Werder Bremen Foul von Franz an Avdic verärgert Schaaf

Frankfurt/Main. Der Zweikampf zwischen Maik Franz und Denni Avdic hat auch nach dem Abpfiff der Bundesliga-Begegnung zwischen Frankfurt und Werder für viel Aufregung gesorgt. "Ich würde ihm raten, sich schnell zu ändern", so Bremens Trainer Thomas Schaaf über Franz.
09.04.2011, 15:06
Lesedauer: 2 Min
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Foul von Franz an Avdic verärgert Schaaf
Von Daniel Stöckel

Frankfurt/Main. Der Zweikampf zwischen Eintracht Frankfurts Abwehrspieler Maik Franz und Werder Bremens Stürmer Denni Avdic sorgte auch nach dem Abpfiff der Bundesliga-Begegnung zwischen den Hessen und den Hanseaten für viel Aufregung.

Avdic musste mit einer Gesichtsverletzung bereits in der 26. Minute ausgewechselt werden, für ihn kam Claudio Pizarro früher als geplant zum Einsatz.

"Der Junge sollte sich große Gedanken machen", sagte Schaaf in Bezug auf Franz. "Ich würde ihm raten, sich schnell zu ändern, weil ich glaube, dass es nicht das ist, was der Fußball-Fan erleben möchte. Er möchte Zweikämpfe sehen, aber faire", so der Werder-Trainer.

Eintracht-Trainer Daum nannte die Vorwürfe gegen Franz dagegen "eine Hetzjagd" und nahm seinen Verteidiger in Schutz. "Solche Szenen gibt es ständig. Ihn an den Pranger zu stellen, das finde ich unfair. Zumal Franz ständig provoziert wurde. Er ist ein tadelloser Sportsmann", sagte der 57-Jährige.

Dass Maik Franz gerne mal härter einsteigt, lässt sich aber zumindest an Zahlen ablesen. In der laufenden Saison sah der Abwehrspieler in 22 Einsätzen bereits zwölf Gelbe Karten, in der vergangenen Spielzeit waren es in 27 Spielen zehn Gelbe, eine Gelb-Rote und eine Rote Karte. Einen persönlichen Gelb-Rekord stellte Franz in der Saison 2006/2007 auf, als er sich im Trikot des Karlsruher SC gleich 14 Verwarnungen einhandelte.

Daum ging am Freitagabend unterdessen auch Schiedsrichter Florian Meyer verbal an. "Bremen hat kein reguläres Tor erzielt. Das war ein ganz klares Foul. Halil Altintop wird ganz klar gedrückt, dadurch kommt es zu diesem Eigentor", bewertete Daum die Szene zum 0:1 (58.), in der Frankfurts Offensivmann - hart bedrängt von Werder-Stürmer Sandro Wagner - den Ball per Kopf ins eigene Netz befördert hatte.

Doch auch die Bremer waren nicht gut auf Meyer zu sprechen. Erst erkannte der Referee aus Burgdorf, der für den erkrankten Dr. Felix Brych eingesprungen war, ein reguläres Tor von Petri Pasanen (31.) wegen angeblicher Torwartbehinderung nicht an, dann verwehrte er den Grün-Weißen bei einem Handspiel von Sebastian Jung im Strafraum einen Elfmeter. "Es gibt keinen Zweifel, dass er da mit der Hand hingeht. Es häuft sich leider, dass solche Szenen gegen uns gepfiffen werden", sagte Werder-Kapitän Torsten Frings. (mit Material von dpa)

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