Ex-Bremer Max Kruse im Interview "Ich hab' kein Herz mehr für Werder"

Hamburg. Max Kruse spielte von 2006 bis 2009 für Werder Bremen - meistens in der zweiten Mannschaft. Bei den Profis kam er zu einem Bundesliga-Einsatz, ehe er vor der Saison 2009/2010 zum FC St. Pauli wechselte. "Ich habe kein Herz mehr für Werder", sagte der 22-Jährige.
27.11.2010, 05:00
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Von Martin Sonnleitner

Hamburg. Max Kruse spielte von 2006 bis 2009 für Werder Bremen - meistens in der zweiten Mannschaft. Bei den Profis kam er zu einem Bundesliga-Einsatz, ehe er vor der Saison 2009/2010 zum FC St. Pauli wechselte. Martin Sonnleitner sprach mit ihm über das morgige Spiel in Bremen.

Herr Kruse, Sie haben drei Jahre bei Werder gespielt - fühlen Sie sich als gebürtiger Hamburger auch immer noch ein wenig als Bremer?

Max Kruse: Nein, ich habe kein Herz mehr für Werder. Ich empfinde die drei Jahre in Bremen als nicht allzu lange Zeit, zumal ich ja nur ein Jahr bei den Profis gewesen bin. Ich bin voll und ganz St. Paulianer. Philipp Bargfrede ist der einzige aus dem Bremer Kader, zu dem ich noch Kontakt habe.

Bei Werder ist nach sieben sieglosen Spielen die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Können Sie eine Ferndiagnose wagen?

Zur Stimmung in Bremen will ich gar nichts sagen. Das ist nicht meine Aufgabe, da müssen Sie die Verantwortlichen dort fragen.

Werder-Coach Thomas Schaaf oder Stanislawski, wer ist der bessere Trainer?

Stani ist der offenere Typ, Schaaf fordert mehr Eigenverantwortung, dass die Spieler von alleine nach Lösungen suchen. Ich bevorzuge Stani.

Hand aufs Herz: Ist es für Sie wirklich ein ganz normales Spiel?

Klar ist es eine besondere Partie für mich. Ich war immerhin drei Jahre in Bremen, habe dort immer noch Freunde. Ich bin aber nicht übermotiviert.

Sie haben gerade in den vergangenen Monaten einen Leistungssprung gemacht und sind in Ihren Leistungen stabiler geworden. Das attestiert Ihnen auch der Trainer. Was ist passiert?

Zum einen bin ich vor drei Monaten Vater geworden - eine großartige Sache. In der Mannschaft bin ich jetzt insgesamt besser drin und habe mich dem hohen Niveau der Bundesliga angepasst. Außerdem fühle ich mich beim FC St. Pauli einfach pudelwohl.

Werder wird im Sommer wohl einen starken Schnitt im Kader machen müssen. Ihr Vertrag läuft gleichzeitig aus. Könnten Sie als Ex-Werderaner nicht ein junger Hoffnungsträger sein?

Es gibt für mich momentan keinen anderen Verein als den FC St. Pauli. Ich spiele hier, nirgendwo anders. Der Klub ist mein allererster Ansprechpartner, und ich würde meinen Vertrag hier im Sommer gerne weiter verlängern.

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