Großaufgebot der Feuerwehr am Osterdeich Feueralarm im Weserstadion

Am Sonntagvormittag waren Batterien in einem Technikraum im Weserstadion in Brand geraten. Die Ursache des Schwelbrands ist unklar, das Bundesligaspiel des SV Werder am Sonnabend ist nicht gefährdet.
12.03.2017, 11:25
Lesedauer: 3 Min
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Feueralarm im Weserstadion
Von Sabine Doll

Am Sonntagvormittag waren Batterien in einem Technikraum im Weserstadion in Brand geraten. Die Ursache des Schwelbrands ist unklar, das Bundesligaspiel des SV Werder am Sonnabend ist nicht gefährdet.

Als Hubertus Hess-Grunewald gegen 11.30 Uhr am Weserstadion eintraf, war die Feuerwehr noch mitten in den Löscharbeiten. Der Werder-Präsident hatte einen Anruf von Sportchef Frank Baumann bekommen, und der hatte die Nachricht über einen Brand im Weserstadion im Radio gehört. „Parallel dazu hat mich der Sicherheitsdienst informiert, dass es einen Schwelbrand in einem Technikraum gibt“, sagte der Werder-Präsident.

Der Alarm ging um 10.04 Uhr bei der Bremer Feuerwehr ein: Brand im Weserstadion. Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens hatten die Feuerwehr informiert, nachdem sie Rauch in Turm 4 des Stadions bemerkt hatten. Die Feuerwehr rückte zunächst mit rund 45 Einsatzkräften aus, später musste weitere Unterstützung angefordert werden, sodass insgesamt 56 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen mit den Löscharbeiten beschäftigt waren.

„Vor Ort zeigte sich, dass es sich um einen Schwelbrand in einem Serverraum im vierten Geschoss des Verwaltungstrakts handelte“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Sogenannte Akkupacks mit 60 Batterien waren in Brand geraten. Sie sollen bei einem Stromausfall die Elektrizität des Servers übernehmen. „Solche Anlagen gibt es in Krankenhäusern, großen Leitstellen, Rechenzentren und eben auch im Weserstadion“, sagte der Sprecher. Sie würden immer dann eingesetzt, wenn es zu Unterbrechungen, Schwankungen oder Ausfällen in der öffentlichen Stromversorgung komme. Die Anlage mit den fünf Akkupacks sei komplett in Brand geraten, sagte der Sprecher.

Keine Verletzten

Als die Feuerwehr eintraf, war die Kohlendioxid-Löschanlage in dem Technikraum den Angaben zufolge angesprungen. Die Feuerwehr setzte ebenfalls Kohlendioxid-Löscher ein. „Das ist das Löschmittel der Wahl, um Brände in geschlossenen Räumen an spannungsführenden Anlagen sicher und rückstandsfrei bekämpfen zu können“, sagte der Sprecher. Nachdem die brennenden Akkupacks gelöscht waren, konnten sie abgebaut und zum Auskühlen ins Freie gebracht werden. In den durch den Brandgeruch betroffenen Räumen wurden Hochdrucklüfter aufgestellt.

Verletzte gab es nicht. Als das Feuer ausbrach, befanden sich weder Mitarbeiter noch andere Menschen in dem Verwaltungstrakt. Der Serverraum ist allerdings komplett verraucht und die Serveranlage mit allen Daten zerstört. „Glücklicherweise haben wir noch eine identische Serveranlage mit allen Daten als Sicherung in einem anderen Bereich des Stadions“, sagte Werder-Präsident Hess-Grunewald. Auf dem Server befände sich das gesamte interne Datensystem. In der betroffenen Etage seien unter anderem die Fanbetreuung und das Sozialmanagement untergebracht.

Das Bundesligaspiel des SV Werder gegen RB Leipzig am kommenden Sonnabend ist nach Angaben des Werder-Präsidenten nicht gefährdet. Die Situation hätte eine andere sein können, wenn es keine zweite Serveranlage für die Datensicherung geben würde.

„Der Bereich darf so lange nicht betreten werden, bis keine Schadstoffe mehr in der Luft nachgewiesen werden können“, sagte Hess-Grunewald. Das wird voraussichtlich im Laufe des Montags sein, für die Messung sei das Gewerbeaufsichtsamt zuständig, heißt es von der Feuerwehr. Die Löscharbeiten waren gegen 12.15 Uhr beendet. Warum die Batterien in Brand geraten sind, ob es zu Stromschwankungen oder einem Ausfall im Netz kam und die Anlage tatsächlich angesprungen ist – oder ob ein Kurzschluss die Ursache war, darüber gibt es noch keine Informationen. Für die Ermittlungen der Brandursache ist die Polizei zuständig. Auch die Höhe des Sachschadens steht nach Angaben der Feuerwehr noch nicht fest.

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