Ex-Werder-Spieler klagt gegen Vereinsarzt Klasnic-Verfahren muss in die nächste Runde

Bremen. Der Zivilrechtsstreit zwischen Ex-Werder-Stürmer Ivan Klasnic gegen Werder-Mannschaftsarzt Götz Dimanski und Internistin Manju Guha geht weiter. Das Bremer Landgericht will den ärztlichen Gutachter noch einmal hören. Einen Antrag der Werder-Ärzte lehnte es hingegen ab.
20.08.2010, 10:36
Lesedauer: 1 Min
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Klasnic-Verfahren muss in die nächste Runde
Von Olaf Dorow

Bremen. Im Zivilrechtsstreit des ehemaligen Angreifers von Werder Bremen, Ivan Klasnic, gegen Werder-Mannschaftsarzt Götz Dimanski und Internistin Manju Guha hat das Bremer Landgericht heute einen sogenannten "Auflagen- und Hinweisbeschluss" bekanntgegeben.

Klasnic hat auf mehr als 1,1 Millionen Euro Schmerzensgeld geklagt, weil seiner Meinung nach seine Nierenerkrankung zu spät erkannt beziehungsweise behandelt wurde.

Die Kammer des Landgerichts geht zwar davon aus, dass ein mit zu verantwortender Behandlungsfehler vorliegt. Ob dieser allerdings ursächlich mit dessen Nierenerkrankung in Zusammenhang steht, soll jetzt ein weiterführendes Gutachten klären.

Dazu wird der ärztliche Gutachter, Nierenspezialist Hermann Joseph Pavenstädt aus der Universität Münster, weitere medizinische Originalunterlagen einsehen, die unter anderem aus der Zeit des Klasnic-Wechsels vom FC St. Pauli zu Werder Bremen stammen.

"Die Kammer muss Hermann Pavenstädt ergänzende Fragen stellen", sagte der Vorsitzende Richter Uwe Boysen. Ein neuer Gutachter soll nicht eingesetzt werden.

Den Antrag der Werder-Ärzte auf ein sogenanntes "Obergutachten" lehnte das Gericht ab.

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