Werder Bremen Marin: "Das war wichtig fürs Selbstvertrauen"

Bremen. Pflicht erfüllt, Negativserie gestoppt und dem Verein drei Punkte zum Jubiläum geschenkt: Das 2:1 gegen Hertha BSC Berlin war in vielerlei Hinsicht sehr wichtig für Werder Bremen. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie unbedingt wollte", sagte Thomas Schaaf.
05.02.2010, 22:59
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Bremen. Pflicht erfüllt, Negativserie gestoppt und dem Verein drei Punkte zum Jubiläum geschenkt: Das 2:1 gegen Hertha BSC Berlin war in vielerlei Hinsicht sehr wichtig für Werder Bremen. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie unbedingt wollte", sagte Trainer Thomas Schaaf nach Spielende.

Die 90 Minuten zuvor hatten den Werder-Coach nicht restlos überzeugt. Zwar habe seine Mannschaft "phasenweise gut kombiniert" und sei "immer wieder angerannt", doch war es insgesamt eine "durchwachsene Partie" seiner Mannschaft. Schaaf war es egal: "Es ging heute darum, Punkte zu sammeln. Das haben wir getan."

Marko Marin, Torschütze zum 1:0, zeigte sich erleichtert. "Wir sind alle glücklich, dass wir nach langer Zeit mal wieder gewonnen haben", sagte Werders Nummer zehn. "Das war wichtig fürs Selbstvertrauen". Vom ersten Sieg seit sieben Spielen erhofft sich Marin auch eine Signalwirkung: "Es kommen wichtige Wochen auf uns zu, da gibt der Sieg uns noch einmal Schwung."

Das wollte Trainer Schaaf nicht ganz so euphorisch sehen. "Nichts", so lautete seine kurze Antworte auf die Frage, was dieser Sieg denn für das anstehende DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen 1899 Hoffenheim bedeute. "Wir müssen uns Spieltag für Spieltag neu beweisen, das Pokalspiel wird sicher schwer genug."

Gegen Hertha scheiterte Werder - und vor allem Claudio Pizarro - immer wieder am starken Keeper Jaroslav Drobny. "Er war heute sehr gut", lobte auch Marin den Schlussmann, der gleich vier Großchancen von Pizarro entschärfte, bevor der Peruaner dann doch noch das Siegtor markierte. "Er war an jedem meiner Schüsse dran, auch beim Tor. Aber der Ball war zu hart geschossen", kommentierte Pizarro die entscheidende Szene in der 81. Minute. Die Frage, ob er denn selber noch an seinen Treffer geglaubt habe, beantwortete er lächelnd in Stile eines Torjägers: "Das Vertrauen verliert man als Stürmer nie."

Berlins Trainer Friedhelm Funkel ärgerte sich über die erste Pleite in der Rückrunde. "Das war eine insgesamt unglückliche Niederlage für uns", kommentierte Funkel, der darin von seinem Kapitän Arne Friedrich bestätigt wurde: "Da war mehr drin für uns. Bremen war verunsichert, das hat man heute gesehen." Lediglich Fabian Lustenberger sah das anders: "Bremen hatte mehr Chancen, daher haben sie schon verdient gewonnen. Wir waren kämpferisch gut, aber das reicht eben nicht."

Der Kampf stimmte auch bei Werder, worin Matchwinner Pizarro letztlich auch den Grundstein zum Sieg erkannte. "Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft und vor allem kompakt gestanden", lobte der Peruaner die neue taktische Ausrichtung mit zwei defensiven Mittelfeldspielern. "Das war in den letzten Wochen anders."

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