Trainer-Lob nach Spiel in Freiburg Werder-Frauen erkämpfen 2:2

In der Tabelle der Frauen-Bundesliga hilft dieses Unentschieden Werder vermutlich nur wenig weiter. Die Entwicklung des Aufsteigers sollte das 2:2 (1:1) beim SC Freiburg aber nachhaltig vorantreiben.
12.10.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

In der Tabelle der Frauen-Bundesliga hilft dieses Unentschieden Werder vermutlich nur wenig weiter. Die Entwicklung des Aufsteigers sollte das 2:2 (1:1) beim SC Freiburg aber nachhaltig vorantreiben. „Ich bin sehr zufrieden mit einem Punktgewinn, den wir hart erkämpft haben“, meinte Werder-Trainer Steffen Rau nach der abwechslungsreichen Partie. Der Gastgeber hatte zwar optische Vorteile und unterm Strich auch die gefährlichere Mannschaft gestellt. Doch die Bremerinnen setzten abermals eine Menge Einsatz dagegen.

„Über fünf Spiele so zu agieren, ist wirklich vorbildlich, und dafür haben wir uns mit dem einen Punkt auch belohnt“, so Rau. Das Spiel beim Tabellensiebten war keineswegs einseitig verlaufen, und glücklichen getroffen hatte der Gast auch nicht. Vielmehr besaßen die Bremerinnen ihre Szenen in der Offensive, gleich die erste nutzten sie zu einem Treffer. Es hatte schon eine Menge von jener Abgeklärtheit, die Werder in den kommenden Monaten so nötig brauchen wird, wie Marie-Louise Eta die kurz ausgeführte Ecke von Cindy König zum 1:0 ins Tor schlenzte.

Kein Wunder, dass Steffen Rau später auch die „Art der Tore“ hervorhob. Der zweite Bremer Treffer zum erlösenden 2:2 war schließlich auch einer der schönen Art: Stefanie-Antonia Sanders spielte Gabriela Tóth frei, und die ungarische Nationalspielerin vollendete überlegt zum Endstand. Zwischen diesen beiden Treffern gab es weitere Möglichkeiten zu einem Bremer Tor. Etwa, als Pia Sophie Wolter an Laura Benkrath im Tor des SC Freiburg scheiterte (35.) oder als Sanders mit einem Fernschuss nur knapp das Gehäuse des Gegners verfehlte (67.).

Der Großteil des Geschehens spielte sich allerdings im Mittelfeld ab – oder eben vor dem Bremer Tor. Es bedurfte einmal mehr einer starken Torfrau Jennifer Martens und auch etwas Glück, um nicht mehr zu kassieren als den Doppelpack durch SC-Torjägerin Lina Magull. Werders Keeperin war zur Stelle gegen Jobina Lahr (8.), Hasret Kayikci (31.), Guilia Gwinn (49.) und erneut Kayikci (67.). Zudem vergab der Gastgeber fünf Minuten vor dem Ende eine weitere gute Chance, als Carolin Schiewe nach einer Ecke knapp über das Tor köpfte.

„Freiburg war spielerisch gut und hatte durchaus mehr Spielanteile“, räumte Steffen Rau ein, „aber wir hatten auch wir unsere Aktionen im Offensivspiel und haben auch nach dem Rückstand noch weitergekämpft“. Ein gelungenes Auswärtsspiel also, das die Bremerinnen mit Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben versorgen sollte. Bereits am kommenden Spieltag ist mit dem 1. FFC Frankfurt ein harter Brocken zu Gast in Bremen.

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