Favoritenschreck Werders Frauen wollen nächsten Erstligisten aus Pokal werfen

Werders Fußballfrauen spielen an diesem Mittwoch (18 Uhr) im DFB-Pokal gegen den Bundesliga-Siebten SC Sand. Und Optimismus ist angebracht, zuletzt warfen Werders Frauen zwei Erstligisten aus dem Wettbewerb.
15.03.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Werders Fußballfrauen spielen an diesem Mittwoch (18 Uhr) im DFB-Pokal gegen den Bundesliga-Siebten SC Sand. Und Optimismus ist angebracht, zuletzt warfen Werders Frauen zwei Erstligisten aus dem Wettbewerb.

Natürlich starten Werders Fußballerinnen voller Zuversicht in ihr viertes DFB-Pokalspiel an diesem Mittwoch (18 Uhr) gegen den SC Sand. Sie haben auch allen Grund zum Optimismus. Bislang warfen die Bremerinnen aus dem Wettbewerb: den Regionalligisten Holstein Kiel (15:0), den Tabellenführer der 1. Bundesliga Turbine Potsdam (6:5 nach Elfmeterschießen) und mit der TSG Hoffenheim schließlich einen weiteren Erstligisten (1:0). Nach dem erfolgreichen Achtelfinale gegen den Tabellenachten kommt nun der SC Sand, derzeit auf Rang sieben der 1. Bundesliga. Da sollte doch erneut etwas drin sein.

Das findet auch Steffen Rau. Aber der Werder-Trainer sieht seine Rolle in erster Linie als „Euphoriebremse“. Sein Team wird das Viertelfinale nicht allein deshalb gewinnen, weil es bisher so gut gelaufen ist. Es hat nur dann eine Chance, wenn es auch wieder so auftritt wie in den bisherigen Pokal-Duellen. Und dazu muss die Elf sich in gewisser Hinsicht freimachen von der Vergangenheit. „Es geht um die richtigen Schlüsse“, sagt Steffen Rau. „Wir dürfen nicht sagen: Das machen wir schon wieder irgendwie, sondern müssen uns fragen: Was hat uns bisher stark gemacht.“

SC Sand stand bereits im Finale

Für den Trainer unerlässlich ist deshalb, dass sich Werder gegen den SC Sand – Finalteilnehmer der letzten Spielzeit – erst einmal auf eine andere physische Belastung einstellt. So wie es das Team bereits gegen Potsdam und Hoffenheim getan hatte. Rau: „In diesen beiden Spielen haben wir erst körperlich dagegengehalten und dann spielerische Elemente eingebracht.“ Gelingt Werder dies wieder, dann wird es wohl auch der dritte Erstligist schwer haben.

Der SC Sand, die Überraschungsmannschaft des letzten Jahres, betritt beim Spitzenreiter der 2. Bundesliga Nord jedenfalls Neuland. Bislang war der SC Sand im Pokalwettbewerb nämlich ausnahmslos auf Mannschaften aus der 2. Bundesliga Süd getroffen, gewann beim Tabellenvierten Hessen Wetzlar mit 3:1, gegen den Sechsten Schott Mainz mit 4:0 und gegen SV 67 Weinberg (11.) mit 3:0.

Richard Dura trainiert Sand seit zwei Wochen

Die letzten Punktspielergebnisse lassen dagegen nicht auf einen besonders formstarken Gegner schließen. Mit einer 1:4-Niederlage startete der SC Sand in die zweite Saisonhälfte, ihr schloss sich eine 0:1-Heimpleite gegen das Schlusslicht Borussia Mönchengladbach an. Da saß Colin Bell schon gar nicht mehr auf der Bank. Der ehemalige Erfolgstrainer des 1. FFC Frankfurt hatte Anfang Februar von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch gemacht, um die irische Nationalmannschaft zu übernehmen. Der verpatzte Auftakt 2017 dürfte damit zu tun haben. Seit zwei Wochen wird der SC Sand vom Polen Richard Dura trainiert.

Bei Werder wird Torjägerin Stefanie Antonia Sanders nach einem Kreuzbandriss bei der U 19-Nationalmannschaft mehrere Monate fehlen. Die junge Stürmerin hatte in den bisherigen Pokal-Duellen für Torgefahr gesorgt. Sie zählt mit drei Treffern hinter Cindy König (4) zu den erfolgreichsten Schützinnen. „Davon dürfen wir uns aber nicht runterziehen lassen“, fordert Steffen Rau. Er muss gegen den SC Sand zudem auf die erkrankte Alicia Kersten verzichten.

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