Diskussion um Video von Werder-Sponsor Jan Delay legt Amt als Werder-Botschafter vorerst nieder

Ein platter Witz schlägt Monate nach seiner Veröffentlichung hohe Wellen: Ein Wiesenhof-Spot sorgt für Empörung im Netz und bei Musiker Jan Delay, der zunächst nicht länger Werder-Botschafter sein will.
25.06.2016, 17:13
Lesedauer: 1 Min
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Von Daniel Stöckel Stefanie Heitmann

Ein platter Witz schlägt Monate nach seiner Veröffentlichung hohe Wellen: Ein Spot des Geflügelfleischherstellers Wiesenhof sorgt für Empörung im Netz und bei Musiker Jan Delay, der zunächst nicht länger Werder-Botschafter sein will. Wiesenhof ist außerdem Werder-Haupt- und Trikotsponsor.

"Die längste Wurst des Sommers? Hier ist dat Dingen", sagt Atze Schröder und hält eine gegrillte Geflügelwurst in die Höhe. Schelmisch grinsend fügt er hinzu: "Danach müssen Gina und Lisa erstmal in die Traumatherapie."

Witzig sollte der Spot sein. Doch der Proleten-Humor mit den flachen Anspielungen über 20 Zentimeter lange Würste erregt nun die Gemüter im Netz. Verletzend und geschmacklos seien Schröders Aussagen. Der Werbespot wurde bei Youtube am 30. März eingestellt. Nun hat Wiesenhof den Spot nach den empörten Reaktionen wieder herausgenommen.

Grund für die Aufregung ist die Debatte um die Vergewaltigungsvorwürfe von Model Gina-Lisa Lohfink, die von mehreren Männern missbraucht worden sein soll und die ihre Tat filmten und ebenfalls ins Netz stellten.

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Auch Werder-Fan und -Botschafter Jan Delay reagierte auf den Spot. Er lege sein Amt als Botschafter so lange nieder, bis Werder auf den Eklat seines Sponsors reagiere. Werder Bremen hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.

Atze Schröder hat sich unterdessen via Facebook entschuldigt:

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