Werders Fußballerinnen siegen 4:1

Ein bisschen nervös

Nach dem gelungenen Auftakt in die 2. Bundesliga Nord wies Steffen Rau darauf hin, dass am Ende „die Punkte zählen”.
29.08.2016, 00:00
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Von Stefan Freye
Ein bisschen nervös

Marie-Louise Eta

Oliver Baumgart (hansepixx.de)

Nach dem gelungenen Auftakt in die 2. Bundesliga Nord wies Steffen Rau darauf hin, dass am Ende „die Punkte zählen”.

Der 4:1 (1:1)-Heimsieg der Werder-Frauen über Arminia Bielefeld hatte zwar den ein oder anderen Wunsch offengelassen. Aber er erfüllte seinen Zweck, brachte er den Bremer Kickerinnen doch die drei begehrten Punkte ein. Zudem überwogen die positiven Merkmale der Partie ja bei Weitem. „Wir haben eine sehr ordentliche Leistung gebracht”, fand Marie-Louise Eta.

Die Spielführerin erinnerte allerdings auch daran, dass ihre Mannschaft am Anfang vielleicht „etwas nervös” gespielt hatte – und legte den Finger damit in die Wunde. Die erste Halbzeit war jedenfalls gekennzeichnet von einer ganzen Reihe vergebener Tormöglichkeiten. Lediglich der Treffer durch Stefanie Antonia Sanders zum zwischenzeitlichen 1:1 hatte zur Pause in der Positivbilanz des Gastgebers gestanden. Es hätten jedoch deutlich mehr Tore sein können, und dann wäre die Bielefelder Führung durch den Kopfball von Annabel Jäger bereits in der Halbzeit nicht mehr von Bedeutung gewesen.

Aber es fielen zunächst nicht mehr Treffer. Dabei hatten die 272 Zuschauer den Torschrei gleich mehrfach auf den Lippen gehabt: Als Cindy König aus zehn Metern neben das Tor schoss (8.), Sanders allein auf Vivien Brandt zulief, aber an Arminias Keeperin hängen blieb, König ein Heber missriet (28.), Schiechtl an Brandt scheiterte (30.) oder Maren Wallenhorst in aussichtsreicher Position auch nicht an der Bielefelder Torfrau vorbeikam (44.). Dass in Vivien Brandt eine der stärksten Kepperinnen im Tor der Arminia stand, war nur ein Teil der Erklärung für die vergebenen Chancen. „Natürlich müssen wir aus unseren Chancen mehr machen”, sagte Steffen Rau. Aber offenbar hatte sich seine Mannschaft die Effektivität vor dem gegnerischen Tor für die zweite Halbzeit aufgespart.

Was vor der Pause noch weitgehend missraten war, holte Werder nach dem Wechsel jedenfalls nach. Zunächst verwandelte Marie-Luise Eta einen Foulelfmeter sicher; Maren Wallenhorst war im Strafraum gelegt worden. Dann umkurvte Stefanie Antonia Sanders bei einem erneuten Sololauf auch die gegnerische Torfrau, und schließlich setzte Eta ein weiteres Ausrufezeichen. Die kleine Mittelfeldspielerin dribbelte sich durch die gesamte Bielefelder Hälfte und hatte schließlich auch den Überblick, den Ball am Ende zum Endstand ins Tor zu schieben. „Wir haben uns vom Gegentor nicht aus der Ruhe bringen lassen und dann am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen”, sagte die zufriedene Spielführerin.

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