Frauen-Bundesliga Werders Fußballerinnen mit Last-Minute-Niederlage

Viel hat Werders Kickerinnen nicht vom ersten Unentschieden in der Bundesliga getrennt, jedenfalls nicht auf der Uhr des Ernst-Abbe-Sportfeldes. Erst in der Schlussminute kassierten die Bremerinnen den Gegentreffer zur 0:1 (0:0)-Niederlage beim FF USV Jena.
13.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye

Viel hat Werders Kickerinnen nicht vom ersten Unentschieden in der Bundesliga getrennt, jedenfalls nicht auf der Uhr des Ernst-Abbe-Sportfeldes. Erst in der Schlussminute kassierten die Bremerinnen den Gegentreffer zur 0:1 (0:0)-Niederlage beim FF USV Jena. „Natürlich ist das bitter für uns, dennoch geht der Sieg für Jena in Ordnung“, fasste Werder-Coach Steffen Rau das Spiel zusammen. Auch wenn der Treffer des Gastgebers sehr spät fiel und damit auch glücklich, so fiel er doch verdient. So gesehen trennte die Bremerinnen schon eine ganze Menge von einer gerechten Punkteteilung.

Es gab sie zwar, diese guten Werder-Szenen vor dem gegnerischen Tor. Etwa als Maren Wallenhorst an Jenas Torfrau Stenia Michel scheiterte und Stefanie-Antonia Sanders den Nachschuss über das Gehäuse des Universitätssportvereins setzte (13.). Als Pia-Sophie Wolter eine Viertelstunde später in den Strafraum des Gastgebers eindrang und zu Fall kam, erkannten auch nicht wenige Beobachter einen Strafstoß (29.). Und in der zweiten Halbzeit, da versuchten es Daniela Schacher und Sanders mit Fernschüssen, scheiterten aber knapp.

Zu wenig Offensivkraft

Unterm Strich hatte der Gast aus Bremen aber zu wenig in der Offensive zu bieten gehabt – in jedem Fall deutlich weniger als sein Gegner. In der Anfangsphase musste man sich sogar Sorgen machen um Werder. Bereits in der zweiten Minute hatte Amber Hearn das diesmal von Lisa-Maria Weinert gehütete Tor nur knapp verpasst, wenig später verzog Claudia van den Heiligenberg nur knapp. Das Jenaer Sturmduo hatte sich auf diese Weise schon mal richtig gut eingeführt in die Partie, und vor allem die 30-jährige Neuseeländerin Hearn stellte Werders Abwehr vor Probleme. Sie zwang Weinert mit einem Schuss aus kurzer Distanz denn auch noch vor der Pause zu einer Glanzparade (41.).

Nach dem Wechsel sollte sich nicht allzu viel ändern an den Kräfteverhältnissen: Der USV stürmte, Werder bemühte sich – abgesehen von der ein oder anderen Konterszene – um Torsicherung. Es dauerte bis zur Schlussphase, ehe die Bremerinnen durch Schachers Fernschuss ein offensives Ausrufezeichen setzten (68.). Als die Gastgeberinnen durch die eingewechselte Lina Hausicke gleich zweimal nur denkbar knapp scheiterten (83., 89.), lag endgültig ein Tor in der Luft. Und lange warten musste der USV Jena ja auch nicht mehr: In der Schlussminute war Amber Hearn nach einem Eckstoß zur Stelle und köpfte das aus Jenaer Sicht erlösende 1:0.

Während er in der ersten Halbzeit noch „ein, zwei gute Chancen“ für seine Mannschaft notiert hatte, musste Steffen Rau anerkennen, dass sich die Partie im zweiten Durchgang noch mehr zugunsten des Gegners entwickelte: „Da waren wir vor allem defensiv gefordert und konnten nur für wenig Entlastung sorgen.“ Doch der Trainer entdeckte durchaus positive Aspekte der Niederlage. „Wir haben auswärts bei einem etablierten Bundesligisten gut mithalten können, und das gibt uns Mut für die weiteren Hürden“, so Rau.

USV Jena: Michel - Melhado, Breitenbach, Hearn, Vonkova (68. Hausicke), Sedlackova, Heinze (63. Rudelic), Jacorne Silva, van den Heiligenberg, Arnold (89. Martin)

Werder Bremen: Weinert - Schiechtl (72. König), Scholz, Ulbrich, Schacher - Eta, Goddard, Wolter, Moelter, Wallenhorst (81. Kersten) - Sanders

Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau)

Zuschauer: 405

Tore: 1:0 Hearn (90.)

Gelbe Karte: - / Wallenhorst

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