Werder Bremen in der Champions League Immer wieder Inter

Bremen. Gegen kein anderes Team hat Werder in der Champions League häufiger gespielt als gegen Inter Mailand. Heute kommt es im Giuseppe-Meazza-Stadion zum fünften Duell. Inter ist der Favorit - doch macht ein Blick in die Historie auch den ersatzgeschwächten Bremern Mut.
28.09.2010, 13:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Ben Binkle

Bremen. Gegen kein anderes Team hat Werder Bremen in der Champions League häufiger gespielt als gegen Inter Mailand. Am Mittwochabend kommt es im Giuseppe-Meazza-Stadion bereits zum fünften direkten Vergleich. "Inter ist der ganz klare Favorit, es ist beeindruckend, was die Mannschaft aufbieten kann", nimmt Trainer Thomas Schaaf den Titelverteidiger in die Pflicht. Dabei macht ein Blick in die Historie auch den personell arg gebeutelten Bremern Mut.

Am 26. August wurde Inter Mailand zum dritten Mal als Werders "Gruppenkopf" in der Champions League ausgelost. Bereits 2004/05 und 2008/09 trafen beide Klubs in der Gruppenphase aufeinander. Zwei Mal spielte Werder im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb gegen den FC Barcelona (05/06 und 06/07), RSC Anderlecht (1993/94 und 04/05) und Panathinaikos Athen (05/06 und 08/09), am Mittwochabend ist dann Inter der alleinige "Rekordhalter" in den Duellen mit den Grün-Weißen.

Die letzte Erinnerung an Inter ist noch frisch - und sehr gut. Beim letzten Champions-League-Einsatz in der Saison 2008/09 gab es in den beiden Partien vier Punkte für Werder. Nach dem 1:1 in Hinspiel gewannen die Bremer das Rückspiel im Weserstadion mit 2:1 und rutschten dadurch noch als Gruppendritter in den UEFA-Pokal. Dort marschierte Werder dann bis ins Finale nach Istanbul.

Valerien Ismael gleich doppelt im Blickpunkt

Auch beim ersten Auftritt in der "Königsklasse" am 14. September 2004 nach elf Jahren Abstinenz hieß der Gegner Inter Mailand. Als Doublesieger trat Werder in Mailand an und unterlag nach großem Kampf mit 0:2. Bereits nach fünf Minuten hatte Abwehrchef Valerien Ismael nach einer "Notbremse" Rot gesehen, den fälligen Elfmeter parierte Keeper Andreas Reinke gegen Christian Vieri. Zwei Tore von Adriano sorgten dann aber für die Entscheidung.

Die Niederlage konnte Werder aber verkraften, denn am Ende der Gruppenphase qualifizierte sich das Team als Zweiter hinter Mailand noch für das Achtelfinale - wo dann allerdings das 2:10-Debakel gegen Olympique Lyon folgte. Das Rückspiel gegen Inter im Weserstadion gestaltete Werder Bremen übrigens erfolgreicher: Beim 1:1 gegen Mailand machte Ismael mit einem verwandelten Elfmeter seinen Patzer aus dem Hinspiel wieder wett.

Entsprechend ausgeglichen ist die Bilanz zwischen beiden Klubs in der "Königsklasse". In vier Partien gab es je einen Sieg, eine Niederlage und zwei Unentschieden. Die Tordifferenz spricht mit 5:4 ganz knapp für Italiens Serienmeister der letzten Jahre.

Per Mertesacker bemüht sich um Optimismus

"Das ist keine leichte Situation, weil Inter auf jeder Position besser besetzt ist", zeigt sich auch Abwehrspieler Per Mertesacker beeindruckt. Was bleibt, ist der Zweckoptimismus. "Wir werden trotzdem alles versuchen, müssen aber in Höchstform auftreten. Der eine muss dem anderen helfen, sonst haben wir keine Chance", forderte Mertesacker.

Keine Chance hat Werder auch nach einer weiteren Statistik. In sechs Champions-League-Spielen in Italien ist Bremen noch immer sieglos. Bei Inter, dem AC Mailand, Lazio Rom, Udinese Calcio und Juventus Turin gab es nur zwei der 18 möglichen Punkte. Höchste Zeit, diese Bilanz etwas aufzubessern.

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