Aus im Viertelfinale des DFB-Pokals

Chancenlos in Wolfsburg

Das war deutlich: Gegen den haushohen Favoriten VfL Wolfsburg haben die Werder-Frauen eine klare Niederlage kassiert. Am Ende stand es im Viertelfinale des DFB-Pokals 0:7 (0:4) aus Bremer Sicht.
20.03.2021, 17:47
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Das war eine herbe Pleite zum Abschluss der DFB-Pokalsaison: Mit 0:7 (0:4) unterlagen die Kickerinnen des SV Werder im Viertelfinale beim VfL Wolfsburg. Sie hatten einfach keine Chance auf den Einzug ins Halbfinale, der Gegner war zu stark, während die Bremerinnen sich gar nicht in der Verfassung für eine Überraschung befanden. „Die zwei englischen Wochen, die insgesamt positiv verliefen, waren dem Team am Ende anzumerken“, kommentierte Alexander Kluge die einseitige Partie im kleinen Wolfsburger Stadion. Es konnte deshalb auch keine Rede davon sein, dass die Ankündigung seines Abschieds zum Saisonende (Kluge kehrt zur U17 zurück) einen Einfluss auf das Duell genommen hätte. Der VfL Wolfsburg gilt als die Pokalmannschaft der vergangenen Jahre und wurde diesem Ruf gegen Werder mehr als gerecht.

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Allein sechsmal in Folge gewannen die Wolfsburgerinnen den Titel. Sie hatten vorm Heimspiel gegen das Kluge-Team 32 Pokalspiele in Serie gewonnen. Eine Szene aus der zweiten Hälfte der Partie unterstrich die große Lust des VfL auf weitere Erfolge in diesem Wettbewerb. Da hatte die eingewechselte Tuana Keles nämlich aus rund 16 Metern einfach mal mutig aufs Wolfsburger Tor geschossen, es allerdings knapp verfehlt (72.). Was diesen Moment so besonders machte? Es war die erste und einzige Offensivszene der Bremerinnen nach der Pause. Ansonsten spielte sich das Geschehen trotz der klaren Führung nahezu ausschließlich in der Hälfte der Gäste ab. „Wolfsburg hat einfach extrem viel Qualität, und wir hatten heute keine Chance“, fasste Alexander Kluge also zusammen.

Zwei Eigentore von Jaser

Aber wie gesagt: Im Vergleich zu den letzten Partien hatte seine Mannschaft nicht wirklich viel zu bieten. Vermutlich auch, weil einige Stammkräfte geschont wurden: Katharina Schiechtl und Gabriela Tóth nahmen zunächst auf der Bank Platz, Spielführerin Lina Hausicke und Jasmin Sehan standen nicht einmal im Kader. Wer auf dem Platz agierte, wirkte nicht immer frisch, und das galt auch für das ansonsten so starke Duo in der zentralen Abwehr. So zog Michelle Ulbrich ungewohnt oft den Kürzeren, und Franziska Jaser verlängerte gleich zweimal per Kopf ins eigene Netz.

Es half am Ende also nur wenig, dass Werder rund eine halbe Stunde lang noch ganz ordentlich gestanden hatte. Alexander Kluge: „Die ersten 25 Minuten haben wir es gut gemacht, dann müssen wir zwei Doppelschläge schlucken, und zur Halbzeit war das Spiel durch.“ Nun gilt es, das erwartete Pokal-Aus schnell abzuhaken und sich auf die wesentliche Aufgabe zu konzentrieren: Am kommenden Sonntag geht es beim SV Meppen um wichtige Punkte für den Erhalt der 1. Bundesliga.

Die Statistik zum Spiel

VfL Wolfsburg: Kiedrzynek – Hendrich, Oberdorf (57. Jakabfi), Janssen, Rauch – Doorsoun, Rolfö (57. Pajor), Blomqvist (69. Wolter), Engen – Huth (69. Svava), Popp (81. Goessling)

Werder Bremen: Pauels – Timmermann, Ulbrich, Jaser (63. Walter), Hausdorff – Wichmann, Gidion (81. Volkmer) – Radosavljevic (63. Keles), Walkling, Lührßen (46. Kofler) – Goddard

Tore: 1:0 Jaser (28., ET), 2:0 Popp (30.), 3:0 Oberdorf (39.), 4:0 Huth (42.), 5:0 Jaser (54., ET), 6:0 Popp (74.), 7:0 Pajor (82.) - Schiedsrichterin: Kunkel (Eichede) – Zuschauer: - Gelbe Karten: - / -

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