Frauen-Bundesliga Der Abstieg rückt näher

Nun sind es wieder acht Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz. Die erwartete 0:3 (0:1)-Niederlage beim 1. FFC Frankfurt half den Fußballerinnen von Werders 1. Frauen natürlich nicht weiter im Rennen um den Klassenerhalt. Im Gegenteil.
29.03.2016, 08:32
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Nun sind es wieder acht Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz. Die erwartete 0:3 (0:1)-Niederlage beim 1. FFC Frankfurt half den Fußballerinnen von Werders 1. Frauen natürlich nicht weiter im Rennen um den Klassenerhalt. Im Gegenteil. Weil Bayer Leverkusen sein Heimspiel gegen Schlusslicht 1. FC Köln mit 2:0 gewann, werden die Bremerinnen erneut durch acht Zähler vom Tabellennachbarn getrennt. Die Chancen, den ersten Abstiegsplatz noch einmal zu verlassen, sind fünf Spiele vor dem Saisonende auf ein Minimum geschrumpft.

Dabei deutete Werder auch in Frankfurt an, dass die Mannschaft zumindest teilweise auf Erstliganiveau agieren kann – was die Defensive betrifft. Denn vor der Pause hatte der Gast es dem Favoriten schwer gemacht, einen Weg durch seine gut geordnete Abwehr zu finden. Der Gegentreffer vermochte daran nichts zu ändern, entsprang er doch einer Standardsituation. Gerade erst war der Anschluss erfolgt, da entschloss sich Sophie Schmidt zu einem Schuss aus 14 Metern, der von Cindy König mit dem Arm abgeblockt wurde. Den folgenden Handelfmeter verwandelte Mandy Islacker zu ihrem zwölften Saisontor und zur Führung des 1. FFC Frankfurt.

Der Treffer hatte aus Sicht von Matt Ross allerdings keine positiven Folgen für den FFC. „Nach dem perfekten Start haben wir ein wenig mit der Konzentration nachgelassen“, meinte der Frankfurter Trainer. Den Rest der ersten Halbzeit mühte sich seine Mannschaft vergeblich gegen die Bremerinnen. Ross: „Werder hat sehr gut gespielt.“ So sah es auch Steffen Rau, der seinem Team ebenfalls ein gutes Zeugnis ausstellte zur Leistung vor der Pause. „Selbst nach dem frühen Elfmeter haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und ein ordentliches Spiel gemacht“, so der Werder-Coach. Zudem habe sein Team ja immerhin „phasenweise versucht, den Gegner unter Druck zu setzen“.

In Frankfurt knüpften die Bremerinnen an den 1:0-Heimsieg gegen Freiburg an. Allein, es fehlte die Qualität, um für ernsthafte Torgefahr zu sorgen. Ein Schuss von Maren Wallenhorst knapp über das Tor (12.) sowie der Fernschuss von Marie-Luise Eta (19.) markierten die einzigen gefährlichen Szenen im ersten Durchgang. Auf Stürmerin Stefanie Antonia Sanders, die angeschlagen in Bremen geblieben war, hatte Werder in Frankfurt allerdings ebenso verzichten müssen wie auf Torfrau Jennifer Martens (Schulterprellung).

Lag es am Ausfall der beiden Leistungsträgerinnen, dass die Rau-Elf nach dem Wechsel keinen so großen Zugriff mehr bekam auf diese Partie? „Nein. In der zweiten Halbzeit ist es uns nicht immer gelungen, die individuelle Klasse zu verhindern“, meinte der Trainer. Die Chancen der nach wie vor feldüberlegenen Frankfurterinnen mehrten sich, und sie gewannen an Qualität. Neben den beiden Treffern durch Kerstin Garefrekes ließ der Gastgeber diverse Möglichkeiten ungenutzt, etwa als Sophie Matheis nur den Pfosten traf (65.). „Hätten wir am Ende ein oder zwei Tore mehr kassiert, hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, so Rau.

1. FFC Frankfurt: Kremer, Hendrich, van Egmond, Maroszán, Schmidt, Prießen (46. Laudehr), Groenen, Islacker (78. Linden), Garefrekes, Bartusiak (63. Matheis), Kuznik

Werder Bremen: Bockhorst - Wilde (66. Moelter), Ulbrich, Schiechtl, Toth - Eta, Scholz – Wolter, König (75. Schröder), Hassett – Wallenhorst (54. Bräuer)

Tore: 1:0 Islacker (2./Handelfmeter), 2:0 Garefrekes (60.), 3:0 Garefrekes (79.)

Schiedsrichterin: Angelika Söder – Zuschauer: 1100

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