1:3-Niederlage gegen Hoffenheim

Werder-Frauen begehen zu viele Fehler

Viertes Spiel, vierte Niederlage: Die Werder-Frauen haben bei der TSG Hoffenheim mit 1:3 verloren. Nach dem Spiel war der Frust groß.
04.10.2020, 13:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werder-Frauen begehen zu viele Fehler

Trainer Alexander Kluge musste mit den Werder-Frauen eine weitere Niederlage verarbeiten.

nordphoto

Die Niederlage war bitter. Sehr bitter. „Wir arbeiten jede Woche, dass wir punkten“, meinte Agata Tarczyńska, „und jetzt fahren wir wieder ein paar Stunden mit Nichts in der Hand.“ Die Sätze fielen nach dem 1:3 (1:0) von Werders 1. Frauenmannschaft bei der TSG Hoffenheim und vor der Rückfahrt aus dem Kraichgau. Dabei war es nicht allein die vierte Pleite im vierten Spiel der 1. Bundesliga, die für Frust bei den Bremer Kickerinnen sorgte. Es ging auch um die Bedeutung des Spiels: Nach Duellen mit mehr oder weniger ambitionierten Teams hatte gegen das Kellerkind TSG Hoffenheim eigentlich der Knoten platzen sollen. „Aber wir müssen uns vorwerfen, dass wir in der ersten Hälfte nicht effektiv genug waren“, meinte Werder-Trainer Alexander Kluge nach der „besten Halbzeit der Saison“.

Sein Team hatte wirklich richtig gut ins Spiel gefunden. Der Führungstreffer durch Tarczyńska, die TSG-Keeperin Ann-Kathrin Dilfer nach tollem Pass von Verena Volkmer mit einem Lupfer überwand, markierte bei weitem nicht die einzige Chance des Gastes. So hatte die Torschützin bereits vor ihrem Treffer eine sehr gute Möglichkeit vergeben (7.), und nach dem 1:0 war Jana Radosavljevic in sehr guter Abschlussposition gescheitert (25.). Die Bremerinnen gingen also recht leichtfertig mit ihren Chancen um – das war die wesentliche Erkenntnis der ersten Halbzeit. Allerdings musste sich nach 90 Minuten der Blick zwangsläufig auch auf die grün-weiße Defensive richten: Gegen eine Hoffenheimer Mannschaft, die zuvor in drei Partien gerade zwei Treffer erzielt hatte, muss man wohl nicht unbedingt gleich drei Tore innerhalb von 45 Minuten kassieren.

„Die Gegentore sind viel zu einfach gefallen“, bestätigte Kluge, dass auch die Abwehr ihre Probleme bekommen hatte. Der Trainer sah „Fehler, die in der 1. Bundesliga nicht passieren dürfen“. Und genau darum geht es nun in den kommenden Tagen: Der Bremer Aufsteiger stellte auch in Hoffenheim über weite Strecken unter Beweis, dass er durchaus zu konkurrenzfähigen Leistungen imstande ist. Ihm fehlt aber die Konstanz in seinen Auftritten. Das mag typisch sein für einen Neuling. Aber das hilft kaum weiter. Angesichts des letzten Tabellenplatzes und null Punkten fehlt die Zeit zur langsamen Entwicklung. „Wir müssen jetzt ganz schnell lernen, unsere Leistung über 90 Minuten abzurufen“, meinte Alexander Kluge.

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