Werder Bremen Gute Bremer Erinnerungen an 1899 Hoffenheim

Bremen. Die Bremer Erinnerungen an 1899 Hoffenheim sind frisch und gut: Im DFB-Pokal warf Werder den Herbstmeister des Vorjahres jüngst aus dem Wettbewerb und überhaupt gab es in den bisherigen vier Duellen mit den Kraichgauern noch keine Niederlage. Das soll auch am Sonntag so bleiben.
12.03.2010, 15:01
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Die Bremer Erinnerungen an 1899 Hoffenheim sind frisch und gut: Im DFB-Pokal warf Werder den Herbstmeister des Vorjahres jüngst aus dem Wettbewerb und überhaupt gab es in den bisherigen vier Duellen mit den Kraichgauern noch keine Niederlage. Das soll auch am Sonntag (15.30 Uhr bei uns im Liveticker) so bleiben, wenn Werder Bremen am 26. Bundesliga-Spieltag in der schmucken Arena in Sinsheim zu Gast ist.

Die beiden Liga-Duelle im Weserstadion gewann Werder (5:4 und 2:0), beim bisher einzigen Auswärtsauftritt der Grün-Weißen in Hoffenheim gab es in der Vorsaison ein 0:0. Das letzte Duell der beiden offensiv ausgerichteten Klubs gab es am 9. Februar im DFB-Pokal. Titelverteidiger Werder gewann durch ein Traumtor von Hugo Almeidamit 2:1 und zog ins Halbfinale ein, bei 1899 herrscht spätestens seit der Niederlage Katerstimmung. Der Musterschüler des Vorjahres tritt derzeit auf der Stelle.

Nur zwei seiner letzten 13 Pflichtspiele gewann 1899 Hoffenheim, entsprechend findet sich die ambitionierte Truppe von Trainer Ralf Rangnick im tristen Liga-Mittelfeld wieder. Zu wenig für die eigenen Ansprüche - und auch weniger, als viele Experten dem aufstrebenden Klub noch vor gut einem Jahr zugetraut hatten. Da waren die Kraichgauer als Aufsteiger noch Herbstmeister geworden und galten als kommendes Spitzenteam.

Rangnick bekennt sich klar zum Verein

Mäzen Dietmar Hopp, mit dessen Geld der Aufschwung über Jahre finanziert wurde, ist ratlos. "Es ist für mich schwer nachvollziehbar, dass man so wenig Einsatz zeigen kann. Ich habe keine Erklärung für den Zustand der Mannschaft", sagte der Milliardär nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage gegen Aufsteiger Mainz 05. Und auch Manager Jan Schindelmeiser schlägt härtere Töne an: "Es fällt mir schwer, die Mannschaft nach einer Leistung wie heute zu schützen." Weitere Leistungen "weit unter Mittelmaß" will Hopp nicht mehr akzeptieren: "Ich kann nur an die Mannschaft appellieren, sich nicht hängen zu lassen."

Für Schindelmeiser ist das kommende Spiel gegen Werder ein "Charaktertest" für seine Spieler. "Ich bin sehr gespannt, wie die Spieler darauf gegen Bremen reagiert", sagte der Manager, der von einer Trainerdiskussion bislang noch absieht. Und auch Ralf Rangnick denkt in der schweren Phase nicht ans Aufgeben. "Ich werde nächstes Jahr weder in Wolfsburg noch bei einem anderen Verein als HoffenheimTrainer sein", sagte der 51-Jährige am Freitag. Nach einem zweistündigen Gespräch mit Mäzen Hopp habe er das Gefühl, dass dieser "längerfristig mit mir zusammenarbeiten will". Im Sommer werde man sich über eine mögliche Verlängerung des Kontraktes unterhalten.

Dennoch ist die Erfolglosigkeit der letzten Monate nicht spurlos an der heilen Hoffenheimer Fußballwelt vorbeigegangen. "Die Luft ist bleihaltiger geworden", nennt das Schindelmeiser. Der erste Sieg gegen Werder Bremen überhaupt würde die Luft im Kraichgau zumindest vorerst wieder etwas reinigen.

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