Bundesliga

Werders Frauen spielen nur 2:2 in Köln

Sie wollten unbedingt gewinnen zum Abschluss des Fußballjahres. Im Bundesligaspiel beim 1. FC Köln ging es für Werders Frauen schließlich darum, sich abzusetzen vom Schlusslicht der Liga. So gesehen war das 2:2 eigentlich zu wenig.
21.12.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werders Frauen spielen nur 2:2 in Köln

Katharina Schiechtl (rechts) brachte Werder bereits in der dritten Minute per Kopf in Führung – zum Sieg reichte es aber nicht.

hansepixx.de

Sie wollten unbedingt gewinnen zum Abschluss des Fußballjahres. Im Bundesligaspiel beim 1. FC Köln ging es für Werders Frauen schließlich darum, sich abzusetzen vom Mitaufsteiger, dem Schlusslicht der Liga.

So gesehen war das 2:2 (2:1)-Unentschieden eigentlich zu wenig. Aber weil man um die Bedeutung der Partie wusste, hatte man sich in Bremen auch darauf festgelegt, dass selbst ein Punkt weiterhelfen könnte in diesem Duell. Schließlich verhinderte das Team von Steffen Rau auf diese Weise den Absturz ans Tabellenende. Auch deshalb wollte der Trainer seiner Mannschaft „alles in allem“ ein Kompliment machen: „Sie hat sich hier zum Abschluss super präsentiert.“

Am Ende stand jedenfalls eine Punkteteilung, die durchaus als leistungsgerecht zu bezeichnen war. In einer munteren Partie besaßen beide Teams ihre Spielanteile, und vor allem verteilten sich die Chancen einigermaßen ausgeglichen. Dabei hatte Werder den deutlich besseren Start erwischt. Denn gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Katharina Schiechtl per Kopf zum 1:0 getroffen hatte. Viel besser hätte diese Partie nicht beginnen können für die Bremerinnen. Zumal sie anders als der 1. FC Köln – ihr Gegner hatte immerhin vier Punkte aus den vergangenen vier Partien gewonnen – ja nicht gerade selbstbewusst in die Domstadt gereist waren.

Tatsächlich sollte es fast eine halbe Stunde dauern, ehe der Gastgeber mit einem Freistoß seiner Torjägerin Lise Munk ans Außennetz für Gefahr sorgte (25.). Eine Szene, die einmal mehr deutlich machte, wie sehr das Offensivspiel des FC abhängig ist von der dänischen Nationalstürmerin. Wenige Minuten später ließ die Bremer Defensive sie trotzdem für einen Moment aus den Augen, und so traf Munk zum Ausgleich. Ein paar richtig gute Angriffsversuche der Gastgeberinnen schlossen sich an, doch dann war wieder Werder am Zug. Das Duell lautete: Stefanie Antonia Sanders gegen Laura Giulani. Gleich zwei Mal in Folge prüfte Werders Stürmerin die Kölner Keeperin (44., 45.), blieb jedoch jedes Mal nur zweite Siegerin.

Also musste wieder eine Abwehrspielerin für den Torerfolg sorgen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Michelle Ulbrich per Kopf zur 2:1-Führung. Zum Sieg reichte aber auch dieser Treffer nicht. Weil in einer ähnlich ausgeglichenen zweiten Hälfte nur noch eine Mannschaft traf, nämlich der 1. FC Köln durch den Abstauber von Yvonne Zielinski. „Mit etwas mehr Glück gehen wir hier sogar als Sieger vom Platz, aber da hätten wir bei den Gegentoren besser verteidigen müssen“, meinte Ulbrich enttäuscht. Aber auch Werders Innenverteidigerin wusste: „Jeder Punkt hilft uns weiter.“ Der Trainer sah es ähnlich. „Wir gehen zweimal in Führung und hätten den Sieg durchaus mitnehmen können“, fand Rau. Letztlich habe man aber beiden Mannschaften angemerkt, „dass sie unbedingt die drei Punkte wollten“.

1. FC Köln: Giulani - Schrum, Ehegötz, Kirchberger, London, Zielinski (82. Knopf), Seuren, Gerhardt, Munk, Hild, Rinast
Werder Bremen: Martens - Schacher (63. König), Schiechtl, Ulbrich, Tóth - Eta, Scholz - Schröder, Maierhofer, Wallenhorst - Sanders
Tore: 0:1 Schiechtl (4.), 1:1 Munk (32.), 1:2 Ulbrich (45.+1), 2:2 Zielinski (58.)
Schiedsrichterin: Kunkel (Eichede)
Zuschauer: 535
Gelbe Karte: -/ Eta

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