Frauenfußball-Bundesliga

Werder-Frauen: Schmeichelhaftes Remis in Potsdam

Die Werder-Frauen haben in der Bundesliga überraschend bei Turbine Potsdam gepunktet: Am Ende stand ein schmeichelhaftes 1:1 - ein Schuss von Marie-Louise Eta rettete den Punkt.
02.10.2017, 20:10
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Von Stefan Freye
Werder-Frauen: Schmeichelhaftes Remis in Potsdam

Marie-Louise Eta erzielte den 1:1-Ausgleich - der Endstand.

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Nachher machte Marie-Louise Eta ihrer Mannschaft ein „Riesenkompliment“, und das hatten Werders Erstliga-Kickerinnen auch verdient. Mit einem Punktgewinn war beim Auswärtsspiel gegen Turbine Potsdam, dem Tabellenzweiten, nun wirklich nicht zu rechnen gewesen. Allerdings wäre es wohl auch nichts geworden mit dem 1:1 (1:0)-Unentschieden, hätte die Spielführerin nicht einen so eindrucksvollen Moment erwischt: Nach gut einer Stunde hatte Eta nämlich aus rund 25 Metern abgezogen und mit einem leicht abgefälschten Schuss ins linke untere Toreck für den Ausgleich gesorgt. „Das ist zwar ein glücklicher Punkt, aber natürlich ist es trotzdem schön, damit nach Hause zu fahren“, meinte die Torschützin. Sie hatte tatsächlich einen Treffer erzielt, der angesichts eines eher einseitigen Spiels nicht in der Luft gelegen hatte.

Hoffnungslos unterlegen waren die Bremerinnen dem Gastgeber vielleicht nicht. Aber das Geschehen hatte sich schon weitgehend in ihrer Hälfte abgespielt, und an guten Chancen mangelte es Turbine Potsdam auch nicht. Weil der Favorit gleich seine erste Möglichkeit zur Führung genutzt hatte, war gerade die Anfangsphase von einer gewissen Sorge begleitet worden. Denn wer nach 87 Sekunden den ersten Gegentreffer kassiert, kann durchaus ein Debakel erleben.

"In der ersten Halbzeit kamen wir oft einen Schritt zu spät"

Die Szene war nicht gerade von einer starken Defensivleistung geprägt worden. Im Gegenteil: Auf der linken Abwehrseite hatte Lisa-Marie Scholz die Flanke von Svenja Huth nicht verhindern können, Michelle Ulbrich in der Mitte am Ball vorbei geschlagen, und schließlich war Katharina Schiechtl gegen die Torschützin Felizitas Rauch zu spät gekommen. Eine Fehlerkette, die nicht unbedingt für Optimismus sorgen sollte. „In der ersten Halbzeit kamen wir oft einen Schritt zu spät“, räumte Eta später ein.

Aber Folgen sollte das nicht mehr haben, weil sich Werder im Vergleich zur ersten gefährlichen Situation schon zu steigern wusste – und weil Keeperin Anneke Borbe mit starken Reaktionen einmal mehr unter Beweis stellte, dass sie ein guter Ersatz der verletzten Lena Pauels ist. Aber Werder verdiente sich den Punkt in Potsdam nicht nur durch eine ordentliche Defensivleistung. Im zweiten Durchgang agierte der Gast auch etwas mutiger, ohne damit die optischen Vorteile von Turbine verhindern zu können.

„Uns war klar, dass es schwer werden wird, gerade aufgrund Potsdams individueller Klasse“, meinte Trainerin Carmen Roth, bezeichnete das 1:1 angesichts des „Kampfgeists und der Leidenschaft, die wir auf den Platz gebracht haben“, aber als verdient.

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