Auswärtssieg beim SV Henstedt-Ulzburg

Werders Frauen gewinnen 2:0

Die Werder-Frauen haben 2:0 beim SV Henstedt-Ulzburg gewonnen - die Tabellenspitze mussten sie dennoch an Wolfsburg II abgeben.
30.10.2016, 15:24
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werders Frauen gewinnen 2:0

Die Werderanerinnen Stefanie Sanders, Reena Wichmann und Giovanna Hoffmann.

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Die Werder-Frauen haben 2:0 beim SV Henstedt-Ulzburg gewonnen - die Tabellenspitze mussten sie dennoch an Wolfsburg II abgeben.

Dass Geduld gefragt sein würde in diesem Fußballspiel, hatte vorher ja außer Frage gestanden. So viel Geduld war allerdings nicht zu erwarten gewesen. Erst nach über einer Stunde sicherte ein Doppelschlag von Stefanie Antonia Sanders Werders erster Frauenmannschaft den Auswärtssieg beim SV Henstedt-Ulzburg, dem Vorletzten der 2. Bundesliga Nord. „Im Angriffsdrittel hat uns heute ein wenig die Durchschlagskraft gefehlt, um die Chancen noch konsequenter zu verwerten“, bemängelte Trainer Steffen Rau wenig überraschend die Effektivität seiner Spielerinnen vor dem gegnerischen Tor.

Der Werder-Trainer zeigte sich letztlich aber durchaus versöhnlich: „Insgesamt bin ich zufrieden, wie wir es über weite Strecken der Partie spielerisch gelöst haben.“ Der spielerisch ansprechende Vortrag seiner Mannschaft hatte zu zahlreichen Gelegenheiten für den Gast aus Bremen geführt. Doch eine ziemlich lange Zeit sollten daraus keine Treffer folgen. Zunächst hatte sich Sanders erfolglos versucht (3., 7.), dann war Meggie Schröder mit mehreren Schussversuchen gescheitert, ihr Team endlich in Führung zu bringen. Kurz vor der Pause verhinderte der Pfosten des gegnerischen Tores (40.) einen zählbaren Erfolg von Schröder.

Schmuckloser Erfolg

Es sprach natürlich nicht für Werder, wie fahrlässig die überlegene Elf mit ihren Möglichkeiten umgegangen war. Er sprach aber ganz sicher für diese Mannschaft, dass sie auch im zweiten Durchgang ruhig weiterspielte und darauf setzte, den doch recht defensiv agierenden Gastgeber noch zu überwinden. Nachdem Schröder (48.) und Sanders (59.) auch in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs in aussichtsreicher Position gescheitert waren, sollte dann auch endlich die Erlösung folgen.

Zunächst bereitete ein tolles Solo von Giovanna Hoffmann die Führung durch Stefanie Antonia Sanders vor (64.), dann schloss die gleiche Stürmerin im dritten Versuch einen Angriff zum 2:0 (67.) ab, nachdem sie und die eingewechselte Cindy König zuvor noch gescheitert waren.

Bei diesem Spielstand sollte es bleiben – auch weil Henstedts Vera Homp zehn Minuten vor Schluss nur die Latte des Bremer Tores traf. „Am Ende ist wichtig, dass wir gewonnen haben“, kommentierte Stefanie Antonia Sanders den schmucklosen Erfolg. Die Doppeltorschützin fand aber auch, dass „mehr drin“ gewesen wäre. „Der Gegner hat sehr tief gestanden und sich aufs Verteidigen konzentriert. Es war heute schwierig, das Kombinationsspiel aufzuziehen, aber wir haben unsere Torchancen auch zu einfach liegengelassen.“

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