E-Sportler Mohammed „MoAuba“ Harkous

Werder verliert seinen Weltmeister

Knapp zwei Wochen nach dem WM-Triumph in London verkündet Mohammed „MoAuba“ Harkous seinen Abschied. Der Klub bedauert den Verlust und handelt: Mit Erhan „Dr Erhano“ Kayman steht der Nachfolger bereits fest.
16.08.2019, 18:13
Lesedauer: 2 Min
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Werder verliert seinen Weltmeister
Von Jörg Niemeyer
Werder verliert seinen Weltmeister

Weil Weltmeister Mohammed "MoAuba" Harkous (r.) Werder verlässt, erhält Michael "Megabit" Bittner (l.) mit Erhan "Dr. Erhano" Kayman einen neuen Partner.

nordphoto / Ewert

Am ersten Augustwochenende in London ist Mohammed „MoAuba“ Harkous an der Konsole Weltmeister im E-Football geworden – als erster Deutscher überhaupt. Anfang vergangener Woche hatte der 22-Jährige im Gespräch mit dem WESER-KURIER bereits angedeutet, dass „man natürlich auch abgeworben werden könne“. Ob genau das jetzt eingetreten ist, war am Freitag von „MoAuba“ nicht zu erfahren, wohl aber, dass er und Werder künftig verschiedene Wege gehen werden. Dominik Kupilas, beim Klub verantwortlich für den E-Sport-Bereich, bestätigte die Trennung und gab zugleich die Verpflichtung von Erhan „Dr. Erhano“ Kayman bekannt. Der Vertrag des 29-Jährigen beim VfB Stuttgart war am 30. Juni ausgelaufen.

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So schnell kann es also gehen. Vor einem Jahr hatte Werder „MoAuba“ und Michael „Megabit“ Bittner an sich gebunden – mit überwältigendem Erfolg. Das Duo wurde gemeinsam deutscher Mannschaftsmeister, Bittner holte darüberhinaus auch den Titel im Einzel, bevor Harkous mit dem WM-Triumph eine auch aus Werder-Sicht fantastische Saison krönte. „Wir hätten ihn gern bei uns gehalten“, sagte Kupilas, „ich würde unsere Trennung jetzt aber nicht aufs Finanzielle herunterbrechen. 'Mo' sieht die Rahmenbedingungen für seine Zukunft woanders.“

„MoAuba“ macht erstmal Urlaub

Wo diese Zukunft liegen wird, verriet Harkous am Freitag nicht. „Erstmal mache ich jetzt Urlaub – die letzten Wochen waren sehr emotional und die ganze Saison hat viel Kraft gekostet“, sagte er, „anschließend werde ich dann verkünden, wie es weitergeht, und mit dem neuen Team durchstarten.“ Dass die Finanzen bei der Wahl des neuen Klubs doch eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten, ist damit nicht ausgeschlossen.

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So wie es aussieht, ist die Trennung jedoch vollkommen sauber erfolgt. Bis Ende des Monats sei „Mo“ noch Werderaner, sagt Kupilas. Demnach dürfte der Vertrag dann ausgelaufen und der Weltmeister frei sein für andere Klubs. „Es ist ein dynamischer Markt“, sagte Kupilas, „wir haben uns mit 'Mo' lange unterhalten und sind vorbereitet gewesen.“ Offensichtlich entsteht auch im E-Football ein Transfermarkt – nach Kupilas' Einschätzung aber mit einem großen Unterschied: „Ablösesummen spielen noch keine Rolle.“

Nachwuchsförderung mit „Dr. Erhano“

So sehr Kupilas auch bedauerte, einen „Siegertypen“ zu verlieren, so sehr freute er sich über die Verpflichtung von Kayman. „Wir werden mit 'Dr. Erhano' auch wieder oben stehen“, sagte er voller Zuversicht und gewann dem Personalwechsel sogar eine positive Seite ab. Kayman soll Werder nämlich nicht nur als aktiver Spieler weiterhelfen, sondern die Nachwuchsförderung des Vereins mit aufbauen. „Er wird die Förderung junger Fifa-Talente aus dem Werderland mit seiner Erfahrung bereichern“, sagte Kupilas, „mit ihm haben wir die perfekte Besetzung gefunden.“

Auf der Werder-Homepage bedankt sich Harkous derweil für die Unterstützung des Klubs. „Ich verlasse Werder schweren Herzens“, wird er zitiert, „hinter uns liegt ein unfassbar schönes und erfolgreiches Jahr.“

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