Deutlicher Sieg gegen Bramfelder SV

Werders Zweitliga-Frauen sind nach 8:0-Erfolg Tabellenführer

Werder Bremens Zweitliga-Frauen gewinnen 8:0 gegen Schlusslicht Bramfelder SV und verdrängen den VfL Wolfsburg II von der Tabellenspitze.
17.10.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefan Freye
Werders Zweitliga-Frauen sind nach 8:0-Erfolg Tabellenführer

Werders Zweitliga-Fußballerin um Cindy König sind nach dem 8:0-Erfolg Tabellenführer.

Dennis Gloth (hansepixx)

Werder Bremens Zweitliga-Frauen gewinnen 8:0 gegen Schlusslicht Bramfelder SV und verdrängen den VfL Wolfsburg II von der Tabellenspitze.

Eigentlich war doch alles ganz gut gelaufen. Am fünften Spieltag der 2. Bundesliga Nord hatten Werders Frauen mit 8:0 (3:0) gegen Schlusslicht Bramfelder SV gewonnen. Der deutliche Sieg reichte sogar, um den VfL Wolfsburg II von der Tabellenspitze zu verdrängen – und doch waren die Bremerinnen nicht ganz zufrieden. „Ein souveräner Heimsieg, der in der Höhe verdient war. Doch es hätten noch mehr Tore sein müssen”, sagte Werder-Trainer Steffen Rau. Stephanie Goddard gab ihrem Coach Recht: „Die ein oder andere Torchance hätten wir besser nutzen können.” Man ahnt es – das Spiel war doch ziemlich einseitig verlaufen.

Dabei war zunächst Geduld gefragt. Die erste echte Torchance hatten die Gäste aus Hamburg durch Ziva Hanzic (25.). Dagegen war ein Schuss von Giovanna Hoffmann ans Außennetz (5.) die zunächst einzige gefährliche Aktion der Gastgeberinnen. Nach rund einer Viertelstunde war die Ordnung in der Hamburger Defensive allerdings komplett dahin.

Eindruck eines Trainingsspiels

Die Gäste, die allein in der ersten Halbzeit zwei Mal verletzungsbedingt wechseln mussten, gestatteten ihrem Gegner nun zu viel Freiräume. Das Ergebnis war eine deutliche Halbzeitführung: Zunächst rutschte Stefanie Goddard in eine Flanke von Gabriela Toth, dann schloss Cindy König einen Angriff freistehend ab und verwandelte schließlich eine Vorlage von Goddard zum dritten Treffer. Bei beiden Treffern stand König so frei, dass sich schon ein wenig der Eindruck eines Trainingsspiels aufdrängte.

Nur hatten die Bremerinnen eben vor der Pause schon ein paar gute Möglichkeiten ausgelassen, und das sollte sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern. Zwar sorgte Hoffmann – die ebenso wie Goddard ihr Startelfdebüt nach langer Verletzungspause feierte – mit einem tollen Distanzschuss frühzeitig für den vierten Treffer.

Doch danach ließen Goddard und König erst einmal beste Chancen ungenutzt. Zwei Treffer steuerte die eingewechselte Stefanie Antonia Sanders bei. Der Schlusspunkt durch die ebenfalls kurz zuvor ins Spiel gekommene Jessica Golebiewski beendete das einseitige Treiben auf Platz 11. Mit einem Ergebnis, das „gut aussieht”, wie Stepahnie Goddard bemerkte. Die routinierte Mittelfeldspielerin ordnete die Kritik an der mangelnden Chancenverwertung denn auch treffend ein: „Das ist Meckern auf hohem Niveau.”

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