Mutmaßlich ungeimpft Schon wieder in Quarantäne: Gehaltskürzung für Werder-Profi Weiser?

Außenverteidiger Mitchell Weiser muss zum zweiten Mal in kurzer Zeit in häusliche Quarantäne. Das kostet den Verein einiges an Geld. Droht dem 27-Jährigen daher eine Gehaltskürzung?
08.12.2021, 17:04
Lesedauer: 2 Min
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Von Daniel Cottäus

Nächster Corona-Fall beim SV Werder Bremen: Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, hat sich Abwehrspieler Lars Lukas Mai mit dem Virus infiziert und am Dienstag in häusliche Quarantäne begeben. Für das Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg (Freitag, 18.30 Uhr) wird der 21-Jährige demnach nicht zur Verfügung stehen – gleiches gilt für seinen Mitspieler Mitchell Weiser, der ebenfalls eine häusliche Quarantäne angetreten hat. Der 27-Jährige ist mutmaßlich ungeimpft und muss deshalb immer dann in Isolation, sobald ein positiver Test innerhalb der Mannschaft auftaucht. In den vergangenen anderthalb Wochen ist das nun bereits zum zweiten Mal passiert, was für Werder mehr und mehr zum Problem wird.

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„Grundsätzlich ist das natürlich ein Thema bei uns, aber wir haben uns darauf geeinigt, die Sache intern zu besprechen“, sagt Werders Leiter Profi-Fußball Clemens Fritz und verweist darauf, dass der Verein den Impfstatus seiner Spieler nicht öffentlich kommentieren möchte. Der Ex-Profi macht andererseits aber keinen Hehl daraus, dass entsprechende Fälle wie nun der von Weiser äußerst ärgerlich für Werder sind: „Klar ist doch, dass es uns einiges an Geld kostet, wenn du nicht die Möglichkeit hast, auf Spieler zurückzugreifen.“ Geld, das sich die Bremer womöglich direkt bei Weiser wieder holen werden. Ende November hatte der Club bestätigt, dass Spieler, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen und ohne infiziert zu sein in Quarantäne müssen, künftig für den Zeitraum ihrer Isolierung kein Gehalt mehr bekommen sollen. Ob Weiser von der neuen Regelung betroffen ist, ließ Fritz offen: „Eine endgültige Entscheidung haben wir da noch nicht getroffen.“

Der Außenverteidiger ist bis zum Saisonende von Bayer Leverkusen an Werder ausgeliehen. Dass ihm ohne Impfschutz in der kommenden Zeit wiederholt der Gang in die Quarantäne drohen könnte, rückt die Frage in den Blickpunkt, wie sinnvoll diese Leihe für die Bremer überhaupt noch ist. An ein vorzeitiges Ende des Geschäfts denkt Werder laut Fritz jedenfalls nicht: „In diese Richtung gibt es keine Überlegungen und auch keine Gespräche mit Leverkusen. Wir haben kein Interesse daran, die Leihe vorzeitig zu beenden.“ Über das Thema Impfen sei der Verein mit Weiser "im Austausch". Fritz erklärt: "Es gibt noch keine Impfpflicht, deshalb ist es eine persönliche Entscheidung. Wir werden es keinem aufdrücken."

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