Werder-Frauen verlieren gegen Aufsteiger Ratlos und enttäuscht

„Für uns ist es sehr bitter“, sagte Werder-Trainerin Carmen Roth nach dem schmerzhaften 0:1 gegen Bundesliga-Aufsteiger Bayer Leverkusen. Die Bremerinnen überzeugten nur in den ersten Minuten.
24.09.2018, 07:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Die Niederlage tat schon weh. Dem 3:0 bei Borussia Mönchengladbach zum Auftakt der 1. Bundesliga wollten Werders Fußballerinnen eigentlich einen Sieg gegen den zweiten Aufsteiger aus Leverkusen folgen lassen. Aber sie verloren mit 0:1 (0:1), blieben also ganz ohne Punkte. Wie die Niederlage gegen Bayer zustande kam, machte sogar nachdenklich. „Sie haben über 90 Minuten das bessere Spiel gezeigt und letztlich verdient gewonnen – für uns ist es sehr bitter“, sagte Werder-Trainerin Carmen Roth.

Ihre Chefin sah es ganz ähnlich. „Wir müssen uns fragen, warum Leverkusen die dominante Mannschaft war“, meinte Abteilungsleiterin Birte Brüggemann. Ratlos und enttäuscht waren die Bremerinnen nach dem zweiten Saisonspiel. Dabei hatte es eigentlich gut begonnen. In den ersten Minuten der Partie war Werder die deutlich bessere Mannschaft und hatte mit einem effektiven Pressing dafür gesorgt, dass der Gast kaum aus der eigenen Hälfte kam. Doch bereits zehn Minuten später ergab sich ein ganz anderes Bild. Denn nach der ersten halbwegs gelungenen Offensivaktion des Gegners hatte sich Werder zurückgezogen und das aggressive Spiel gegen den Ball damit weitgehend aufgegeben.

Damit besaß Bayer Leverkusen den nötigen Raum für den eigenen Spielvortrag, und den nutzte das Team denn auch ziemlich effektiv. In den folgenden Minuten brannte es jedenfalls mehrfach vor dem Tor von Lena Pauels. Und was noch viel schlimmer war: Man spürte förmlich, dass der Gast sich von Minute zu Minute von seinem Auftakt erholte. Bereits zur Mitte der ersten Halbzeit waren all die Gedanken an das 1:10 gegen Bayern München verflogen, hatte sich das Team das nötige Selbstvertrauen geholt und bestimmte das Geschehen.

Die Wende bleibt aus

Der psychologische Vorteil der Bremer war damit frühzeitig dahin. Das wurde auch deutlich beim Führungstreffer des Gastes, als sich Barbara Reger im Strafraum mit einer einfachen Körpertäuschung gegen Katharina Schiechtl eine freie Schussbahn verschaffte. Aus 14 Metern traf die Stürmerin schließlich zum 1:0 für ihr Team.

Zur Pause lag also eine schwache erste Halbzeit hinter dem Gastgeber. Es konnte deshalb eigentlich nur besser werden. Und es wurde: noch schlechter. Abgesehen von der Schlussphase, die Werder zu ein paar wütenden Angriffen mit einer ausgesprochen unglücklichen Chancenverwertung nutzte, hatte Bayer Leverkusen das Geschehen weiter fest im Griff.

Deshalb war der Gast dem zweiten Treffer über weite Strecken auch deutlich näher als die enttäuschenden Bremerinnen dem Ausgleich. „Ich habe ein auf Zufall basierendes Passspiel und wahnsinnig viele Fehlpässe gesehen“, fasste Birte Brüggemann ihre Eindrücke zusammen. Keine Frage: Im nächsten Spiel, dem Duell beim MSV Duisburg, muss Werder dringend ein anderes Gesicht zeigen.

Werder – Leverkusen 0:1

Werder Bremen: Pauels -Schiechtl, Wensing, Hausicke, Tóth - Steuerwald (73. Gieske), Wichmann, Scholz, Horvat, König - Goddard (46. Volkmer)

Bayer Leverkusen: Klink - Kerschowski, Ringsing, Wirtz, Heinze - Barth - Csiszar, Reger (72. Rudelic), Sahlmann (86. Hopfengärtner), Oliveira Leite (78. Uebach) - Mayr

Tor: 0:1 Reger (28.)

Schiedsrichterin: Wildfeuer (Sereetz)

Gelbe Karten: Hausicke / -

Zuschauer: 264

Weitere Informationen

Werder Bremen: Pauels -Schiechtl, Wensing, Hausicke, Tóth - Steuerwald (73. Gieske), Wichmann, Scholz, Horvat, König - Goddard (46. Volkmer)

1. FFC Frankfurt: Klink - Kerschowski, Ringsing, Wirtz, Heinze - Barth - Csiszar, Reger (72. Rudelic), Sahlmann (86. Hopfengärtner), Oliveira Leite (78. Uebach) - Mayr Tore: 0:1 Reger (28.)

Schiedsrichterin: Wildfeuer (Sereetz)

Zuschauer: 264; Gelbe Karten: Hausicke / -

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