief unentwegt Kommandos, erklärte mal Clemens Fritz, mal Mikaël Silvestre, dann wieder Daniel Jensen, was ihm gerade nicht gefallen hatte. Das abschließende Trainingsspiel 11 gegen 11 unterbrach Schaaf sogar einmal mitten im Angriff: Die Stürmer Claudio Pizarro und Marko Arnautovic waren nicht den Weg in die Gasse gelaufen, weshalb Clemens Fritz eine Anspielstation fehlte. Schaaf analysierte die Situation, dann ging es weiter. Auch die Spieler machten Tempo, sie grätschten, sie redeten miteinander, munterten sich auf. Werders Profis arbeiten daran, die Grundtugenden des Fußballspiels wieder zu beherzigen. Es wird auch Zeit.

Am Sonnabend starten die Bremer mit dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim in die Rückrunde, ein Sieg würde viele Befürchtungen zerstreuen und das Näherrücken der Abstiegsplätze verhindern. Mit Werder-Siegen zum Rückrundenstart ist das in den letzten Jahren aber so eine Sache gewesen. Im Vorjahr verlor Werder nach dem Wintertrainingslager in Dubai die ersten drei Spiele der Rückrunde. Im Jahr davor war es noch schlimmer gewesen: Nach der Rückkehr aus Belek 2009 - übrigens mit drei Testspielniederlagen im Gepäck - gewann Werder zwar im DFB-Pokal in Dortmund, leistete sich dann in der Bundesliga aber eine Serie von sechs Spielen ohne Sieg. Das war schon damals enttäuschend, aber nicht dramatisch: Werder stand jederzeit im Mittelfeld der Tabelle.

Am besten machen es die Bremer wie letztmalig im Winter 2007. Gleich zu Beginn der Rückserie gewannen die Grün-Weißen mit 3:0 gegen Hannover 96. Doch das waren auch andere Zeiten: Werder war damals Herbstmeister und Tabellenführer.

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