Werder Bremen Hunt verlängert Vertrag bei Werder bis 2014

Bremen. Werder Bremens Mittelfeldspieler Aaron Hunt hat seinen Vertrag bei den Grün-Weißen am Mittwoch bis 2014 verlängert. "Wir freuen uns, dass sich Aaron auch weiterhin für Werder entschieden hat", erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs.
24.02.2010, 06:11
Lesedauer: 3 Min
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Hunt verlängert Vertrag bei Werder bis 2014
Von Olaf Dorow

Bremen. Gegen Enschede kann er nicht spielen. Er ist gesperrt. Zurzeit ist er auch ein bisschen verletzt, wenn auch nicht schlimm. Trotzdem hatte es Werders Mittelfeldspieler Aaron Hunt schon am Dienstag geschafft, für die gute Nachricht des Tages zu sorgen, als er ankündigte, seinen auslaufenden Vertrag um vier Jahre, also bis zum Sommer 2014, zu verlängern. Am Mittwoch wurde der Kontrakt dann unterschrieben.

Die Vertragsverlängerung des 23 Jahre alten Nationalspielers hatte sich bereits länger angedeutet. Hunt betonte bereits am Dienstag, trotz anderer Angebote ausschließlich mit Werder verhandelt zu haben. Die Nachricht überrascht nicht, leuchtet aber ein. Vier Jahre sind eine ordentliche Portion, es können die vier besten Hunt-Jahre werden. Er ist 23 und kein fertiger Spieler, das nicht. Aber am Sonnabend in Mainz wird er bereits sein hundertstes Bundesliga-Spiel absolviert haben. Er war gerade ein paar Tage 18 Jahre alt, als er zum ersten Mal mitmachte in Deutschland bester Klasse. Werder bindet einen erfahrenen Profi, der selbst bei Vertragsende, welches in weiter Ferne liegt, noch im besten Fußballeralter ist.

"Er wird auch in der Nationalmannschaft zu weiteren Einsätzen kommen"

Werders Geschäftsführer Klaus Allofs sagte zur Vertragsverlängerung des deutschen Nationalspielers: "Wir freuen uns, dass sich Aaron auch weiterhin für Werder entschieden hat. Er hat hervorragende Fähigkeiten und konnte dies nach vielen verletzungsbedingten Rückschlägen in dieser Saison konstant unter Beweis stellen. Wir sind sicher, dass er auch in der Nationalmannschaft zu weiteren Einsätzen kommen wird."

Auch Cheftrainer Thomas Schaaf begrüßt das Ergebnis der Vertragsverhandlungen: "Aaron Hunt hat in den vergangenen Monaten eine tolle Entwicklung bei Werder Bremen genommen und ich freue mich sehr, dass er diesen Weg mit uns weitergehen möchte. Ich bin davon überzeugt, dass seine Entwicklung bei uns noch nicht abgeschlossen ist und weiß, dass er mit Werder noch einiges erreichen will."

"Es wäre schön, wenn das für Mesut eine Signalwirkung hätte"

Hunt selbst sagte zu seiner Unterschrift: "Werder ist und bleibt meine sportliche Heimat. Ich fühle mich sehr wohl in Bremen und möchte hier meinen Weg in den nächsten Jahren fortsetzen. Dafür sehe ich sehr gute Bedingungen." Außerdem hofft Hunt, durch seine Vertragsverlängerung ein Zeichen in Richtung Mesut Özil gesetzt zu haben. "Es wäre schön, wenn das für Mesut eine Signalwirkung hätte. Ich würde mich sehr freuen, wenn er bleibt." Mesut Özil ist der Mann, mit dem Werder auch gerne langfristig planen würde.

Özil und Hunt spielen so Fußball, dass man behaupten darf, sie seien Künstler. Sie haben das besondere Etwas. Sie grätschen wenig, und manchmal liefern sie dem Stammtisch Futter. Der Stammtisch kann dann über ihre Schönspielerei meckern. Aber sie können an guten Tagen den Ball mit einer Eleganz behandeln, wie nur wenige das können. Wenn man den Fußball als eine Art von Kunst begreifen möchte, dann wurden sie von der Muse geküsst.

Özil stieg im letzten Jahr kometenhaft auf und zog an Hunt vorbei. Alle redeten von Özil, Diegos Kronprinz. Wer redete von Hunt? Sie galten als Freunde, man sah sie ständig zusammen. Womöglich litt sogar die Freundschaft unter den entgegengesetzten Leistungskurven. Doch Hunt holte auf. Er begann im Sommer, konsequent mit einem Fitnesstrainer zu arbeiten, um seine Anfälligkeit für Verletzungen wegzuarbeiten.

Hunt ist ein Kandidat für die WM

Knie, Leiste - über Monate war er immer wieder ausgefallen, und als es ganz schlimm war, hatte er sogar befürchtet, dass er mit Anfang 20 Sportinvalide sein würde. Er schaffte es, Knie und Leiste zu stabilisieren, und in der Hinrunde der laufenden Saison stieg er zu einem Leistungsträger seiner Elf auf, an der Seite von Mesut Özil. Hunt wurde Nationalspieler. Er ist ein Kandidat für die WM in Südafrika.

Er ist nun sogar Mesut Özil einen Schritt voraus, er hat seine Vertragsangelegenheiten geregelt. Thomas Schaaf, sein Trainer, hält viel von ihm - und hielt zu ihm in schlechten Zeit. Einmal stand er kurz vor einem Vereinswechsel. Klaus Allofs, sein Klub-Boss, gilt als Fan von ihm und seiner Art, den Ball zu führen. Hunt sagt nun Sachen, die Schaaf und Allofs gefallen werden.

"Ich will ein Führungsspieler werden", sagt er. Er sagt: "Ich wäre nicht hiergeblieben, wenn ich Werder nicht zutrauen würde um die Meisterschaft zu spielen, das ist mein großes Ziel." Für das Ziel hat er jetzt vier Jahre Zeit. (mit Material von dpa)

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