Eine Runde weiter

Werder-Frauen mit deutlichem Pokalsieg

Nach dem guten Start in die 1. Bundesliga haben die Werder-Frauen auch im Pokal überzeugen können. Der TSV Limmer wurde standesgemäß mit 6:1 geschlagen.
08.10.2017, 15:34
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werder-Frauen mit deutlichem Pokalsieg

Standesgemäß mit einem 6:1-Sieg präsentierten sich Werders Fußball-Frauen im Pokal.

Oliver Baumgart (hansepixx.de)

Nach dem guten Start in die 1. Bundesliga der Frauen waren Werders Fußballerinnen natürlich als klarer Favorit zum Pokalspiel beim TSV Limmer gereist. Aber eine gewisse Gefahr hatte sich mit auf die Reise gemacht: Würden die Bremerinnen den Tabellenführer der Regionalliga Nord im Zweitrundenspiel auch wirklich ernst genug nehmen? Nach Werders 6:1 (5:0)-Erfolg stand fest, dass es keine Probleme mit der Einstellung gegeben hatte.

„Ein gelungener Auftritt, wir haben unser Ziel erreicht“, meinte Trainerin Carmen Roth zufrieden. Sie hatte auch keinen Zweifel an der Motivation gehabt, vor dem Spiel von einem starken Gegner gesprochen, den ihre Mannschaft schon ernst nehmen würde. Dass es gleichwohl rund 20 Minuten dauern sollte, ehe der Gast zu seinem ersten Treffer kam, hatte denn auch andere Gründe. Von Beginn an nahm Werder nämlich das Geschehen in die Hand, wirkte aktiv und war entschlossen, erst gar keine Unruhe aufkommen zu lassen. Aber noch passte es eben nicht ganz, nicht beim knapp verzogenen Abschluss von Cindy König (4.) und auch nicht beim Kopfball von Lina Hausicke (15.).

Da die Stürmerinnen zunächst verpassten, machte sich also eine Innenverteidigerin auf zum Torerfolg: Nach einem Eckball von Marie-Louise Eta stand Lisa-Marie Scholz goldrichtig und brachte den Ball per Kopf in Limmers Tor unter. Ein schöner und auch wichtiger Treffer. „Nach dem 1:0 ist der Knoten geplatzt“, beschrieb Carmen Roth später die Bedeutung der Führung.

Natürlich war der Gastgeber, obwohl noch ohne Punktverlust in der dritthöchsten Liga, erst einmal defensiv angetreten und darauf bedacht, die Null zu halten. Ein Vorhaben, das Limmer angesichts des relativ frühen Rückstandes aufgeben musste. Damit entstanden zwar nicht deutlich größere Räume für die Bremerinnen. Aber das erste große Ziel hatte der Gastgeber nun verpasst.

In der Folge agierte der ohnehin unterlegene TSV Limmer nicht mehr ganz so konsequent, und das nutzte Werder zum Ausbau der Führung. Dabei trug sich zunächst Cindy König in die Torschützenliste ein. Erst verwandelte die zentrale Stürmerin eine Flanke von Verena Volkmer, dann ließ sie sich von Lisa Josten bedienen. „Die Mädels haben sich gut bewegt, waren zielstrebig und haben die Chancen konsequent genutzt“, meinte Carmen Roth später. Nachdem Meggie Schröder am Pfosten gescheitert war (39.), hatte Josten einen eigenen Treffer erzielt, aus rund 22 Metern mit einem Schuss unter die Latte des Limmer Tores.

Der Pausenstand, die klare Vorentscheidung in diesem Duell, war dann allerdings ohne die direkte Beteiligung einer Bremerin zustande gekommen, weil Elisa Meier ins eigene Tor traf.

In der Halbzeit rechneten nicht wenige der 450 Zuschauer mit einem Debakel für die Heimmannschaft. So hatten sie sich das Spiel gegen den Bundesligisten nun wirklich nicht vorgestellt. Vor allem, dass der TSV gegen Ende des ersten Durchgangs so stark abgebaut hatte, ließ nichts Gutes erwarten. Später war allerdings nicht so ganz klar, warum der zweite Spielabschnitt lediglich mit einem 1:1 endete.

Für Carmen Roth stand indes fest, dass ihre Mannschaft kein Mitleid, sondern einfach nur schwere Beine gehabt hatte. „Mit der letzten Konsequent wäre auch ein höheres Ergebnis drin gewesen“, meinte die Trainerin, verwies aber auf das „schwere Potsdam-Spiel“ in der Vorwoche. Sie konnte also ziemlich gut damit leben, dass dem zweiten Kopfballtreffer von Lisa-Marie Scholz kein weiteres Werder-Tor, dafür aber der Ehrentreffer des Gegners folgen sollte. Er sorgte dann auch dafür, dass der TSV Limmer mit einem blauen Auge davongekommen war.

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